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NAB-Show 2014 präsentiert Laser 3D-Projektion

Christie demonstriert neuen 4K-Laserprojektor in Las Vegas.



Die NAB Show in Las Vegas ist die weltweit größte B2B Media & Entertainment Messe und wird vom 5. bis 10. April 2014 von der National Association of Broadcasters im Las Vegas Convention Center veranstaltet. Bereits 10 Tage zuvor hat im Caesars Palace in Las Vegas auch die CinemaCon stattgefunden, wie wir am 23. März 2014 berichteten. Bis zum 27. März 2014 trafen sich die Majors zur weltgrößten Messe der Kinobranche, um neue Produktionen anzukündigen.

Die Technik und neue Geräte als Mittel zum Zweck stehen allerdings auf der NAB Show® im Vordergrund. Deshalb wird der Projektor-Hersteller Christie nach einer Demo-Show auf der CinemaCon seine neuen 4K-Laserprojektoren auch nochmals auf der NAB-Show zeigen und verspricht die "Zukunft der 3D-Projektion". Sowohl Barco als auch Christie verwenden Laserprojektionen, die das Dolby 3D-System nutzen. Durch die fortschrittliche Farbtrenntechnologie eignet sich Dolby 3D perfekt für Laserprojektoren der nächsten Generation, die strahlende und noch kontrastreichere Bilder produzieren als konventionelle Projektoren. Dolby 3D erhält nahezu 90 Prozent des Lichts, das den Betrachter von dem Laserprojektor 6P erreicht. Dadurch erleben die Zuschauer noch hellere, brillantere Bilder.

Auch IMAX wird ein ähnliches Prinzip zur Marktreife bringen, nachdem die Firma das seinerzeit noch im Entwicklungsstadium befindliche Laser-Patent von Kodak nach deren Insolvenz erworben hatte. Wir berichteten darüber ausführlicher am 9. Januar 2014. Die Einführung des Systems verzögert sich allerdings in Deutschland, da die hiesigen Behörden eine potentielle Gefahr in der Technik sehen und weitere Unbedenklichkeitsnachweise verlangen.

In den USA hat Christie Digital Systems diese erbracht und die notwendige Genehmigung für den Verkauf von Laserprojektoren an Kinos bereits erhalten. Nun können sich Fachbesucher auf der NAB Show ein Bild von Christies "6-Primary"-4K-Laserprojektor machen, der endlich Schluss macht mit zu dunklen Bildern bei der 3D-Projektion. Im Vergleich zu konventionellen 3D-Systemen soll das System mit sechs Farblasermodulen erhebliche Verbesserungen vor allem beim 3D-Lichtniveau mit sich bringen, speziell in Kombination mit Trennverfahren wie Dolby 3D.

"Die aktuellste Laserprojektionstechnologie von Christie, mit sechs gesonderten Primärfarben statt gefiltertem oder polarisiertem Weitspektrums-Weißlicht ermöglicht eine weitreichende Verbesserung der 3D-Effektivität in Projektionssystemen, unabhängig von der Leinwandgröße in Premium-Kinosälen", erklärt Don Shaw, leitender Direktor im Produktmanagement bei Christie Entertainment Solutions. "Wir sind überzeugt, dass diese Technologie die Zukunft der 3D-Projektion ist, dass sie unmittelbar bevorsteht und dass sie entscheidend dazu beitragen wird, dass die Umsätze für 3D an den Kinokassen weltweit wieder in die Höhe gehen."

Shaw legt dabei durchaus auch den Finger in die Wunde des in den USA - anders als in Deutschland - rückläufigen 3D-Zuspruchs. Dieser deute darauf hin, dass der Reiz des Neuen nachlasse und das Publikum nicht mehr bereit sei, Premium-Preise für ein "allzu oft mittelmäßiges Erlebnis zu bezahlen." Hauptgrund für die schwache Qualität vieler Vorführungen sei die beschränkte Lichtleistung von oft nur zehn bis 30 Prozent der erreichten Helligkeit in 2D-Vorführungen.

Christie verspricht in einer Pressemitteilung, die 6P-Laserprojektoren seien "mindestens doppelt so effektiv wie aktuell führende 3D-Systeme." Für die Vorführungen in Las Vegas werden Dolby 3D-Brillen eingesetzt, die nach Unternehmensangaben speziell für die Wellenlängen des 6-Primärfarben-Lichts entwickelt wurden, um eine Lichteffizienz von beinahe 90 Prozent zu erzielen.

Christie sieht sich im Bereich Laserprojektion im Kino als Branchenführer, insbesondere nachdem man bereits 2013 das welterste kommerzielle System im Seattle Cinerama installiert hatte. Aber auch Barco mischt eifrig in der neuen Technik mit. Drei der führenden Kinoketten in China werden Pionierarbeit für Barcos Laser-Projektoren leisten und schon bald die entsprechenden Geräte mit der neuen 6P-Technologie installieren.

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Panasonic zeigt erstmals 35mm-Super-MOS-Sensor mit 4K-Auflösung.
Panasonic wird auch in diesem Jahr wieder auf der National Association of Broadcasters (NAB) Show ausstellen und erstmals seine neue 4K VariCam 35 und die dritte Generation der VariCam®-Serie – die VariCam HS zeigen. Die VariCam 35 verfügt über einen neuentwickelten 35mm-Super-MOS-Sensor und unterstützt die neuen AVC-ULTRA Codecs von Panasonic. Mit seinem innovativen, modularen Design kann der VariCam 35mm oder der VariCam HS 2/3-Typ Kamerakopf an das AVC-ULTRA Aufnahmemodul angedockt werden. Damit wird dem Anwender die volle Funktionalität und Ergonomie einer konventionellen Kamera geboten.

