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Angela Merkel eröffnet Medientage München 2016

Das diesjährige Motto lautet: "Mobile & Me - Wie das Ich die Medien steuert".



Immer mehr Menschen lesen nur noch das, was andere ihnen in sozialen Medien empfehlen. Welche Folgen das hat, ist das Hauptthema der diesjährigen MEDIENTAGE MÜNCHEN, die heute, Dienstag, den 25. Oktober 2016, mit einem politischen Stargast beginnen: Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Eröffnungsrede des dreitägigen Branchentreffens im ICM - Internationales Congress Center München.

Zuvor werden der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und BLM-Präsident Siegfried Schneider Grußworte sprechen. Die Keynote des Medientage-Gipfels hält Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Seine Thesen zu den Themen Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 werden im Anschluss in Talkrunden mit Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, und dem Managing Director von Google Deutschland, Philipp Justus, bzw. Conrad Albert, Vorstand External Affairs & Industry Relations und General Counsel ProSiebenSat.1, dem Sky-Vorstandsvorsitzenden Carsten Schmidt und BR-Intendant Ulrich Wilhelm diskutiert.

Am Eröffnungsgipfel nehmen außerdem teil: Guido Bülow, Strategic Partnerships Management Facebook, der Programmgeschäftsführer des Jungen Angebots von ARD und ZDF, Florian Hager, Vice.com Deutschland-Chefredakteurin Laura Himmelreich, der Vorsitzende der Geschäftsführung von ProSiebenSat.1, Wolfgang Link, Stefan Plöchinger, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, InStyle-Chefredakteurin Kerstin Wenig und der stellvertretende Chefredakteur der TV-Information beim ORF, Armin Wolf.

In ihrem Jubiläumsjahr finden die MEDIENTAGE MÜNCHEN erstmalig von Dienstag bis Donnerstag (25. - 27. Oktober 2016) statt. Zu den rund 90 Veranstaltungen werden 400 Referenten und mehr als 6000 Besucher erwartet. Auf den Podien im Internationalen Congress Center München geht es um die Folgen technologischer Entwicklungen. Die neu konzipierte Veranstaltung wird von Fernsehredakteurin Dunja Hayali moderiert. Der MEDIENTAGE-Gipfel wird live auf ARD-alpha übertragen. In Veranstaltungsmitschnitten, Interviews, Journalen und Sondersendungen werden die neuesten Trends, Projekte und Produktneuheiten von den führenden deutschsprachigen Medienveranstaltungen vorgestellt. Zudem stehen gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Auswirkungen heutiger Technologien im Mittelpunkt des Mediengipfels.


Produzentenallianz vs. Seehofer
Anlässlich der Medientage hat die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen noch einmal an den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer appelliert, seine Pläne einer Zusammenlegung von ARD und ZDF nicht weiterzuverfolgen. Laut einer Meldung der »Bild am Sonntag« heißt es im neuen Grundsatzprogramm der CSU, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf seine Kernaufgaben rückbesinnen solle, um dadurch Relevanz zu gewinnen. Die CSU strebe daher "langfristig die Beseitigung von Doppelstrukturen und die Zusammenlegung von ARD und ZDF unter einem Dach an".

Eine Zusammenlegung stellt nach Ansicht der Produzentenallianz "einen nicht zielführenden Eingriff in die deutschen Medienstrukturen dar, der am Ende zum Verlust von Kreativität, Vielfalt und attraktiven Programmangeboten führt". Insbesondere durch den Wettbewerb von ARD und ZDF würden kulturell wertvolle Programme und Dokumentationen erst entstehen. "Gerade die unterschiedliche Farbe, die beide Systeme in der Programmgestaltung vorgeben, erlaubt auch vor dem Hintergrund der oft einseitigen Unterhaltungsprogramme der Privaten eine Vielfalt, die der Zuschauer zu Recht erwarten darf", so Alexander Thies, Vorsitzender des Gesamtvorstands der Produzentenallianz weiter. "Kultur aus nur einer Hand würde dem Kulturstandort Deutschland nachhaltig schaden."

Darüber hinaus weist die Produzentenallianz darauf hin, dass ARD und ZDF "jeder für sich" die wichtigsten Auftraggeber der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft sind. Zudem sei das Auftragsvolumen, das im letzten Jahr an unabhängige Produzenten gegangen sei, im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Damit erfüllt die ARD die Leitlinien für die transparente Zusammenarbeit zwischen ARD und Produzenten, die auf Initiative der Produzentenallianz entstanden war.


ARD lässt mehr von unabhängigen Produzenten produzieren.
Zum zweiten Mal nach 2015 hat die ARD inzwischen ihren Produzentenbericht vorgelegt. Demnach stieg das Volumen aller Auftrags-, Ko- und Mischproduktionen der ARD-Landesrundfunkanstalten und der Degeto 2015 im Jahresvergleich um vier Mio. Euro auf 711 Mio. Euro an. 72,3 Prozent (514 Mio. Euro) dieser Summe ging an unabhängige Produzenten; 2014 hatte dieser Anteil bei 69,8 Prozent (493,5 Mio. Euro) gelegen.

Erstmals im Produzentenbericht ausgewiesen sind in diesem Jahr die Kosten für Lizenzankäufe. Das Gesamtvolumen für Lizenzankäufe seitens der ARD lag demnach bei 44,4 Mio. Euro; davon gingen mehr als 34 Mio. Euro (77 Prozent) an unabhängige Lizenzgeber.

Karola Wille, ARD-Vorsitzende und MDR-Intendantin, erklärte bei der Vorstellung des Produzentenberichts im Rahmen der ARD-Hauptversammlung in Berlin: "Die ARD wird weiterhin transparent darlegen, wie die ihr aus dem Rundfunkbeitrag anvertrauten Gelder im Bereich der Auftragsproduktionen eingesetzt werden. Als einer der wesentlichen Auftraggeber der deutschen Film- und Fernsehproduktionswirtschaft haben wir eine besondere Verantwortung, aber auch ein besonderes Interesse, die Vielfalt der Branche zu erhalten und weiter zu fördern. Diesem Ziel dienen auch die 'Eckpunkte für ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung der Verwertungsrechte bei Produktionen für die Genres Fiktion, Unterhaltung und Dokumentation', zu denen sich die ARD verpflichtet hat."

Link: www.medientage.de
Quellen: BamS | Blickpunkt:Film | Produzentenallianz

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