Preisverleihung beim 39. Braunschweig International Film Festival (BIFF)
Bei der Preisverleihung des 39. Braunschweig International Film Festival (BIFF) räumten am 16. November 2025 insbesondere zwei Filme ab.

Sichtlich sprachlos war Regisseur Georgi M. Unkovski, der seinen Debütfilm "DJ AHMET" (2025) als Deutschlandpremiere im Hauptwettbewerb des Festivals präsentierte und dafür am 16. November 2025 gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde. Ihm wurde der von Volkswagen Financial Services gespendete Jurypreis sowie »Der HEINRICH« Publikumspreis überreicht. Beide Preise sind mit je 10.000 € dotiert, wobei letzterer hälftig zwischen Regie und dem deutschen Verleih Neue Visionen Filmverleih aufgeteilt wird.
Hier der Trailer:
Ebenfalls doppelt abgeräumt hat der Film "LUISA" von Regisseurin Julia Roesler, die den Frauenfilmpreis »Die TILDA« überreicht bekam. Der Film war kürzlich bereits bei den Hofer Filmtagen zu sehen gewesen.
Stellvertretend für einen Zusammenschluss von 75 Stifterinnen betonte Cornelia Rohse-Paul in ihrer Rede: „Uns ist es ein wesentliches Ansinnen Menschen am Anfang ihrer Karriere in der Filmbranche zu unterstützen, denn ohne starke Netzwerke und starke Frauen um mich herum wäre auch ich als dreifache Mutter gar nicht in der Lage in der Filmbranche zu arbeiten.“.
Mit nach Hause nehmen konnte Regisseurin Julia Roesler auch den mit 5.000 Euro dotierten »Heimspiel Preis« der Braunschweiger Zeitung.
Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für "PROMISED SKY" (Regie: Erige Sehiri) aus, während der mit 2.500 € dotierte queere Filmpreis »ECHT« an den französischen Film "15 LIEBESBEWEISE" von Regisseurin Alice Douard ging. Am 24. November 2025 feiert dieser eine weitere Premiere im Rahmen der diesjährigen Französischen Filmwoche Berlin, wie wir gestern zur Vorstellung des Festivals schrieben. Eine lobende Erwähnung wurde von der Jury zudem für "QUIR" von Regisseur Nicola Bellucci ausgesprochen.
Der Nachhaltigkeitspreis Green Horizons Award ging an "THE BATTLE FOR LAIKIPIA" (Griechenland, Kenia, USA 2024) von Daphne Matziaraki und Peter Murimi.
Hier der Trailer:
Eine lobende Erwähnung ging zudem noch an "SPARSCHWEIN" (Österreich 2024) unter der Regie von Christoph Schwarz.
Über den mit 2.000 Euro dotierten Publikumspreis für den besten Kurzfilm »Die EDDA«, ermöglicht durch die Stiftung Braunschweiger Land, durfte sich Regisseurin und Drehbuchautorin Mansi Maheshwari (Großbritannien, Indien 2024) für ihren Kurzfilm "BUNNYHOOD" (Vereinigtes Königreich 2024) freuen.
Mehr als dankbar verlässt auch Nicolas Keitel das Festival: Der französische Regisseur gewann den deutsch-französischen Jugendpreis »KINEMA« für seinen nun ausgezeichneten Debüt-Film "THE GIRL WITHOUT A NAME" (Frankreich, Belgien 2025), der vom Land Niedersachsen, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, der Friedrich-Walz-Stiftung, dem Institut français Deutschland, der Académie de Normandie und Kinema e. V.“ ermöglicht wird.
Hier der Trailer:
Keitel freute sich nicht nur über den Preis, sondern betonte auch die familiäre und persönliche Atmosphäre des Braunschweig International Film Festival, womit er nicht allein war, denn viele Schauspieler*innen und Filmemacher*innen schätzen die sehr individuelle und persönliche Betreuung in der Löwenstadt.
