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Emmys, Regie-, Schnitt- und Reklamefilmpreis 2013

Zweimal Gold für deutsches Fernsehen



In New York wurden am 25. November 2013 die International Emmys verliehen. Der Ableger der US-Emmys, des wichtigsten Fernsehpreises der Welt, ist auch unter nichtamerikanischen Produktionen sehr begehrt. Allerdings haben die International Emmys nicht annähernd den Glanz der Primetime Emmys, weshalb sie vom US-Publikum nicht übermäßig wahrgenommen werden. Allerdings hatten in diesem Jahr auch die Primetime Emmys deutlich an Aufmerksamkeit verloren. Sie werden stets Ende September in Hollywood vergeben und live im TV ausgestrahlt. Bezeichnend war, dass echte Fans lieber auf dem Kabelkanal AMC die vorletzte Folge von "Breaking Bad" verfolgten, als sich auf dem Konkurrenzsender CBS die Verleihung der Emmys 2013 anzusehen, wie wir am 1.10.2013 berichteten.

Dennoch können wir uns freuen, denn zumindest in Fachkreisen wird eine Emmy-Nominierung hoch bewertet. Der International Emmy gilt als weltweit führende Auszeichnung für exzellentes Fernsehen und die deutsch-österreichische Koproduktion "Das Wunder von Kärnten" wurde in New York als bester Fernsehfilm mit dem renommierten Emmy-Award ausgezeichnet. Hier der Trailer:



Die Koproduktion von ZDF und ORF, konnte sich dabei gegen starke Konkurrenz aus Uruguay, Japan und Großbritannien durchsetzen. Mit dem Emmy wurden der Produzent Sam Davis mit seiner Kölner Firma Rowboat und sein österreichischer Koproduzent Klaus Graf ausgezeichnet.

In "Das Wunder von Kärnten" erzählen Regisseur Andreas Prochaska und die Autoren Christoph Silber und Thorsten Wettcke einen authentischen Fall, der sich 1998 in Kärnten zugetragen hat: Einem Arzt gelingt unter dramatischen Umständen und mit unkonventionellen Methoden die Rettung eines kleinen Mädchens, das von anderen Medizinern bereits aufgegeben worden war. In der Hauptrolle ist Ken Duken zu sehen.

Zudem erhielt die RTL-Chefin Anke Schäferkordt den Emmy-Preis für ihre Verdienste um den Sender und das Privatfernsehen. Sie bekam die Auszeichnung aus den Händen von Boxer Wladimir Klitschko, der diese mit einem Kniefall überreichte.
"Von solch einer Ehre hätte ich nie zu träumen gewagt. Erst recht nicht davon, dass Wladimir Klitschko einmal für mich auf die Knie geht", sagte Schäferkordt.

Link: www.iemmys.tv

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Am Sonntagabend, den 24.11.2013, wurde im Rahmen der zum zweiten Mal in München stattgefundenen Moviecom 518 der Metropolis Regiepreis vom Bundesverband Regie verliehen. Der mit EUR 20.000 dotierte Ehrenpreis der VG Bild-Kunst wurde an Rainer Erler für sein Lebenswerk verliehen. Das Preisgeld der Regiepreise beträgt in der Regel dagegen nur 5.000 Euro.

Die Nominierten und die Gewinner des Deutschen Regiepreises METROPOLIS 2013 sind:

Beste Regie Kinofilm
“Das Wochenende” von Nina Grosse
“Fraktus” von Lars Jessen
“Heute bin ich blond” von Marc Rothemund
“Hannah Arendt” von Margarete von Trotta Winner

Beste Regie Kinder-/Jugendfilm
“Die Vampirschwestern” von Wolfgang Groos
“Die Abenteuer des Huck Finn” von Hermine Huntgeburth Winner
“Ostwind” von Katja von Garnier

Beste Regie Dokumentarfilm
“Vergiss mein nicht” von David Sieveking
“Drachenmädchen” von Inigo Westmeier Winner

Beste Regie Fernsehfilm
“Arnes Nachlass” von Thorsten Schmidt
“Lösegeld” von Stephan Wagner
“Mobbing” von Nicole Weegmann Winner
“Und alle haben geschwiegen” von Dror Zahavi

Beste Regie Fernsehserie
“Verbrechen: Der Igel” von Jobst Oetzmann
“Verbrechen: Fähner” von Hannu Salonen
“Zeit der Helden: Folge 3” von Kai Wessel Winner
“Soko Leipzig: Das Monster” von Patrick Winczewski

Beste Regie Nachwuchs
“Am Himmel der Tag” von Pola Beck
“Tore tanzt” von Katrin Gebbe
“Oh Boy” von Jan Ole Gerster Winner
“Freier Fall” von Stephan Lacant

Außerdem wurden geehrt:
Beste redaktionelle Leistung: Katharina Dufner (ZDF, für“Tore tanzt”)
Beste produzentische Leistung: Nina Maag (für “Das Wochenende”)
Beste Schauspielerin (AUDI Actors Award): Katja Riemann (für ihre darstellerische Leistung in “Das Wochenende”, Regie: Nina Grosse)
Bester Schauspieler (AUDI Actors Award): Julius Feldmeier (für seine darstellerische Leistung in “Tore tanzt”, Regie: Katrin Gebbe).

