Erster Berlinale Bär für Lebenswerk vergeben
Zur Eröffnung der 76. Berlinale wurde der Goldene Ehrenbär an Michelle Yeah vergeben. Leider erfolgte auch eine Absage mit deutlicher Kritik an der Jury um Wim Wenders. Mehr dazu am Ende der Huldigung.

Preisverleihung: Bericht von Regina Roland.
Charisma und Kampfkunst
Goldener Ehrenbär der Berlinale für Michelle Yeoh.
Sie hat diese Feinheit und Eleganz, die jede Bewegung adelt, sie ist präsent, diszipliniert und ein Actionstar: Michelle Yeoh, eine der großen Schauspielerinnen des asiatischen und internationalen Kinos.
In diesem Jahr wurde sie für ihr Lebenswerk auf der 76. Berlinale geehrt.
Michelle Yeohs Karriere währt inzwischen über 40 Jahre, sie hat in mehreren Kontinenten gespielt.
Schon in den 1980er Jahren zeigt die Schauspielerin in Filmen wie "YES MADAM" (1985) oder "ROYAL WARRIORS" (1986) ihre charismatische Ausstrahlung und stellt ihr außergewöhnliches Talent in Kampf-und Actionszenen unter Beweis.
Martial-Arts-Filme – Action a la Hongkong, verwegene Stunts, viele, viele Kampfszenen, gern in ästhetisierter Zeitlupe. In "GIRLS WITH GUNS" (später "IN THE LINE OF DUTY"), eine berühmte asiatische Filmreihe aus Honkong, spielt sie eine taffe Polizistin an der Seite von Cynthia Rothrock und kann sich noch einige Techniken von der erfahrenen Martial-Arts-Kämpferin abschauen.
Mit Jackie Chan ist sie in den frühen 90igern u a. in "POLICE STORY III" zu sehen. Sie avanciert zu einer der wenigen weiblichen Stars in Action- und Martial-Arts-Filmen und kann auch international Erfolge feiern.
Yeohs körperliche Präsenz, ihre Bewegungsfreudigkeit zeigt sich bereits in der Kindheit. 1963 geboren, wächst sie im malaysischen Ipoh auf, die Familie stammt von chinesischen Einwanderern ab, der Vater ist Politiker. Schon als 4-jährige erhält sie Ballettunterricht, trainiert in ihrer Jugend in vielen Sportarten. Mit 15 Jahren schicken sie die Eltern auf ein Internat in England, die Familie ist inzwischen nach London umgezogen. Später besucht sie die London Royal Academy of Dance, Hauptfach Ballett. Ein schwerer Sturz verhindert eine Ballettkarriere, sie schließt 1982 mit dem Bachelor in Creative Arts, im Nebenfach Schauspiel ab.
Und das Schauspiel zeichnet ihren Lebensweg – bis heute.
Ende der 1990er Jahre interessiert sich auch Hollywood für die Schauspielerin, der dynamische Kampfkunststil des Honkong-Action Kinos ist auch bei den Bondmachern angekommen.
In "JAMES BOND 007 – DER MORGEN STIRBT NIE" (1997) kämpft sie sich als chinesische Geheimagentin Wai Lin bravourös durch die Spionagestory.
Ein Höhepunkt in Yeohs Karriere ist der Film "TIGER AND DRAGON" (2000) von Ang Lee.
Hier der Trailer:
"TIGER AND DRAGON" ist ein Klassiker des Genres. Der Film schafft den Balanceakt zwischen ästhetisch inszeniertem Kampfkunstepos, tiefgründigem Drama und philosophischem Kunstwerk. Zwänge und Verzicht, Rache und Verantwortung "TIGER AND DRAGON" greift große Themen auf und demonstriert, dass dies auch im Rahmen von fantastischem Unterhaltungskino möglich ist, ohne die dramatischen Feinheiten zu erschlagen.
Der Film wird vielfach ausgezeichnet und mit 4 Oscars prämiert. Michelle Yeoh ist die einzige Hauptdarstellerin, die ihre Rolle auch in Ang Lees Fortsetzung "CROUCHING TIGER, HIDDEN DRAGON: SWORD OF DESTINY" (2016) wieder aufnimmt.
