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CICAE sieht die Vielfalt der Filmkultur gefährdet

Die kulturelle Vielfalt des europäischen Films ist massiv gefährdet.



Nach Überzeugung der CICAE, dem Internationalen Verband der Filmkunsttheater, (Confédération Internationale des Cinémas d’Art et d’Essai) ist "die kulturelle Vielfalt des europäischen Films durch digitale Piraterie, produktionszentrierte Filmfördersysteme und Aushöhlung der Auswertungschronologie massiv gefährdet." Aus diesem Grund seien bereits Gespräche mit Mitgliedern von EU-Kommission und -parlament anberaumt. Bei einer Verwaltungsratssitzung unter Leitung von CICAE-Präsident Detlef Roßmann bekräftigte der Verband unlängst in Paris die Zusammenarbeit mit Europa Cinemas und UNIC, dem internationalen Dachverband der Kinoverbände und Kinobetreiber in der Europäischen Union sowie in Russland, der Türkei und Israel "zur Verteidigung des Kinos als kultureller und sozialer Ort" als zentrales Ziel seiner europapolitischen Aktivitäten.

Die Sitzung wurde auch für einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2014 für CICAE genutzt: Dank der hervorragenden Resonanz auf ein jährlich von CICAE abgehaltenes Weiterbildungsseminar habe man zahlreiche neue Mitglieder aufnehmen können. Neben Filmkunsttheatern aus den USA, Polen, Kroatien und Spanien wurde auch das französische Kulturinstitut in Rom, die berühmte Villa Medici, als neues Mitglied bestätigt. Zugleich wurde die Gründung von neuen nationalen Filmkunsttheater - Verbänden in Kroatien und Spanien bekannt gegeben. Der Verwaltungsrat begrüßte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass auch die zwölfte Ausgabe des Seminars, die vom 31. August bis 7. September 2015 stattfindet, durch die EU-Kommission finanziell unterstützt wird.

Im kommenden Jahr begeht CICAE sein 60-jähriges Gründungsjubiläum. In diesem Rahmen wird der Verband zahlreiche Veranstaltungen zur filmpolitischen Bedeutung und Aktualität der Filmkunsttheater u.a. während der Filmfestspiele in Berlin, Cannes und Venedig durchführen. Damit sollLaut einer Pressemitteilung auch die enge Verbundenheit mit diesen Mitgliedsfestivals der CICAE und deren Bedeutung für Erhalt und Weiterentwicklung der Filmkunst betont werden.

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CICAE vergibt Preis an italienischen Film.
Darüber hinaus freut sich der Internationale Verband der Filmkunsttheater, verkünden zu dürfen, dass der CICAE Art Cinema Award 2014 für den besten Film in der Sektion »Competition Fiction« während des 32. Annecy Cinéma Italien an "Più Buio di Mezzanotte" ("Darker than Midnight") von Sebastiano Riso ging. Die Weltpremiere des Films fand bereits im Mai zum Cannes Film Festival 2014 in der Sektion »Semaine de la Critique« statt. Hier der Trailer:



Synopse:
Davide ist anders als die anderen Jugendlichen und er hat das, was ihn wie ein Mädchen aussehen lässt. Davide ist vierzehn Jahre alt als er von Zuhause flieht. Er findet ein neues Zuhause im Park Villa Bellini von Catania. Der Park ist eine Welt für sich, die von den Aussenseitern bewohnt und vom Rest der Stadt ignoriert wird. Eines Tages kehrt Davides Vergangenheit zurück und er muss ganz allein eine schwierige Entscheidung treffen.

Die Entscheidung der Jury:
Der Film erzählt das Leben eines Jungen, der vom Vater abgelehnt wird und von der Mutter vorbehaltlos geliebt wird, allerdings ohne von ihr Hilfe zu bekommen. Dieser erschütternde Film, der das Leben des verzweifelten Jungen verfolgt, ging nicht spurlos an uns vorbei. Bemerkenswert sind die Fähigkeiten des Regisseurs, junge Schauspieler zu führen und eine für Süditalien (aber auch für andere europäische Städte) repräsentative Geschichte über das Lebensschmerz der neuen Generationen zu erzählen.

Die 32. Ausgabe des Festivals des italienischen Films fand vom 8. bis 14. Oktober 2014 in Obersavoyen, Frankreich statt.

Link: www.cicae.org
Quellen: Blickpunkt:Film | CICAE

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