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43. FILMFEST MÜNCHEN 2026

Das 43. FILMFEST MÜNCHEN präsentiert vom 26. Juni - 5. Juli 2026 insgesamt 130 Filmpremieren aus 56 Ländern und zahlreiche spannende retrospektive Blicke auf die Filmgeschichte.



In den internationalen Wettbewerben des größten Sommerfilmfestivals Deutschlands komplettieren nun auch letzte Cannes-Titel das Line-Up, darunter Pedro Almodóvars "Bitteres Fest", Ira Sachs mit "The Man I Love" sowie die zwei deutschen Gewinner-Filme "Das geträumte Abenteuer" und "Everytime". Das Filmfest beschließt "See You When I See You" von Jay Duplass in internationaler Premiere, bei der Schauspielikone David Duchovny mit einem CineMerit Award ausgezeichnet wird.

Das vom 26. Juni - 5. Juli 2026 stattfindende FILMFEST MÜNCHEN versteht sich als Entdeckerfestival, das dem Publikum neue Einblicke, unentdeckte Filmperlen und großes Kino bietet. Zudem sind Internationale Stars wie Pedro Almodóvar, Ira Sachs, Sandra Hüller, Haley Bennett, Toni Servillo und David Duchovny in ihrem Variantenreichtum auf der Leinwand und live vor Ort in München zu erleben.

Die 130 abendfüllenden Spiel- und Dokumentarpremieren sowie Fernsehserien bilden thematisch wie ästhetisch die ganze Bandbreite des Kinos ab. Alle Filme werden erstmalig in Deutschland gezeigt. 45 Produktionen feiern in München ihre Weltpremiere, elf ihre internationale Premiere und acht ihre Europapremiere. 17 weitere Filme finden ihren direkten Weg von Cannes an die Isar.

In 12 Spielstätten sind die Werke zu sehen, die in den Wettbewerben CineCoPro, CineMasters, CineVision, CineRebels und CineKindl sowie in den deutschen Reihen Neues Deutsches Kino und Neues Deutsches Fernsehen konkurrieren. Zusätzlich werden in den Reihen Spotlight und International Independents 43 weitere Filme gezeigt.

Die 130 abendfüllenden Spiel- und Dokumentarpremieren sowie Fernsehserien bilden thematisch wie ästhetisch die ganze Bandbreite des Kinos ab. Alle Filme werden erstmalig in Deutschland gezeigt. 45 Produktionen feiern in München ihre Weltpremiere, elf ihre internationale Premiere und acht ihre Europapremiere. 17 weitere Filme finden ihren direkten Weg von Cannes an die Isar.

"Wir lieben die Mischung aus ganz unabhängigem Kino und großem Unterhaltungskino für Kopf und Bauch. Hoffentlich begeistert diese Auswahl das Publikum genauso wie das Programmteam des Filmfest München - das Line-Up bietet Kino für jeden Geschmack, und das Filmfest Kino für alle", sagt das künstlerische Leitungsduo Christoph Gröner und Julia Weigl.

Als Plattform Nr. 1 des deutschen Filmschaffens präsentiert das FILMFEST MÜNCHEN neue Regiestimmen wie Pauline Roenneberg, Nicolas Ehret und das Regie-Duo Ella Cieslinski und Nina Wesemann. Außerdem nationale Stars vor der Kamera wie Katharina Thalbach, Charly Hübner, Lina Beckmann, Mala Emde, Louis Hofmann, Corinna Harfouch, Maren Kroymann, Sabrina Setlur, Lea Urzendowsky und August Diehl - um nur einige zu nennen.

Gegenwartsdiskussionen im Spiegel der Vergangenheit

Zahlreiche Produktionen stellen Fragen nach den Spuren der Vergangenheit im Hier und Heute - allen voran "Vaterland" vom polnischen Regisseur Paweł Pawlikowski, der diesjährige Eröffnungsfilm des Festivals, der in Cannes als beste Regieleistung ausgezeichnet wurde und sein Publikum mitnimmt auf eine Reise durch West- und Ostdeutschland nach dem 2. Weltkrieg, durch die Augen der Familie Mann.