Der mit 25.000 € dotierte Hauptpreis »Die EUROPA« - ein bereits im Vorfeld des Festivals bekanntgegebener Schauspielpreis - ging an Sandra Hüller, die mit gewichtigem Statement überraschte:
Jeweils 5.000 Euro spendet Sandra Hüller an die Vereine Frauen für Frauen Leipzig, das Ostpassagetheater Leipzig, Mosaik Leipzig, die Tafel Leipzig sowie den Bundesverband Psychosoziale Prozessbegleitung.
Link: www.filmfest-braunschweig.de

Sichtlich sprachlos war Regisseur Georgi M. Unkovski, der seinen Debütfilm "DJ AHMET" (2025) als Deutschlandpremiere im Hauptwettbewerb des Festivals präsentierte und dafür am 16. November 2025 gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde. Ihm wurde der von Volkswagen Financial Services gespendete Jurypreis sowie »Der HEINRICH« Publikumspreis überreicht. Beide Preise sind mit je 10.000 € dotiert, wobei letzterer hälftig zwischen Regie und dem deutschen Verleih Neue Visionen Filmverleih aufgeteilt wird.
Hier der Trailer:
Unkovski, der in Nordmazedonien aufwuchs, erzählt in dem Film vom 15-jährigen Ahmet, lebend in einem abgelegenen, nordmazedonischen Dorf, der davon träumt DJ zu werden. Der Druck seines konservativen Vaters und die Pflichten als Schafhirte belasten ihn... mit Charme, Witz und Wärme erzählt der Film leichtfüßig vom Erwachsenwerden.
„Die atemberaubende Filmkunst fängt die faszinierenden Landschaften des Schauplatzes ein und offenbart die Seele des Ortes ebenso lebendig wie die seiner Bewohner*innen. Die jungen Darsteller*innen strahlen Wärme und Authentizität aus und verleihen der Geschichte Humor und Rührung zugleich“, begründete die Jury des Volkswagen Financial Services Filmpreis die Entscheidung.
Ebenfalls doppelt abgeräumt hat der Film "LUISA" von Regisseurin Julia Roesler, die den Frauenfilmpreis »Die TILDA« überreicht bekam. Der Film war kürzlich bereits bei den Hofer Filmtagen zu sehen gewesen.
Stellvertretend für einen Zusammenschluss von 75 Stifterinnen betonte Cornelia Rohse-Paul in ihrer Rede: „Uns ist es ein wesentliches Ansinnen Menschen am Anfang ihrer Karriere in der Filmbranche zu unterstützen, denn ohne starke Netzwerke und starke Frauen um mich herum wäre auch ich als dreifache Mutter gar nicht in der Lage in der Filmbranche zu arbeiten.“.
Mit nach Hause nehmen konnte Regisseurin Julia Roesler auch den mit 5.000 Euro dotierten »Heimspiel Preis« der Braunschweiger Zeitung.
Dazu Jury-Mitglied Ann-Claire Richter: „Dieser Film geht unter die Haut. Sorgfältig recherchiert, großartig gespielt, anrührend umgesetzt. Der Film lässt einen mit vielen offenen Fragen zurück – und muss deshalb unbedingt im Kopf weiter gedacht werden.“
Synopsis:
Die 24-jährige Luisa lebt in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung gemeinsam mit sieben Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Sie arbeitet in einer Wäscherei. Unerwartet wird festgestellt, dass Luisa schwanger ist – ihr Freund Anton (Dennis Seidel) kann nicht der Vater sein, da er nicht zeugungsfähig ist. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe. Luisa schweigt dazu. Die folgenden Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für sie, ihren Freund Anton und das gesamte Personal der Wohneinrichtung.
Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für "PROMISED SKY" (Regie: Erige Sehiri) aus, während der mit 2.500 € dotierte queere Filmpreis »ECHT« an den französischen Film "15 LIEBESBEWEISE" von Regisseurin Alice Douard ging. Am 24. November 2025 feiert dieser eine weitere Premiere im Rahmen der diesjährigen Französischen Filmwoche Berlin, wie wir gestern zur Vorstellung des Festivals schrieben. Eine lobende Erwähnung wurde von der Jury zudem für "QUIR" von Regisseur Nicola Bellucci ausgesprochen.