In Luc Bessons Biopic "THE LADY" (2011) spielt Michelle Yeoh die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, der langjährigen Hoffnungsträgerin der Demokratie in Birma. Aung San Suu Kyi stand insgesamt 15 Jahre wegen ihres politischen Engagements unter Hausarrest.
Yeoh zeigt in dieser Rolle eine andere Seite ihrer Schauspielkunst, zurückhaltend, fragil und gleichzeitig willensstark und entschlossen. "THE LADY" wurde 2012 mit dem internationalen Cinema-for- Peace- Award für Menschenrechte ausgezeichnet.
Hier der Trailer:
In den folgenden Jahren ist Michelle Yeoh sowohl in amerikanischen Filmen und westlichen Koproduktionen wie "DIE GEISHA", DIE MUMIE: DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS oder "DIE KINDER DER SEIDENSTRASSE" zu sehen, als auch in asiatischen Produktionen aus dem Action-, Martial-Arts- und Wuxia-Genre wie "FEARLESS", "REIGN OF ASSASINS", "MASTER Z: IP MAN LEGACY".
2022 die Krönung: in Daniel Kwans und Daniel Scheinerts furioser Fantasy Komödie "EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE". Die damals 60 jährige Michelle Yeoh beeindruckt durch ihre Leinwandpräsens und ihre atemberaubende Körperlichkeit, immer noch übernimmt Yeoh die meisten Stunts selbst. Ihre Rolle als rebellische, Kung Fu kämpfende Mutter, die sich durch zig Paralleluniversen kämpfen muss, meistert sie bravourös. Ein Film, der ihr auch die Möglichkeit bietet, aus den weiblichen Rollenklischees aussteigen, die sie im asiatischen und internationalen Kino oft zu bedienen hatte. Bei den Oscars avanciert die Science Fiction Farce zum erfolgreichsten Film des Jahres. Er wurde nochmals im Rahmen der Berlinale Eröffnung am Freitag, den 13. Februar 2026, im Zoo Palast gezeigt.
Hier der Trailer:
Für ihre Darstellung bekommt Michelle Yeoh 2023 den Oscar, als erste Darstellerin asiatischer Herkunft – ein wichtiger Schritt für die Anerkennung asiatischer Künstlerinnen im globalen Filmgeschäft.
Dies sei der Beweis dafür, dass große Träume wahr werden können sagte die Schauspielerin in ihrer Dankesrede und fügte hinzu:
Die filmische Reise der Ausnahmeschauspielerin geht 2026 weiter. In "MISS RUBIK'S CUBE" unter der Regie von Bai Xue verkörpert sie eine rebellische 70igjährige Frau, die in einem Pflegeheim lebt. Durch eine schicksalshafte Begegnung nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung. Nach 15 Jahren spielt Michelle Yeoh wieder in einem chinesischen Film.
Sie hat auch eine Hauptrolle in der Amazon Prime Serie "BLADE RUNNER 2099" übernommen, Executive Producer ist der bekannte Regisseur Ridley Scott.
Außerdem kann man die Schauspielerin bald in dem Actionthriller "THE SURGEON" unter der Regie von Roshan Sethi, bewundern.
Michelle Yeoh ist nicht zum ersten Mal auf der Berlinale. Als Mitglied der Internationalen Jury war sie bereits 1999 ein wichtiger Gast des Festivals Ein Jahr später präsentierte sie als Produzentin und Hauptdarstellerin ihren Film "THE TOUCH".
Die diesjährige Ehrung mit dem Goldenen Ehrenbären berührt die Schauspielerin:
Am 12. Februar 2026, dem Eröffnungsabend der diesjährigen Berlinale, wurde Michelle Yeoh für ihre herausragenden Leistungen im Film und ihren Einfluss auf das internationale Kino mit dem Golden Ehrenbären geehrt.
