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27. Verleihung des Europäischen Filmpreises in Riga (UPDATE)

Die Lettische Hauptstadt führt die Verleihung der EFA Awards 2015 durch.
Die Gewinner haben wir als Update nachträglich *farbig gekennzeichnet.



Morgen, den 13. Dezember 2014, findet die Verleihung des FELIX beim 27. Europäischen Filmpreis in Riga statt. Die Nominierungen wurden am 8. November 2014 im Rahmen des Europäischen Filmfestivals in Sevilla bekannt gegeben. Die Preisträger in den Kategorien Europäischer Kamerapreis, Schnitt, Szenenbild, Kostümbild, Filmmusik und Sounddesign kürt eine siebenköpfige Jury.

Mit Beiträgen aus insgesamt 31 Ländern Europas bildet die Auswahl erneut die Vielfalt und Lebendigkeit des Europäischen Kinos ab. Interessant dürften für den Leser nicht nur die letztendlich nominierten Filme sein, sondern schon die erste Shortlist, der ursprünglich favorisierten Filme. In der Vorauswahl waren 13 Filme mit deutscher Beteiligung: "Amour Fou", "Traumland", "Fair Play", "Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht", "Mr. Turner - Meister des Lichts", "Nymphomaniac - Vol. I und II", "Hross í oss", "To Mikro Psari", "Das finstere Tal", "Kuzu", "Land der Wunder", "Fehér isten" und der Cannes Beitrag und Palmengewinner "Winterschlaf", der letzte Woche beim Berliner Festival »Around the World in 14 Films« mit dem »IFA – Intercultural Film Award« ausgezeichnet wurde.

Die Konkurrenz, die mit zahlreichen weiteren preisgekrönten Filme antritt, ist ebenfalls sehr stark vertreten. Dazu gehören "Höhere Gewalt", "Ida", "Leviathan", "Zwei Tage, eine Nacht", "No Turning Back", "Il capitale umano" und "Adieu au langage".

In den 20 mitgliederstärksten Ländern wurde jeweils ein nationaler Film von den Mitgliedern der European Film Academy direkt in die Auswahl gewählt. Ergänzt wurde die Liste durch Vorschläge eines Komitees, aus der die über 3000 Mitglieder der European Film Academy die fünf Nominierungen wählten, die wir durch farbigen Fettdruck hervorgehoben haben. Die Berliner Bredok Film Production ist Koproduzent von Nuri Bilge Ceylans "Winterschlaf", der neben Lars von Triers "Nymphomaniac 1&2" zu den einzigen beiden Beiträge gehört, die mit deutscher Hilfe entstanden sind. Beide Regisseure stehen zudem für den Regiepreis zur Auswahl.

Hier nochmals die Vorauswahl von 50 Filmen mit den Länderangaben.

