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CES - Consumer Electronic Show 2014 (UPDATE)

Neue Fernseher, Computer, und Camcorder zum Jahresanfang.



Hochauflösende und gewölbte Fernsehbildschirme mit Smart-TV auf Basis von WEB-OS kündigt LG Electronics zur CES in Las Vegas an, die vom 7. bis zum 10. Januar 2014 stattfindet. Bereits auf der Funkausstellung in Berlin hatte auch der koreanische Hersteller Samsung einen Curved-OLED-Bildschirm präsentiert. Doch bei 55" Zoll Bildschirmdiagonale war Schluss. Noch größere OLED-Bildschirme herzustellen, ist zurzeit noch nicht bezahlbar. Nur Sony präsentierte einen etwas größeren Bildschirm mit gewölbter Panoramaansicht. Doch es war kein OLED-TV, sondern das konkave Display wurde auf Basis herkömmlicher TFT-Technik realisiert.

Jetzt folgt LG mit einem konkav gebogenen Bildschirm von 105" Zoll, was tatsächlich mit 2,66 Meter Bilddiagonale einen Cinemascope-Effekt bei den Betrachtern hervorruft. Außerdem können gekrümmte Fernseher leichter in Raumecken platziert werden, ohne dass die größeren Flachbildschirme allzu störend wirken. Der im Cinemascope-Format 21:9 gehaltene LG 105UB9 erreicht eine Auflösung von 11 Megapixeln beziehungsweise 5.120 x 2.160 Bildpunkten, womit eine Ultra-HD-Wiedergabe in 4K möglich ist.

Mitbewerber nicht gewölbter 4K UHD-Fernseher haben bisher eine maximale Auflösung von 4.096 mal 2.160 Pixel bei 24 fps geboten. Um die neue HDMI 2.0 Verbindungsgeschwindigkeit mit mehr als 30 Bildern pro Sekunde voll ausnutzen zu können, konnte zudem meist nur eine Auflösung von 3.840 mal 2.160 Pixeln erreicht werden. Dennoch hat der neue Ultra-HD-Standard viermal so viele Pixel wie das gegenwärtig gängige Full-HD-TV mit nur 1.920 mal 1.080 Pixeln. In einem BAF-Beitrag vom 20. September 2013 hatten wir dazu eine Grafik präsentiert. Die Messezuschauer auf der IFA waren ebenfalls vollauf begeistert. Zudem lässt sich jetzt ein weiterer Preisrutsch bei UHD-TV erwarten.

Die Firma Polaroid sucht neue Geschäftsfelder und will in Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Empire Electronics nach der CES ein 50"-Zoll Gerät für unter 1000,- US $ verkaufen. Zur letzten IFA hatte die chinesische Firma Hisense bereits bei den größeren 65"-Zoll Geräten einen Preisrutsch eingeleitet.

Das 21:9-Bildschirmformat jetzt in Ultra-HD-Auflösung.
Allerdings störte uns bei den meisten anderen Herstellern der immer noch relativ hohe Preis und vor allem oben und unten verschenkte Pixel bei der Wiedergabe von Cinemascope Spielfilmen. Wie bei alten Röhrenfernsehern muss nämlich das Bild in diesem Fall mit schwarzen Balken versehen werden. Nur Standbilder aus Foto-Diashows im 3:2 Format (Kleinbild), 4:3-Format (Four-Thirds-Standard) oder 16:9-Format (HDTV) nutzten tatsächlich den Ultra-HD Bildschirm in der Höhe voll aus, denn native Sendungen im 16:9 Ultra-HD-Format wird es so schnell nicht geben. Spielfilme dagegen, die zumeist im Cinemascope-Breitbildformat auf Blu-ray vorliegen, können problemlos auf Ultra-HD im 21:9-Format hochskaliert werden, ohne an sichtbarer Qualität zu verlieren.

Die Firma Philips hatte schon vor einigen Jahren als Erster einen 21:9 Bildschirm mit maximal 2.073 Pixeln auf den Markt geworfen. Doch damals wurden noch viele Sendungen im Fernsehen nicht in HD ausgestrahlt. Das Aufblähen des Bildes auf das Super-Breitbild-Format brachte deshalb bei den Verbrauchern nicht den gewünschten Erfolg. Mit fünfmal so vielen Pixeln, nämlich 11.059 Pixeln kann der LG dagegen echte Kinoatmosphäre ins Wohnzimmer bringen. Darüber hinaus spart das breite, dafür oben und unten beschnittene Display, Herstellungskosten, da bei gleicher Bildschirmbreite weniger Material für das teure Display benötigt wird.