Hier der Trailer:



Synopsis:
Erika (Sandra Hüller) Erika reist mit ihrem Vater Thomas Mann (Hanns Zischler) ins Nachkriegsdeutschland, wo ihn Ost wie West als geistige Symbolfigur für sich beanspruchen wollen. Paweł Pawlikowski zeichnet ihn als Verkörperung eines bürgerlichen Geistes, in dem Größe und Disziplin bedeutsamer erscheinen als Nähe und Empathie.

Tatsächlich hat sich die Geschichte so jedoch nie zugetragen, denn der Literaturnobelpreisträger unternahm die Reise aus dem amerikanischen Exil gemeinsam mit seiner Ehefrau Katia Mann. Erika hingegen blieb der Fahrt aus Skepsis fern, und ihr Bruder Klaus (August Diehl), der im Prolog des Films mit seiner Schwester telefoniert, einsam und voller Bitterkeit auf die Welt und die Zeiten blickt, war bereits tot, als der Vater in die einstige Heimat zurückkehrte, schreibt Kino-Zeit nach der Cannes Premiere.

Regisseur Paweł Pawlikowski, der das Drehbuch gemeinsam mit Hendrik Handloegten geschrieben hat, interessiert sich auch aus dramaturgischen Gründen in seinem Spielfilm - im Gegensatz zur Wahrheitstreue einer Doku - weniger für historische Exaktheit als für seelische Zustände und die politischen Verwerfungen eines Landes, das nach dem Nationalsozialismus erst allmählich wieder Gestalt annimmt.


Mit "The Mad Dog of Europe" (Regie Rubika Shah) ist eine weitere besondere Entdeckung zur deutschen Geschichte zu erleben: Einst führten ökonomische Interessen und politischer Druck dazu, dass das 1932 verfasste Drehbuch über das tragische Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie während Hitlers Aufstieg im Giftschrank verschwand. Der Dokumentarfilm über historische (Selbst-)Zensur und blauäugigen Opportunismus ist in internationaler Premiere zu sehen.

Viele weitere Filme nehmen in den Fokus, wie Erinnerungen, Umbrüche und Erfahrungen die Gegenwart prägen. "Bruno - der junge Kreisky" (Regie Harald Siecheritz) ergründet die biografischen Wurzeln des Mannes, der später die österreichische Politik nachhaltig prägen sollte. Ein charmantes Period Piece wie "Virginia Woolf's Night & Day" (Regie Tina Gharavi) mit Haley Bennett und Elyas M'Barek nähert sich einer anderen Zeit - und stellt doch heute brennende Fragen nach Gleichberechtigung, gesellschaftlichen Erwartungen und individueller Freiheit. Und auch die Bestselleradaption "H wie Habicht" (Regie Philippa Lowthrope) mit Claire Foy in der Hauptrolle fragt nach biografischen Brüchen und langsamer Befreiung.

Festival der Entdeckungen

Das FILMFEST MÜNCHEN eröffnet mit seinem Programm außergewöhnliche Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten und Filmkulturen aus aller Welt. Produktionen aus Singapur, Angola, Kasachstan, Saudi-Arabien und Brasilien stehen exemplarisch für die internationale Ausrichtung des Festivals und unterstreichen seinen Anspruch als Plattform für künstlerische Entdeckungen und kulturellen Austausch. Die Filme erzählen lokale Geschichten mit universeller Relevanz und eröffnen Perspektiven, die im internationalen Festivalgeschehen noch immer zu selten sichtbar sind. Mit Werken wie "Ah Girl", "Meu semba", "Sicko", "Hijra" und der brasilianischen Weltpremiere "Pitico - Hermes Ayres Azevedo (1881-1959) - Historiador da Província" lädt das FILMFEST MÜNCHEN dazu ein, filmische Handschriften jenseits etablierter Produktionszentren kennenzulernen.