• Amour Fou von Jessica Hausner (Österreich/Luxemburg/Deutschland)
• Hermosa Juventud von Jaime Rosales (Spanien/Frankreich)
• Bird People von Pascale Ferran (Frankreich)
• Blind von Eskil Vogt (Norwegen)
• Shemtkhveviti Paemnebi von Levan Koguashvili (Georgien)
• Calvary von John Michael Mcdonagh (Irland/GB)
• Caníbal von Manuel Martín Cuenca (Spanien/Rumänien/Russland/Frankreich)
• Razredni Sovražnik von Rok Bicek (Slowenien)
• Betoniyö von Pirjo Honkasalo (Finnland/Schweden/Dänemark)
• Traumland von Petra Volpe (Schweiz/Deutschland)
• Fair Play von Andrea Sedlackova (Tschechische Republik/Slowenien/Deutschland)
Turist (HÖHERE GEWALT) von Ruben Östlund (Schweden/Dänemark/Frankreich/Norwegen)
• Frank von Lenny Abrahamson (GB/Irland)
• Bande De Filles von Céline Sciamma (Frankreich)
• Adieu Au Langage von Jean-Luc Godard (Frankreich)
• Die Andere Heimat – Chronik Einer Sehnsucht von Edgar Reitz (Deutschland/Frankreich)
• Il Capitale Umano von Paolo Virzì (Italien)
Ida von Pawel Pawlikowski (Polen/Dänemark) *winner
• Kraftidioten von Hans Petter Moland (Norwegen)
Leviafan (LEVIATHAN) von Andrey Zvyagintsev (Russland)
• Lienation (Otchujdenie) von Milko Lazarov (Bulgarien) Kertu von Ilmar Raag (Estland)
• Vonarstræti von Baldvin Zophoníasson (Island/Schweden/Finnland/Tschechiche Republik)
• Vivir Es Fácil Con Los Ojos Cerrados von David Trueba (Spanien)
• Locke von Steven Knight (GB)
• Macondo von Sudabeh Mortezai (Österreich)
• Miss Violence von Alexandros Avranas (Griechenland)
• Mr. Turner von Mike Leigh (GB/Frankreich/Deutschland)
Nymphomaniac Director’s Cut – Volume I & 2 von Lars Von Trier (Dänemark/Frankreich/Belgien/Deutschland)
• Hross Í Oss von Benedikt Erlingson (Island/Norwegen/Deutschland)
• Papusza von Joanna Kos-Krauze & Krzysztof Krauze (Polen)
• Starred Up von David Mackenzie (GB)
• Still Life von Uberto Pasolini (GB/Italien)
• To Mikro Psari von Yannis Economides (Griechelnad/Deutschland/Zypern)
• Harchek Me Headro von Keren Yedaya (Israel)
• Das Finstere Tal von Andreas Prochaska (Österreich/Deutschland)
• Haganenet von Nadav Lapid (Israel/Frankreich)
• Kuzu von Kutlug Ataman (Türkei/Deutschland)
• Plemya von Myroslav Slaboshpytskiy (Ukraine)
• Le Meraviglie von Alice Rohrwacher (Italien/Deutschland/Schweiz)
• Deux Jours, Une Nuit von Jean-Pierre & Luc Dardenne (Belgien)
• Under The Skin von Jonathan Glazer (GB)
• Violette von Martin Provost (Frankreich/Belgien)
• Walesa von Andrzej Wajda (Polen)
• Vi Är Bäst! von Lukas Moodysson (Schweden/Dänemark)
• Când Se Lasa Seara Peste Bucuresti Sau Metabolism von Corneliu Porumboiu (Rumäinien/Frankreich)
• Fehér Isten von Kornél Mundruczó (Ungarn/Deutschland/Schweden)
Winterschlaf von Nuri Bilge Ceylan (Türkei/Frankreich/Spanien/Deutschland)
• Wolf von Jim Taihuttu (Niederlande)
• La Herida von Fernando Franco (Spanien)

Drei Animationsfilme im Rennen um den Europäischen Filmpreis 2014.
In der Kategorie Europäischer Animationsfilm 2014 stehen drei Nominierte fest. Zu den Auserwählten gehören die französisch-belgische Produktion "Jack und das Kuckucksuhrherz" von Mathias Malzieu und Stéphane Berla, "Minuscule - La vallée des fourmis perdues" - ebenfalls eine französisch-belgische Produktion - von Thomas Szabo und Hélène Giraud sowie der italienische Beitrag "L'arte della felicitá" von Alessandro Rak.

Sechs Dokumentationen konkurrieren um den Europäischen Filmpreis.
Im Bereich der Dokumentationen wurde Marc Bauders deutsch-österreichische Koproduktion "Master of the Universe" *winner für den Europäischen Filmpreis nominiert. Die Dokumentation über einen Investmentbanker, der brisante Einblicke in die Finanzwelt gewährt, konkurriert mit Jon Bang Carlsens "Just the Right Amount of Violence" (Dänemark), Laurent Bécue-Renards "Of Men and War" (Frankreich/Schweiz), Gianfranco Rosis "Sacro Gra" (Italien/Frankreich), Teodora Ana Mihais "Waiting for August" (Belgien) und Hubert Saupers "We Come as Friends" (Österreich).