Außerdem können bei dieser hohen Bildschirmqualität des LG-Gerätes jetzt endlich Zusatzinformationen z.B. bei Nachrichtensendungen seitlich am Rand eingeblendet werden, ohne das das Original-Bild im 16:9-Format beschnitten oder verkleinert werden müsste. LG hat deshalb der fast gestrauchelten Firma HP die WebOS-Software abgekauft. Im Gegensatz zu Smart-TV-Anwendungen, die oft auf das träge Java setzen, ist die WEB-OS Programmiersprache in der Lage, gleichzeitig mehrere Smart-TV-Fenster zu öffnen und diese parallel nebeneinander anzuordnen. Gegenüber Windows oder MAC-OS ist dieses Betriebssystem recht schlank programmiert, sodass kein langer Bootvorgang das Einschalten des TV-Gerätes verzögert. Dank des hochauflösenden ultra-scharfen HD-Bildes können auch Schriften und Bilder gestochen scharf abgebildet werden.

Der WebOS-TV soll mit einem 2,2 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor laufen und 1,5 GByte Arbeitsspeicher haben. LG will damit erreichen, dass genügend Reserven für zukünftige Anwendungen vorhanden sind. Ursprünglich war WebOS von der Firma Palm für Smartphones aus Linux heraus entwickelt worden. Auch Googles Android sowie Googles ChromeOS sind Linux Derivate. Um einerseits Lizenzgebühren zu sparen, andererseits aber für Smart-TV-Anwendungen nicht umprogrammieren zu müssen, setzt LG Electronics lieber mit WebOS auf eine eigene Software-Entwicklung, die optimal für den TV-Bedarf zugeschnitten ist.

Dolby Laboratories präsentiert auf der CES „Dolby Vision“ (UPDATE).
Nachdem wir unseren Bericht zur International CES veröffentlicht hatten, flatterte sofort eine Pressemeldung von Dolby in unsere Mailbox. Nach "Dolby Atmos" für noch besseren Kino-Ton, folgt jetzt "Dolby Vision" für komprimierte und bessere Bildübertragung bei HDTV und vor allem bei Ultra-HDTV. Dolby besitzt bereits ein Patent für eine Stereo-3D-Projektion im Kino. Dort streiten sich verschiedene aktive und passive stereoskopische Systeme um die Gunst des Zuschauers. Nun soll ein weiteres Patent von den Dolby Laboratories bei Ultra-HDTV für zu Hause folgen. Dabei handelt sich nicht um besseren Ton, sondern um Bildverbesserungen bei der Signalübertragung, um Verluste bei der Übertragung zu minimieren.

Die neue Imaging-Technologie unterstützt Filmemacher und Fernsehhersteller dabei, Bilder in Sachen Helligkeit, Farbe und Kontrast noch naturgetreuer darstellen zu können. Möglich wird dies durch die verbesserte Qualität der Ultra HD- (UHD) und HD-Video-Signale für Over-The-Top (OTT) Online-Streaming-, Broadcast- und Gaming-Anwendungen. Hochwertig aufbereitete und farbkorrigierte Inhalte in "Dolby Vision" werden auf der CES auf den neuesten UHD- und HD-Fernsehern von Sharp und vom chinesischen Hersteller TCL Multimedia an den jeweiligen Ständen gezeigt. Beide kooperierenden Hersteller haben das System bereits lizensiert. Fernseher mit Dolby Vision-Technologie werden voraussichtlich noch in diesem Jahr im Einzelhandel erhältlich sein und wahrscheinlich auf der IFA im Spätsommer in Deutschland präsentiert.

Neue Tablets, neue Camcorder und schnellerer USB-Standard (UPDATE).
Was uns sonst noch auf der CES erwartet, haben wir bereits in den Updates ergänzt und werden ggf. weitere Highlights in einem extra Bericht nachliefern. Angekündigt sind neue kleine Tablet PC's mit 8" Zoll Bildschirmdiagonale. Bekannt und beliebt sind solche Mini-Tablets schon seit der Einführung des Google Nexus, während sich Apple gegen kleinen Tablets zuerst sträubte. Jetzt hat Microsoft das 8" Zoll-Format auch für Windows 8.1 Tablets freigegeben. Die Microsoft Surface Tablets waren mit 10.1" Zoll noch deutlich größer, schwerer und teurer. Asus, Dell, Lenovo, Nokia und Toshiba werden mit weiteren Modellen folgen.

