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Huawei Spot »Gnu Gnu« wurde mit Hatto in Hamburg ausgezeichnet

"Ein monstermäßiger Film" gewinnt den Deutschen Werbefilmpreis.

Die Deutsche Werbefilmakademie verlieh am 22. März 2019 in Hamburg ihre Preise an die besten Werbeproduktionen.

Zwei der nominierten 30 Clips hatten wir bereits am 16. März 2019 in unserem Artikel vorgestellt. Gewonnen hat davon keiner den Hauptpreis. Vielmehr verzauberte der mit nur einer Nominierung versehene Huawei Spot "Gnu Gnu" die Jury, der in der Königskategorie »Bester Werbefilm« sowie in der Kategorie »Beste Regie« und auch den »Preis der Medien« gewann.

Hier der Clip, der monstermäßig abräumte und die Jury verzauberte:

Der Chinesische Mobilfone-Anbieter Huawei versteht das Geschäft, Kunden mit seinen Produkten zu überzeugen. Aber es ist auch bekannt, dass chinesische High-Tech-Konzerne mit allen Tricks den Weltmarkt zu durchdringen versucht. So ist es kein Wunder wenn zahlreiche Politiker davor warnen, dass die Versteigerungen der zukünftigen 5G-Lizenzen in chinesische Hände geraten könnten. Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger fordert sogar ein Vetorecht gegen chinesische Übernahmen.

Die Deutsche Telekom, die u.a. mit zu den Lizenznehmern des 5G-Netzes gehört, hatte sich bereits für Huwei als technischer Ausrüster entschieden und somit Nokia, Siemens und Ericsson verprellt. Doch mittlerweile wird über eine Ausstiegsklausel nachgedacht, sofern man der Überzeugung gelangt, dass die Chinesen mit der verbauten Technik auch Spionage betreiben könnten. Zumindest haben die USA damit gedroht, um die Europäer davor zu warnen, zu viel Interna bei ausländischen Beteiligungen preiszugeben.

Der zuletzt bekanntgewordene Vorfall bei Facebook, die zahlreiche Passwörter unverschlüsselt gespeichert hatten, sollte zu Denken geben.

Doch zurück zur Werbefilmakademie, bei der die Ideen und deren Umsetzt im Vordergrund stehen und nicht etwaige politische Verflechtungen.

Aus 30 nominierten Arbeiten wurden in der Kulturfabrik "Kampnagel" in Hamburg zwölf Gewinner mit dem begehrten »Hatto« geehrt. Der »Preis der Medien«, bei der eine ausgewählte Jury aus Fachjournalisten ihren Lieblingsfilm kürte, wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben.

Stellvertretend für die Medien-Jury, bestehend aus Annette Dombrowski (filmecho/filmwoche), Bärbel Unckrich (HORIZONT), Daniela Strasser (WuV), Thomas Lückerath (DWDL), Scott Roxborough (The Hollywood Reporter), Vanessa Rummelhagen (New Business) und Hans von Bock (Deutsche Welle), übergab Bärbel Unckrich von HORIZONT den Preis an Justin Mundhenke von der Produktionsfirma tempomedia.

Bereits zum zweiten Mal wurde dieser Sonderpreis verliehen und soll, laut Myriam Zschage (Projektleitung Deutsche Werbefilmakademie), den interdisziplinären Austausch und die Diskussion mit der Fachpresse fördern.

Die Agentur antoni gargage war mit vier Nominierungen für Mercedes Benz ins Rennen gegangen und räumte auch gleich viermal mit vier verschiedenen Spots ab. Davon dreimal mit Produktionen von Iconoclast für »Beste Kamera«, »Bester Schnitt« und »Bestes Sounddesign« sowie einmal mit dem Clip "Stronger than Time" der Produktion Sehnsucht für »Beste Visuelle Effekte«, den wir schon letztes Mal bei uns vorgestellten hatten.

Letztendlich überzeugte uns jedoch der Spot "Never Stop Improving" aus dem Bereich »Beste Kamera« (Postproduktion: NHB, Agentur: antoni gargage) dessen Clip wir hier eingestellt haben:

Die Ergebnisse waren in diesem Jahr nicht an den Nominierungen abzulesen. So erhielt "Schwitz es raus" (für Hornbach) keinen Hatto, obwohl der Film dreimal nominiert war. Dagegen wurde die witzige Spot "Catapult Air", die von uns das letzte Mal vorgestellte Satire auf die lahme Bahnverbindung nach Sylt, immerhin mit dem «Besten Script« belohnt.

Unter dem Motto "Grandhotel" folgten fast 700 Gäste der unterhaltsamen Verleihung in der Hamburger Kulturfabrik.

Die Förderung des Nachwuchses ist, nach wie vor, zentrales Thema der Deutschen Werbefilmakademie. DWA Förderpreis-Gewinner 2018 "Levi's Yourself" von Regisseur Thilo Gundelach zeigte während der Verleihung unter Beifall des Publikums seinen Spot (Branded Short) erstmals der Öffentlichkeit.

Bester Nachwuchswerbefilm wurde in diesem Jahr der Spot "Benim Evin Sensin" von Ben Miethke von der Filmakademie Baden-Württemberg. Der Gewinner kann sich über insgesamt 28.500 Euro freuen: 15.000 Euro von Universal Music für Musiknutzung sowie 10.000 Euro von Acht für die Postproduktion sowie 3.500 Euro von adstream.

Hier der Clip:

"Der Werbefilmpreis erfreut sich großer Beliebtheit. Auch in diesem Jahr hatten wir wieder fast 800 Einreichungen. Auffällig hoch war die Qualität der Filme - insbesondere auch vom Nachwuchs. Da hatte die Grand Jury keinen leichten Job." sagt Tony Petersen, Vorstand der Deutschen Werbefilmakademie zum diesjährigen Auswahlverfahren. Bei der Aftershow Party feierten die Gewinner und Gäste bei ausgelassener Stimmung bis in die Morgenstunden zu den Beats von Mad & Denyo.

Über die deutsche Werbefilmakademie:

Die eigenständige und unabhängige Deutsche Werbefilmakademie e.V. wurde im Juni 2013 von den im Verband organisierten Werbefilm- und Postproduzenten gegründet. Nach Vorbild der amerikanischen und deutschen Filmindustrie bietet sie dem deutschen Werbefilm ein Forum und trägt mit wachsender Bedeutung der Bewegtbildkommunikation Rechnung. Ihr Ziel ist es, Qualität zu sichern, Talente zu fördern, herausragende Arbeiten auszuzeichnen, Innovationen voranzutreiben und den interdisziplinären Austausch voranzutreiben.

Links: www.deutsche-werbefilmakademie.de | www.deutscher-werbefilmpreis.de

Quellen: ots by dpa | Deutsche Werbefilmakademie

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