Regina Roland (filmkritik-regina-roland.de)
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Berlinale-Kamera an äthiopischen Regisseur
Der äthiopische Regisseur Haile Gerima wurde am Freitag, den 13. Februar 2026 mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet. Die Ehrung wurde in der Sektion Forum bei der Weltpremiere seines knapp neun Stunden langen Films "Black Lions - Roman Wolves" im Delphi Filmpalast überreicht.
Gerima setze sich im Film mit der Geschichte und Mythologie des italienischen Kolonialismus auseinander. Auch werde dem äthiopischen Widerstand gedacht.
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Indische Schriftstellerin kritisiert Berlinale Jury
Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat ihre Teilnahme an der Berlinale aus politischen Gründen abgesagt. Als Begründung nannte die 64-Jährige die aus ihrer Sicht "unerhörten Aussagen" von Mitgliedern der Jury, als sie aufgefordert worden seien, sich zum Gazakrieg zu äußern.
Jurypräsident Wim Wenders hatte erklärt, Filmschaffende müssten sich aus der Politik heraushalten, sie seien ein Gegengewicht zur Politik. Zu hören, dass Kunst nicht politisch sein solle, sei schockierend, teilte Roy daraufhin mit.
Ein offener Brief von Filmemachern zum Nahostkonflikt, den das Branchenblatt "Variety" Brief daraufhin veröffentlichte, in dem der Berlinale angebliche Zensurvorwürfe und eine mangelnde Positionierung im Gaza-Krieg vorgeworfen wurde, wies Berlinale-Chefin Tricia Tuttle entschieden zurück.
Link: www.berlinale.de

Preisverleihung: Bericht von Regina Roland.
Goldener Ehrenbär der Berlinale für Michelle Yeoh.
Sie hat diese Feinheit und Eleganz, die jede Bewegung adelt, sie ist präsent, diszipliniert und ein Actionstar: Michelle Yeoh, eine der großen Schauspielerinnen des asiatischen und internationalen Kinos.
In diesem Jahr wurde sie für ihr Lebenswerk auf der 76. Berlinale geehrt.
„Michelle Yeoh ist eine visionäre Künstlerin und Performerin, deren Werk Grenzen überschreitet ‒ ob geografisch, sprachlich oder filmisch“, begründet Festivaldirektorin Tricia Tuttle ihre Wahl.
„Ihre eindringliche Präsenz, ihre furchtlosen künstlerischen Entscheidungen und ihr unverwechselbarer Stil haben Generationen von Filmschaffenden und Fans auf der Berlinale und weltweit nachhaltig geprägt.“
Michelle Yeohs Karriere währt inzwischen über 40 Jahre, sie hat in mehreren Kontinenten gespielt.
Schon in den 1980er Jahren zeigt die Schauspielerin in Filmen wie "YES MADAM" (1985) oder "ROYAL WARRIORS" (1986) ihre charismatische Ausstrahlung und stellt ihr außergewöhnliches Talent in Kampf-und Actionszenen unter Beweis.
Martial-Arts-Filme – Action a la Hongkong, verwegene Stunts, viele, viele Kampfszenen, gern in ästhetisierter Zeitlupe. In "GIRLS WITH GUNS" (später "IN THE LINE OF DUTY"), eine berühmte asiatische Filmreihe aus Honkong, spielt sie eine taffe Polizistin an der Seite von Cynthia Rothrock und kann sich noch einige Techniken von der erfahrenen Martial-Arts-Kämpferin abschauen.
Mit Jackie Chan ist sie in den frühen 90igern u a. in "POLICE STORY III" zu sehen. Sie avanciert zu einer der wenigen weiblichen Stars in Action- und Martial-Arts-Filmen und kann auch international Erfolge feiern.
Yeohs körperliche Präsenz, ihre Bewegungsfreudigkeit zeigt sich bereits in der Kindheit. 1963 geboren, wächst sie im malaysischen Ipoh auf, die Familie stammt von chinesischen Einwanderern ab, der Vater ist Politiker. Schon als 4-jährige erhält sie Ballettunterricht, trainiert in ihrer Jugend in vielen Sportarten. Mit 15 Jahren schicken sie die Eltern auf ein Internat in England, die Familie ist inzwischen nach London umgezogen. Später besucht sie die London Royal Academy of Dance, Hauptfach Ballett. Ein schwerer Sturz verhindert eine Ballettkarriere, sie schließt 1982 mit dem Bachelor in Creative Arts, im Nebenfach Schauspiel ab.