Einige PC-Hersteller wollen anscheinend unter der Bezeichnung »PC Plus« Rechner präsentieren, auf denen Android-Apps und Windows 8.1 gleichzeitig laufen können. Die Rede ist von einer »Software-Emulation«. Neben ARM-Prozessoren für abgespeckte Produkte hat die Firma Intel für alle Plattformen, einschließlich Apple, entsprechende Prozessoren und Mainboards parat, sodass eine Portierung entsprechender Produkte inzwischen leichter geworden ist. Sogar bei Sony, die in letzter Zeit im Handy- und Tablet-Bereich ausschließlich auf Android gesetzt haben, gibt es Überlegungen auch zurück zur Windows-Phone Plattform zu kehren oder beides anzubieten. Microsoft hat Verhandlungen mit Sony bereits bestätigt. Das Angebot an Apps ist bei Windows in einigen Bereichen immer noch Mangelware. Vor allem bei den in Großstädten so beliebten Carsharing-Angeboten hat Windows das Nachsehen. Während die Apps bei Android überhand nehmen, gibt es weder für Smart Car2Go, noch für Mini und BMW DriveNow oder für Citroën MultiCity bzw. Flinkster, dem Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn, Windows Apps. Eine übergreifende Plattform könnte hier Abhilfe schaffen.

Sony präsentiert 4K-Handheld Camcorder.
Im Bereich der professionellen Camcorder lösen schnelle SSD-Medien, die langsam betagten Festplatten der externen file-basierten HD/SD Recorder als Speichermedien ab. Die meisten Kameras können über den SDI-Ausgang nämlich einen höheren Datenstrom ausgeben, während die interne Signalverarbeitung auf mindere Qualität begrenzt ist. Für Amateure und Semiprofis bieten dagegen einige Videokameras jetzt häufig gleich zwei Steckplätze für kleine Speicherkarten an, um noch während der Aufnahme die Medien ohne Unterbrechung wechseln zu können. Touchscreens erleichtern darüber hinaus die Menüführung bei immer komplexer werdenden Bedienungs-Philosophien. WiFi für schnellen Upload, GPS für Standortbestimmung, sind nur zwei Beispiele für neu hinzugekommene Wünsche der Verbraucher.

Bildquelle Sony


Bei den kleinen Handheld Camcordern führt Sony schon jetzt mit dem mit dem FDR-AX100E die 4K-Qualität zu einem Preis von nur rund 2.000 Euro ein. So macht die Anschaffung eines Ultra HD-TV-Gerätes bald durchaus Sinn. Mit 81 x 83,5 x 196,5 mm ist der neue 4K-Camcorder zwar etwas größer als vergleichbare Full-HD-Modelle, doch diese können keine Ultra HD-Auflösungen von 3.840 x 2.160 Pixeln erzielen. Das fest eingebaute 12fach-Zoomobjektiv verfügt im Vergleich zum üblichen Kleinbild-Format über eine Brennweite von 29 bis 348 mm. Wer will, kann statt mit der hohen Auflösung auch mit einer hohen Aufnahmefrequenz von 120 Bildern pro Sekunde mit 1.280 x 720 Pixeln filmen. Die Videokamera speichert die Daten parallel im AVCHD/XAVC S-Format oder als MP4-Videodatei.

Zudem präsentiert Sony einen Laser-Projektor für den Heimbereich, der 4K-Bilder mit einer Bildschirmdiagonale von fast 4m aus einer extrem kurzen Distanz an die Wand werfen kann. In einer Art äußerst flacher Wohnzimmerbank, die nur knapp 20cm vor der Leinwand flach auf dem Fußboden stehen kann, sind nicht nur der Beamer, sondern zugleich auch die Lautsprecher sowie ein Subwoofer untergebracht.

Außerdem werden auf der CES die Funktionen des neuen USB 3.1-Standards demonstriert. Dieser bietet mit 10 GBit/s eine Verdoppelung der USB-3.0-Geschwindigkeit und ermöglicht per Power Delivery das Laden von Geräten mit bis zu 100 Watt. Erste Produkte sollen Ende 2014 erhältlich sein.

Link: www.cesweb.org
Quellen: Golem | Computerworld | Game Star | Hill+Knowlton Strategies GmbH | Sony

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