Amerikanisches Independent Kino im Fokus

Mit einer ungewöhnlich starken Auswahl setzt das Festival seine lange Tradition als Heimat des US-amerikanischen Independent-Kinos fort und präsentiert sechs internationale Premieren, die eindrucksvoll zeigen, warum diese Produktionsform weiterhin zu den wichtigsten Impulsgebern des zeitgenössischen Films zählt. Dazu zählen der Horrorfilm "Ugly Cry" von Emily Robinson, die köstlich-schwarze Komödie "Chili Finger" von Edd Benda und Stephen Helstad, die Tragikomödie "Hot Water" von Ramzi Bashour, das energiegeladene Künstlerporträt "Downbeat" von Danny Madden und "Their Town" von Katie Aselton, ein leiser und einfühlsamer Film über die Freundschaft zweier Jugendlicher.

Zudem präsentiert das FILMFEST MÜNCHEN den neuen mitreißenden Film von Indie-Ikone Jay Duplass: "See You When I See You" wird die diesjährige Festivalausgabe beschließen. Zum Hauptcast gehört kein Geringerer als Schauspieler David Duchovny, den das Festival mit einem CineMerit für seine Verdienste um die Filmkunst ehrt.

CineCoPro Wettbewerb komplett

Zwölf Produktionen konkurrieren in der diesjährigen Ausgabe um den mit 100.000 Euro dotierten CineCoPro Award. Neben dem schonungslosen Drama "Hercules Falling" von Christian Bonke und dem intimen Dokumentarfilm über die Musiksensation "Noga" (Regie Jono und Benji Bergmann) ist unter anderen mit "Titanic Ocean" von Konstantina Kozamani ein mythisches Coming-of-Age-Drama zu erleben. Alle weiteren CineCoPro Titel finden Sie hier.

17 Titel aus Cannes - Vom Experiment bis zum großen Autorenkino

In seiner 43. Ausgabe präsentiert das FILMFEST MÜNCHEN insgesamt 17 Produktionen frisch aus Cannes. Mit "Everytime" von Sandra Wollner (Sieger der Sektion Un Certain Regard) und "Das geträumte Abenteuer" von Valeska Grisebach (Preis der Jury des Hauptwettbewerbs) zeigt das Festival erfolgreiche Beiträge deutscher Filmschaffender. Ebenfalls preisgekrönt sind die beiden Hauptdarstellerinnen von "All of a Sudden" (Regie Ryûsuke Hamaguchi), die die Geschichte um eine Freundschaft zwischen Krankheit und Kapitalismus erzählen. "Teenage Sex and Death at Camp Miasma" (Regie Jane Schoenbrun) mit Gillian Anderson und Hannah Einbinder und "Gentle Monster" von Marie Kreutzer präsentieren sich dem Münchner Publikum ebenso wie "The Man I Love" von Ira Sachs, der zu den prägenden Stimmen des unabhängigen Kinos gehört und die Deutschlandpremiere seines Films persönlich begleiten wird. Alle weiteren Cannes-Titel gibt es gesammelt hier.

FILMFEST MÜNCHEN - Publikumsfestival und Branchentreff

Das FILMFEST MÜNCHEN lädt Filmfans dazu ein, im wunderbaren Münchner Sommer die Vielseitigkeit von Film zu feiern. Auch in diesem Jahr geben Größen der internationalen Filmwelt in Gesprächen Einblicke in ihr Schaffen und stellen ihre neuesten Projekte vor, die auf dem Festival zu sehen sind. Die 16 kostenlosen FilmTalks finden im Festivalzentrum im Kunstareal statt.

Das Branchenpublikum findet bei den Industry Days in mehr als 70 Veranstaltungen, im Industry Beergarden und bei zahlreichen Empfängen Gelegenheit zur Diskussion und Vernetzung. In diesem Jahr beginnt das Programm am Warm-Up Day mit der von der Produktionsallianz veranstalteten Creators Conference. Es folgen Formate u.a. mit der Deutschen Filmakademie und der Queer Media Society, die den QMS Award verleihen wird. Zum ersten Mal findet die Initiative First Cut+ 2026 in München statt, bei der am 1. Juli 2026 dank der Unterstützung von Walker+Worm Film eines der teilnehmenden Projekte mit dem mit 2.000 EUR dotierten Walker+Worm First Cut+ Award ausgezeichnet wird.