Und das Schauspiel zeichnet ihren Lebensweg – bis heute.
Ende der 1990er Jahre interessiert sich auch Hollywood für die Schauspielerin, der dynamische Kampfkunststil des Honkong-Action Kinos ist auch bei den Bondmachern angekommen.
In "JAMES BOND 007 – DER MORGEN STIRBT NIE" (1997) kämpft sie sich als chinesische Geheimagentin Wai Lin bravourös durch die Spionagestory.
Ein Höhepunkt in Yeohs Karriere ist der Film "TIGER AND DRAGON" (2000) von Ang Lee.
Hier der Trailer:
Es ist Lees filmische Hommage an die chinesischen Kampfkunst-Fantasy-Epen, das Schwertkämpfer-Genre „Wuxia“. Michelle Yeoh spielt im Film Yu Shu Lien, eine kampferprobte Kriegerin, sie besticht durch ihre eleganten, fast surreal anmutenden Kampfszenen und durch ihr dramatisches Können.
"TIGER AND DRAGON" ist ein Klassiker des Genres. Der Film schafft den Balanceakt zwischen ästhetisch inszeniertem Kampfkunstepos, tiefgründigem Drama und philosophischem Kunstwerk. Zwänge und Verzicht, Rache und Verantwortung "TIGER AND DRAGON" greift große Themen auf und demonstriert, dass dies auch im Rahmen von fantastischem Unterhaltungskino möglich ist, ohne die dramatischen Feinheiten zu erschlagen.
Der Film wird vielfach ausgezeichnet und mit 4 Oscars prämiert. Michelle Yeoh ist die einzige Hauptdarstellerin, die ihre Rolle auch in Ang Lees Fortsetzung "CROUCHING TIGER, HIDDEN DRAGON: SWORD OF DESTINY" (2016) wieder aufnimmt.
In Luc Bessons Biopic "THE LADY" (2011) spielt Michelle Yeoh die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, der langjährigen Hoffnungsträgerin der Demokratie in Birma. Aung San Suu Kyi stand insgesamt 15 Jahre wegen ihres politischen Engagements unter Hausarrest.
Yeoh zeigt in dieser Rolle eine andere Seite ihrer Schauspielkunst, zurückhaltend, fragil und gleichzeitig willensstark und entschlossen. "THE LADY" wurde 2012 mit dem internationalen Cinema-for- Peace- Award für Menschenrechte ausgezeichnet.
Hier der Trailer:
In den folgenden Jahren ist Michelle Yeoh sowohl in amerikanischen Filmen und westlichen Koproduktionen wie "DIE GEISHA", DIE MUMIE: DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS oder "DIE KINDER DER SEIDENSTRASSE" zu sehen, als auch in asiatischen Produktionen aus dem Action-, Martial-Arts- und Wuxia-Genre wie "FEARLESS", "REIGN OF ASSASINS", "MASTER Z: IP MAN LEGACY".
2022 die Krönung: in Daniel Kwans und Daniel Scheinerts furioser Fantasy Komödie "EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE". Die damals 60 jährige Michelle Yeoh beeindruckt durch ihre Leinwandpräsens und ihre atemberaubende Körperlichkeit, immer noch übernimmt Yeoh die meisten Stunts selbst. Ihre Rolle als rebellische, Kung Fu kämpfende Mutter, die sich durch zig Paralleluniversen kämpfen muss, meistert sie bravourös. Ein Film, der ihr auch die Möglichkeit bietet, aus den weiblichen Rollenklischees aussteigen, die sie im asiatischen und internationalen Kino oft zu bedienen hatte. Bei den Oscars avanciert die Science Fiction Farce zum erfolgreichsten Film des Jahres. Er wurde nochmals im Rahmen der Berlinale Eröffnung am Freitag, den 13. Februar 2026, im Zoo Palast gezeigt.