Panasonic präsentiert auf der NAB zudem seine nächste Generation der P2 Solid-State-Medien, die unter dem Namen expressP2-Karten auf den Markt kommen. Die expressP2-Karten wurden speziell für die Aufnahme von 4K Bildmaterial entwickelt und bieten sehr hohe Transferraten von bis zu 2,4 Gbps.

Als Panasonic vor gut zwei Jahren mit der AG-AF100/101 im Camcorderbereich ein neues Zeitalter einläutete, waren alle Independent-Filmer hellhörig geworden. Für ca. 2000.- Euro kombinierte erstmalig ein HD-Camcorder die Vorteile eines "35mm-Filmlook-Sensors", wie er bislang nur bei Video-DSLRs zur Verfügung stand, mit den Funktionen eines professionellen HD-Camcorders. In dieser Preisklasse waren Features wie XLR-Eingänge, HD SDI-Out, ND-FilterND-Filter und Peaking gepaart mit einem großen 35mm Sensor bisher nicht üblich.

Allerdings setzte Panasonic tatsächlich in seiner AVCCAM nur einen Sensor aus dem 'Micro Four Thirds' - Objektivanschluss ein. Aber wenn vom sogenannten 35mm Vollformat-Sensor im Videobereich die Rede ist, wird tatsächlich nicht die volle Bilddiagonale eines 35mm Sensors belichtet. Zur Aufnahme des theoretisch vertikal durchlaufenden Filmstreifens wird nämlich das Filmbild quasi um 90° gedreht, sodass vom ursprünglich im Querformat vorliegenden 24x36mm Kleinbildfilms nur noch die 24mm Bildhöhe zur Belichtung der Bildbreite übrig bleiben, was in etwa auch einem APS-C Sensor im 4:3-Format entspricht. Und von diesem unterscheidet sich das Four-Thirds-Format nur marginal.

So wurde mit der Panasonic AG-AF 101 2012 ein für die Prosumer-Klasse neues Modul-System vorgestellt, welches weitreichende Folgen für die Beurteilung der Bildqualität hatte. Da eine preiswerte, in der Qualität aber begrenzte Kit-Optik von Panasonic für die AG-AF 101 nicht angeboten wird, sofern der Nutzer die Kamera mit dem den PL-Mount Anschluss und nicht die Micro-Four-Thirds-Variante gewählt hat, kann der Kameramann je nach Budget ggf. auch die sündhaft teuren aber hochwertigen Compact Prime Objektive von Zeiss verwenden. In dieser Kombination übertrifft die Panasonic in der Bildqualität zahlreiche Video-DSLR-Kontrahenten mit Kit-Objektiv oder herkömmliche Prosumer HD-Camcorder mit fest verbauter Optik.

Inzwischen ist die Technik fortgeschritten. Zwei Jahre sind eine lange Zeit in der Electronic-Branche, in der rasende technische Fortschritte erzielt wurden. So zeigt Panasonic auf der NAB mit dem AJ-PX270 außerdem den ersten Handheld-Camcorder der AVC-ULTRA Codec-Familie mit microP2-Karten und Wireless-LAN-Verbindung. Bei diesem Modell wird allerdings wieder ein kleinerer 1/3-Typ-3MOS-Video-Sensor verbaut, der für einen schnellen TV-Reportage Einsatz genügt und bei dem der Filmlook mit seiner sehr speziellen Schärfentiefe nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Zusätzlich zum etablierten AVC-Intra100 Codec unterstützt der AJ-PX270 den AVC-LongG Codec für längere Aufzeichnungen und optional den AVC-Intra200 Codec für Aufnahmen in Master-Qualität. Damit bietet der Camcorder vielfältige Aufnahmemöglichkeiten. Der Handheld-Camcorder besitzt zwei integrierte microP2-Kartenslots für eine simultane Aufzeichnung, ein neuentwickeltes kompaktes Mehrzweck-Zoomobjektiv und Wireless-Optionen für einen effizienten Workflow.

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Luuv Steadycam aus dem 3D-Drucker.
Etwas ganz verrücktes zeigt ein Berliner Startup Unternehmen mit einem Prototypen aus dem 3D-Drucker. Es ist ein preiswertes Schwebestativs das mit Hilfe einer internationalen Crowdfunding-Kampagne hergestellt wurde. Dessen unglaubliche Tauglichkeitsprüfung wird in einem Video auf der Crowdfunding Plattform Indiegogo mit der kleinen GoPro Kamera demonstriert. Es dürfte aber auch für Besitzer anderer kleiner Camcorder oder leichter Modelle wie die semiprofessionelle Canon G-Serie bzw. zahlreicher kompakter, spiegelloser Systemkameras von Interesse sein.

LUUV - The first plug & play camera stabilizer for small Camcorder from LUUV on Vimeo.

Link: www.nabshow.com
Quellen: Hill+Knowlton Strategies | Blickpunkt:Film | filmecho | Golem | Panasonic

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