Im Herzen der Industry Days steht die CineCoPro Conference vom 30. Juni - 2. Juli 2026, bevor das Programm in der Verleihung der Förderpreise Neues Deutsches Kino am Freitag gipfelt. Jeder Tag setzt eigene Schwerpunkte: In Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern, Institutionen und Verbänden entsteht ein vielschichtiges Programm mit klaren und innovativen Impulsen für die Branche.

FILMFEST MÜNCHEN und seine Kooperationen

Ein fester Bestandteil des FILMFEST MÜNCHEN sind die teils langjährigen Kooperationen mit unzähligen Institutionen lokal und in ganz Deutschland. Detaillierte Informationen zu den Kooperationen und kuratierten filmischen Programmen finden Sie hier.

Drei Filme für den FRITZ GERLICH PREIS 2026 nominiert

Im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN wird am 1. Juli 2026 der FRITZ GERLICH PREIS verliehen. Die Auszeichnung würdigt Filme, die sich in herausragender Weise mit Missständen, Unterdrückung und Machtmissbrauch auseinandersetzen – im Geiste des Publizisten Fritz Gerlich, der 1934 im Widerstand gegen die Nationalsozialisten ermordet wurde.

"DREI KAMERADINNEN" (Deutschland | Weltpremiere)
Regie: Milena Aboyan
Sektion: Neues Deutsches Kino

Synopsis:
Die besten Freundinnen Hani, Kasih und Saya treffen sich in ihrer alten Heimatstadt, als ein Brandanschlag auf ein Wohnhaus verübt und Saya verdächtigt wird. Ist sie eine Linksradikale? Eine Islamistin? Kasih berichtet daraufhin einer Reporterin, wie die drei werden konnten, wer sie heute sind. Ein Gewirr aus Erinnerungen und Widersprüchen entspinnt sich. Weitere Infos hier.

"HIJRA" (Saudi-Arabien, Irak, Ägypten, Großbritannien)
Regie: Shahad Ameen
Sektion: International Independents

Hier der Trailer:



Synopsis:
Der Film folgt einer Großmutter und ihrer jungen Enkelin. Auf dem Weg nach Mekka verschwindet die älteste Schwester. Daraufhin begeben sich die beiden Frauen auf eine dringliche Suche in den Norden Saudi-Arabiens. Dabei bewältigen sie nicht nur eine physische Reise durch die Wüste, sondern setzen sich auch mit tiefen kulturellen Bindungen und Familiengeheimnissen auseinander. Weitere Infos hier.

"LOST LAND" (Japan, Frankreich, Malaysien, Deutschland)
Regie: Akio Fujimoto
Reihe: Spotlight

Hier der Trailer:



Synopsis:
Nachdem der vierjährige Shafi und seine neunjährige Schwester Somira in einem Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch gelebt haben, begeben sie sich auf eine gefährliche Reise nach Malaysia, in der Hoffnung, ihre zerstreute Familie wiederzusehen. Sie verbringen scheinbar endlose Tage auf einem überfüllten Schmugglerboot, bis sie aufgrund eines Zwischenfalls auf See allein — und verloren — in Thailand zurückbleiben. Aber die Freundlichkeit der Menschen, denen sie unterwegs begegnen, und ihr eigener unbeugsamer Geist zeigen ihnen, dass sie niemals allein auf der Welt sind, egal wie weit sie von zu Hause entfernt sind. Weitere Infos zum Film hier.

Alle aktuellen Informationen zum FILMFEST MÜNCHEN mit dem kompletten Program sind seit dem 17. Mai 2026 online.

Link: www.filmfest-muenchen.de