Hier der Trailer:
Für ihre Darstellung bekommt Michelle Yeoh 2023 den Oscar, als erste Darstellerin asiatischer Herkunft – ein wichtiger Schritt für die Anerkennung asiatischer Künstlerinnen im globalen Filmgeschäft.
Dies sei der Beweis dafür, dass große Träume wahr werden können sagte die Schauspielerin in ihrer Dankesrede und fügte hinzu:
„Ladys, lassen sie sich niemals einreden, dass sie ihre besten Jahre hinter sich haben. Geben sie niemals auf!“
Die filmische Reise der Ausnahmeschauspielerin geht 2026 weiter. In "MISS RUBIK'S CUBE" unter der Regie von Bai Xue verkörpert sie eine rebellische 70igjährige Frau, die in einem Pflegeheim lebt. Durch eine schicksalshafte Begegnung nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung. Nach 15 Jahren spielt Michelle Yeoh wieder in einem chinesischen Film.
Sie hat auch eine Hauptrolle in der Amazon Prime Serie "BLADE RUNNER 2099" übernommen, Executive Producer ist der bekannte Regisseur Ridley Scott.
Außerdem kann man die Schauspielerin bald in dem Actionthriller "THE SURGEON" unter der Regie von Roshan Sethi, bewundern.
Michelle Yeoh ist nicht zum ersten Mal auf der Berlinale. Als Mitglied der Internationalen Jury war sie bereits 1999 ein wichtiger Gast des Festivals Ein Jahr später präsentierte sie als Produzentin und Hauptdarstellerin ihren Film "THE TOUCH".
Die diesjährige Ehrung mit dem Goldenen Ehrenbären berührt die Schauspielerin:
„Berlin hat immer einen besonderen Platz in meinem Herzen gehabt. Es war eines der ersten Festivals, das meine Arbeit mit solcher Wärme und Großzügigkeit aufgenommen hat. Nach all den Jahren zurückzukehren und meine Reise im Kino gewürdigt zu sehen, bedeutet mir sehr viel.“
Am 12. Februar 2026, dem Eröffnungsabend der diesjährigen Berlinale, wurde Michelle Yeoh für ihre herausragenden Leistungen im Film und ihren Einfluss auf das internationale Kino mit dem Golden Ehrenbären geehrt.
Regina Roland (filmkritik-regina-roland.de)
++++++++++++
Berlinale-Kamera an äthiopischen Regisseur
Der äthiopische Regisseur Haile Gerima wurde am Freitag, den 13. Februar 2026 mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet. Die Ehrung wurde in der Sektion Forum bei der Weltpremiere seines knapp neun Stunden langen Films "Black Lions - Roman Wolves" im Delphi Filmpalast überreicht.
Gerima setze sich im Film mit der Geschichte und Mythologie des italienischen Kolonialismus auseinander. Auch werde dem äthiopischen Widerstand gedacht.
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Indische Schriftstellerin kritisiert Berlinale Jury
Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat ihre Teilnahme an der Berlinale aus politischen Gründen abgesagt. Als Begründung nannte die 64-Jährige die aus ihrer Sicht "unerhörten Aussagen" von Mitgliedern der Jury, als sie aufgefordert worden seien, sich zum Gazakrieg zu äußern.
Jurypräsident Wim Wenders hatte erklärt, Filmschaffende müssten sich aus der Politik heraushalten, sie seien ein Gegengewicht zur Politik. Zu hören, dass Kunst nicht politisch sein solle, sei schockierend, teilte Roy daraufhin mit.
Ein offener Brief von Filmemachern zum Nahostkonflikt, den das Branchenblatt "Variety" Brief daraufhin veröffentlichte, in dem der Berlinale angebliche Zensurvorwürfe und eine mangelnde Positionierung im Gaza-Krieg vorgeworfen wurde, wies Berlinale-Chefin Tricia Tuttle entschieden zurück.
Es stimme nicht, dass sie Filmemacher "zum Schweigen gebracht" oder "eingeschüchtert" hätte, so Tuttle gegenüber dpa.
Link: www.berlinale.de