Skip to content

Ehrung für Wim Wenders beim Deutschen Filmpreis

Wim Wenders wird bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises am 29. Mai 2026 in Berlin mit dem Ehrenpreis für seine herausragenden Verdienste um den Deutschen Film ausgezeichnet.



Gallenberger, Präsident der Deutschen Filmakademie und Vorsitzender der Ehrenpreis-Jury, begründet die Wahl wie folgt:

"Wim Wenders ist als Filmemacher absolut einzigartig und seit über fünf Jahrzehnten eine Ikone des Weltkinos. In dieser Zeit hat er deutsche Filme, europäische Filme und amerikanische Filme gemacht, und zuletzt sogar einen Japanischen.

Er hat Spielfilme gemacht, genauso wie Dokumentarfilme, er hat die großartigsten Soundtracks aller Zeiten entstehen lassen, so gut wie jedes Festival gewonnen und mit den größten Stars vor und hinter der Kamera gearbeitet. Aber vor allem hat er Millionen von Menschen auf die wunderbarste Art und Weise bereichert, die es gibt, indem er uns immer wieder zeigt, dass es die wahren Geheimnisse des Lebens erst jenseits der Fassade der profanen Realität zu entdecken gilt.

Er hat uns mit seinen Filmen einen Blick auf die Welt, auf die Menschen und auf die Kunst geschenkt, der seinesgleichen nicht hat und der ohne jeglichen Kitsch doch Hoffnung gibt, weil es ihm immer wieder gelingt, den unerklärlichen Zauber und die fragile Schönheit des Lebens für einen Moment einzufangen und so für seine Zuschauer erlebbar zu machen. Das gilt für seine Filme, für seine Fotografie, seine Bücher und irgendwie auch für ihn selbst als Mensch."


Rund zwei Monate vor der Preisverleihung wurde die Liste der Nominierten am gestrigen 31. März 2026 veröffentlicht.

Unter den Favoriten für den besten Spielfilm konkurrieren insgesamt sechs Werke, wobei das Drama "In die Sonne schauen" von Cannes Jurypreis-Gewinnerin Mascha Schilinski mit 11 Nominierungen an erster Stelle steht. Gefolgt von İlker Çataks Politdrama "Gelbe Briefe" mit neun Nominierungen, der immerhin auf der Berlinale im Wettbewerb mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde.

Jeweils sieben Nominierungen haben die Buchverfilmung "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Simon Verhoeven und das Drama "Das Verschwinden des Josef Mengele" von Kirill Serebrennikow.

Auch Fatih Akins Drama "Amrum" sowie die Literaturverfilmung "22 Bahnen" von Mia Maariel Meyer buhlen um die Auszeichnung als bester Spielfilm.

Die Ergebnisse der insgesamt 17 Preiskategorien sind mit Poster hier auf der Seite des Deutschen Filmpreises übersichtlich dargestellt.


Die Lola in der Kategorie »Besucherstärkster Film« steht bereits fest und geht an Regisseur und Produzent Michael Bully Herbig (herbX film) für den Film "Das Kanu des Manitu". Die Komödie hat über 5 Millionen Besucher:innen ins Kino gelockt.

Zudem gehen von den insgesamt 41 Nominierungen diesmal 10 MBB-geförderte Filme ins Rennen um den Deutschen Filmpreis, wie das Medienboard Berlin-Brandenburg nachfolgend stolz auflistet.



BESTER SPIELFILM

22 BAHNEN
Produktion: Anna-Malike Eigl, Thomas Wöbke, Philipp Trauer ∙ BerghausWoebke Filmproduktion
Regie: Mia Maariel Meyer · Drehbuch: Elena Hell

ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE
Produktion: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade ∙ Komplizen Film
Regie & Drehbuch: Simon Verhoeven

AMRUM
Produktion: Fatih Akin, Herman Weigel ∙ bombero international
Regie: Fatih Akin · Drehbuch: Hark Bohm, Fatih Akin

DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Produktion: Felix von Boehm ∙ Lupa Film
Regie & Drehbuch: Kirill Serebrennikov

GELBE BRIEFE

Produktion: Ingo Fliess ∙ if... Productions Film
Regie: İlker Çatak · Drehbuch: İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak, Enis Köstepen

IN DIE SONNE SCHAUEN

­Produktion: Studio Zentral. Koproduzent: ZDF / Kleines Fernsehspiel.
Regie: Mascha Schilinski · Drehbuch: Mascha Schilinski, Louise Peter
(Gefördert wurde dieses Projekt nicht vom Medienboard, sondern vom BKM, DFFF und der Mitteldeutschen Medienförderung.)


BESTER DOKUMENTARFILM

IM PRINZIP FAMILIE
Produktion: Britta Strampe, Laura Klippel, Daniel Abma ∙ Bandenfilm
Regie: Daniel Abma

­
BESTE REGIE

Simon Verhoeven· ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

İlker Çatak · GELBE BRIEFE

­
BESTES DREHBUCH

Simon Verhoeven · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak, Enis Köstepen · GELBE BRIEFE

­
BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Luna Wedler · 22 BAHNEN

Senta Berger · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

Özgü Namal · GELBE BRIEFE

­
BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Bruno Alexander · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

August Diehl · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Tansu Biçer · GELBE BRIEFE

­
BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Laura Tonke· 22 BAHNEN

­
BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Jannis Niewöhner · 22 BAHNEN

Michael Wittenborn · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

Peter Kurth · DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE

Thorsten Merten · DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE

­
BESTER SCHNITT

Gesa Jäger · GELBE BRIEFE

­
BESTE KAMERA / BILDGESTALTUNG

Karl Walter Lindenlaub · AMRUM

Vladislav Opelyants · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Judith Kaufmann · GELBE BRIEFE

­
BESTE TONGESTALTUNG

Eckhard Kuchenbecker, Dominik Schleier, Nico Krebs, Christoph Merkele, Hanse Warns · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

Joern Martens, Tobias Fleig, Corinna Fleig, Richard Borowski · AMRUM

David Almeida-Ribeiro, Olivier Touche, Olivier Goinard · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

­
BESTE FILMMUSIK

Dascha Dauenhauer · 22 BAHNEN

Stefan Götsch alias Hainbach · AMRUM

Lorenz Dangel · DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE

Marvin Miller · GELBE BRIEFE

­
BESTES SZENENBILD

Vladislav Ogay · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Zazie Knepper · GELBE BRIEFE

­
BESTES KOSTÜMBILD

Birgit Missal · AMRUM

Tatiana Dolmatovskaya · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

­
BESTES MASKENBILD

Maike Heinlein · AMRUM

Mariia Tutukina · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

­
BESTE VISUELLE EFFEKTE

Tomer Eshed, Dennis Rettkowski, Frank Kaminski · DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4

Michael Wortmann, Frank Schlegel · MOMO

Max Riess, Mona Mohr · WOODWALKERS 2


Links: www.deutscher-filmpreis.de | www.medienboard.de