Der Nachhaltigkeitspreis Green Horizons Award ging an "THE BATTLE FOR LAIKIPIA" (Griechenland, Kenia, USA 2024) von Daphne Matziaraki und Peter Murimi.
Hier der Trailer:
Der Film erzählt auf Augenhöhe die Auswirkungen der Wasserkrise historischen Ausmaßes in Kenia, die die Wunden der Kolonialzeit aufreißt und das Land vor außerordentliche Herausforderungen stellt. „Der Film bezieht seine Spannung aus dem Ausbleiben des Regens und den immer dramatischeren Auswirkungen auf Natur und Menschen. Das Ganze auf eine emphatische und cineastische Weise, ohne zu kommentieren, im besten dokumentarischen Sinne“, so Jurymitglied Anna Katharina Hanusch (Stadt Braunschweig, Stadträtin für Umwelt, Stadtgrün und Hochbau).
Eine lobende Erwähnung ging zudem noch an "SPARSCHWEIN" (Österreich 2024) unter der Regie von Christoph Schwarz.
Über den mit 2.000 Euro dotierten Publikumspreis für den besten Kurzfilm »Die EDDA«, ermöglicht durch die Stiftung Braunschweiger Land, durfte sich Regisseurin und Drehbuchautorin Mansi Maheshwari (Großbritannien, Indien 2024) für ihren Kurzfilm "BUNNYHOOD" (Vereinigtes Königreich 2024) freuen.
Mehr als dankbar verlässt auch Nicolas Keitel das Festival: Der französische Regisseur gewann den deutsch-französischen Jugendpreis »KINEMA« für seinen nun ausgezeichneten Debüt-Film "THE GIRL WITHOUT A NAME" (Frankreich, Belgien 2025), der vom Land Niedersachsen, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, der Friedrich-Walz-Stiftung, dem Institut français Deutschland, der Académie de Normandie und Kinema e. V.“ ermöglicht wird.
Hier der Trailer:
Das Drehbuch erzählt die Geschichte einer jungen Frau aus zwei Zeitperioden: Marion wird zu "Louise" und findet sich gegen ihren Willen in ein Leben voller Lügen geworfen. 15 Jahre nachdem sie vom Elternhaus weggelaufen ist, gelingt es ihr, ihre jüngere Schwester aufzuspüren und sie zu treffen. Doch letztere erkennt Marion nicht. Spontan beschließt Marion, sich unter ihrem neuen Namen Louise vorzustellen...
Keitel freute sich nicht nur über den Preis, sondern betonte auch die familiäre und persönliche Atmosphäre des Braunschweig International Film Festival, womit er nicht allein war, denn viele Schauspieler*innen und Filmemacher*innen schätzen die sehr individuelle und persönliche Betreuung in der Löwenstadt.
Der mit 25.000 € dotierte Hauptpreis »Die EUROPA« - ein bereits im Vorfeld des Festivals bekanntgegebener Schauspielpreis - ging an Sandra Hüller, die mit gewichtigem Statement überraschte:
„Es ist eine Ehre, diese Auszeichnung entgegenzunehmen“, freute sich Hüller bei der Preisverleihung. Sie selbst fühle und verstehe sich als Europäerin, „nicht im Sinne eines Territoriums, sondern im Sinne einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt und beschützt“, weshalb sie für das Preisgeld selbst einen besonderen Verwendungszweck hat. „Ich persönlich bin momentan in der glücklichen Lage, gut auszukommen und deshalb habe ich entschieden, das Geld, das »Die EUROPA« mitbringt, unter fünf Organisationen und Vereinen aufzuteilen, die unermüdlich und zum großen Teil ohne staatliche Unterstützung oder Sponsoren dafür sorgen, dass an alle gedacht wird in dieser Gesellschaft, die sich sehr glücklich schätzen kann, dass es diese Menschen gibt“, erläuterte sie ihre Entscheidung.
Jeweils 5.000 Euro spendet Sandra Hüller an die Vereine Frauen für Frauen Leipzig, das Ostpassagetheater Leipzig, Mosaik Leipzig, die Tafel Leipzig sowie den Bundesverband Psychosoziale Prozessbegleitung.
Link: www.filmfest-braunschweig.de