Links: www.mc518.de | www.deutscher-regiepreis.de | www.regieverband.de

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Schnittpreise bei Forum Filmplus in Köln verliehen.
In unserer Vorberichterstattung vom 21.11.2013 zum viertägigen Forum für Filmschnitt und Montagekunst in Köln, konnten wir bereits die Schnittmeisterin Juliane Lorenz benennen, die mit dem »Geißendörfer Ehrenpreis Schnitt« ausgezeichnet wurde.

Als Abschluss von Filmplus wurden am 25. November 2013 weitere Schnitt-Preise verliehen. Die Cutterin Veronika Jenet hat für ihre Arbeit an "Lore" (Regie: Cate Shortland) den mit 7500 Euro dotierten Schnittpreis Spielfilm gewonnen, dessen Stifter die Film- und Medienstiftung NRW ist. In der Sektion Dokumentarfilm hat Philip Scheffner für seine Montage des Films "Revision", den er selbst inszeniert hat, gewonnen. Der Preis ist ebenfalls mit 7500 Euro dotiert und wird von der VG Bild-Kunst gestellt. Der mit 2500 Euro ausgestattete Förderpreis Schnitt, gestiftet von MMC Movies Köln, ging an Pablo Ben-Yakov für seine Leistung als Cutter von "Good Soil" (Regie: Sebastian Lemke).

Zudem sprachen die Jurys beim Kurzfilmwettbewerb eine Lobende Erwähnung für Boris Seewald und dessen Montage von "Momentum" (Regie: Boris Seewald) aus.

Nikolaj Nikitin und Kyra Scheurer, künstlerische Leiter von Filmplus, ziehen ein positives Fazit ihrer Veranstaltung:
"Auch im 13. Jahr konnten wir beobachten, dass die Möglichkeit, sich intensiv mit einem zentralen Aspekt des Filmemachens auseinander zu setzen, auf sehr positive Resonanz stößt - die Publikumsbeiträge beim Themenschwerpunkt etwa fielen selten so lebhaft aus wie in diesem Jahr. Außerdem freut uns, dass der Aspekt des internationalen Austauschs noch einmal klar an Bedeutung gewinnen konnte: Neben den erstmals zu den Langfilmwettbewerben zugelassenen Editoren aus Österreich und ihren nach wie vor im Förderpreis vertretenen Kollegen aus der Schweiz waren auch Editoren aus den Niederlanden anreist und eine größere Delegation aus Belgien, unserem diesjährigen Gastland. Den weitesten Weg aber hatte die Oscar-nominierte Editorin Veronika Jenet, die aus Australien angereist war und sich für ihre Arbeit an 'Lore' schließlich sogar über den diesjährigen Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm freuen durfte."

Die nächste Ausgabe von Filmplus findet vom 28. November bis 1. Dezember 2014 statt.
Link: www.filmplus.de

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Kurz nach Mitternacht erhielten wir auch noch das Ergebnis des Reklamefilmpreises aus Frankfurt. Bei der feierlichen Verleihung des Reklamefilmpreises wurden gestern Abend die kreativsten Werbefilmer vor rund 750 Gästen geehrt. Namhafte Vertreter der Werbe(film)branche, der Politik sowie Filmschaffende und Kreative, kamen zur feierlichen Preisverleihung. Insgesamt waren 133 verschiedene Filme ins Rennen um die 15 Auszeichnungen gegangen, mit denen besondere künstlerische Leistungen bei der Produktion von Werbefilmen gewürdigt wurden.

Zum Besten Reklamefilm kürten die Juroren den smart-Spot "Offroad". Hier der Clip:



In der Disziplin Internationaler Werbefilm punktete "Sensations" (für Mercedes-Benz) bei den Juroren. Der von ARRI Commercial mit einem Dienstleistungpaket im Wert von 5.000 Euro dotierte Preis für den besten Hochschul Reklamefilm ging an Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg.

Link: www.reklamefilmpreis.de

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"BLICKE", das Filmfestival des Ruhrgebiets fand vom 21.-24. November 2013 in der Universitätsstadt Bochum statt, obwohl die Filmstudenten ihren Sitz in der knapp 30 Minuten entfernten FH-Dortmund haben, wo auch ich einst unter Regisseur und Prof. Adolf Winkelmann ("Jede Menge Kohle") Film studiert habe.

Den Medienkunst Filmpreis Ruhr bekam der Dokumentarfilmer Horst Herz für seinen Kurzfilm: "Southstation-Sunville". Es ist die Geschichte eines stillgelegten Bahnhofes im Herzen von Dortmund. Brachland pur.

Gleich zwei Preise konnte der Dokumentarfilm von Daniel Huhn abräumen: »Den Schmelztiegel« - und den »Publikumspreis«. Der Dokumentarfilm "Weltklasse Kreisklasse" , eine Koproduktion mit der Filmwerkstatt Münster, begleitet das Auf und Ab einer türkisch-deutschen Fußballmannschaft über eine Saison - trainieren, verlieren, gewinnen. Fußball eben. Genclikspor Recklinghausen lebt. Auf und jenseits des grünen Rasens. Eine Saison Vereinsleben.

Link: www.blicke.org

Quellen: Die Zeit | Blickpunkt:Film | filmecho | Regieverband | Filmwerkstatt Münster

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