Drei Komödien im Wettbewerb.
Als Europäische Komödie 2014 gehen ins Rennen: "Carmina y amén" von Paco León (Spanien), "Le Weekend" von Roger Michell (Großbritannien) sowie "Le Mafia Uccide solo d'Estate" *winner von Pierfrancesco Diliberto (Italien).

Nominierungen für Beste Regie.
In die Kategorie Europäischer Regisseur 2014 schafften es neben von Trier und Ceylan auch "Ida"-Regisseur Pawel Pawlikowski *winner und "Leviathan"-Regisseur Andrej Swjagintzew. Konkurrenz bekommen sie von Steven Knight für "No Turning Back", Ruben Östlund für "Höhere Gewalt" und Paolo Virzì für "Die süße Gier".

Nominierungen für Beste Schauspieler/in.
In der Schauspielerinnen-Kategorie treten gegeneinander an: Marian Alvarez ("La herida"), Valeria Bruni Tedeschi ("Die süße Gier"), Marion Cotillard *winner ("Zwei Tage, eine Nacht"), Charlotte Gainsbourg ("Nymphomaniac"), Agata Kulesza ("Ida") und Agata Trzebuchowska ("Ida"). Bei den Männern erhielten Brendan Gleeson ("Am Sonntag bist du tot"), Tom Hardy ("No Turning Back"), Alexei Serebrjakow ("Leviathan"), Stellan Skarsgård ("Nymphomaniac") und Timothy Spall *winner ("Mr. Turner - Meister des Lichts") Nominierungen.

Nominierungen für Bestes Drehbuch.
Hoffnungen auf den Preis als Europäisches Drehbuch 2014 können sich machen: Ebru Ceylan und Nuri Bilge Ceylan für "Winterschlaf", Jean-Pierre und Luc Dardenne für "Zwei Tage, eine Nacht", Steven Knight für "No Turning Back", Oleg Negin und Andrej Swjaginzew für "Leviathan" und Pawel Pawlikowski *winner und Rebecca Lenkiewicz für "Ida".

Die ersten Preisträger.
Die Preisträger in den Kategorien Kamera, Schnitt, Szenen- und Kostümbild, Filmmusik sowie Sounddesign stehen bereits fest. Diese Preise im Rahmen des Europäischen Filmfestivals in Sevilla von einer speziellen, siebenköpfigen Jury auf Grundlage der 50 ausgewählten Filme der EFA-Vorauswahl bestimmt.

Europäischer Kamerapreis 2014:
Lukasz Zal und Ryszard Lenczewskifür "Ida" *winner

Europäischer Schnitt 2014:
Justine Wright für "No Turning Back" *winner

Europäisches Szenenbild 2014:
Claus-Rudolf Amler für "Das finstere Tal" *winner

Europäisches Kostümbild 2014:
Natascha Curtius-Noss für "Das finstere Tal" *winner

Europäische Filmmusik 2014:
Mica Levi für "Under the Skin" *winner

Europäisches Sounddesign 2014:
Joakim Sundström für "Starred Up" *winner

Europäische Filmakademie ehrt Agnès Varda.
Die Europäische Filmakademie vergibt ihren diesjährigen Preis für ein Lebenswerk an die französische Filmemacherin und „Großmutter der Nouvelle Vague”, Agnès Varda. Als Autorin und Regisseurin ist sie eine Schlüsselfigur der französischen und europäischen Filmlandschaft und hat mit ihrer Arbeit auch die Welt der Kunst maßgeblich geprägt. In ihrer bisherigen Laufbahn zeichnete Agnès Varda für mehr als 30 Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme verantwortlich – sowohl für das Fernsehen als auch für die große Leinwand.

Ein weiterer Ehrengast der Veranstaltung wird der Regisseur Steve McQueen (nicht zu verwechseln mit dem 1980 verstorbenen Filmschauspieler) sein, der für seinen Beitrag zum Weltkino ausgezeichnet wird.

Weitere Infos sind unter: www.europeanfilmawards.eu und www.europeanfilmacademy.org nachzulesen.
Quellen: Blickpunkt:Film | filmecho | EFA

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