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Oscar Shortlist mit den Auslands-Aspiranten wurde veröffentlicht

In der Oscarkategorie "Bester internationaler Film" / "Bester nicht-englischsprachiger Film" ist der deutsche Beitrag gescheitert.



Oscar-Gala an verschiedenen Orten

Die Oscar-Verleihung soll in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie an mehreren Orten stattfinden. "Um die Show zu schaffen, wird die Zeremonie live von mehreren Standorten übertragen." Die 93. Preisvergabe werde "eine Oscar-Verleihung wie keine andere sein, wobei öffentliche Gesundheit und Sicherheit Priorität haben", teilten die Veranstalter mit.


Die ursprünglich für den 28. Februar 2021 geplante Oscar-Verleihung war bereits auf den 25. April 2021 verschoben worden. Normalerweise findet die große Gala in Los Angeles statt.

Am 09. Februar 2021 wurde die Oscar-Shortlist der Kategorie "Bester internationaler Film" / "Bester nicht-englischsprachiger Film" in Hollywood veröffentlicht. Wegen der Zeitverschiebung konnte sie in Deutschland aber erst gestern bekannt gegeben werden.

Für den aus Deutschland eingereichten Film "Und morgen die ganze Welt" der Regisseurin Julia von Heinz wird es keine der begehrten Oscar-Auszeichnungen geben. Der deutsche Beitrag schied im Rennen um den sogenannten Auslands-Oscar bei der Vorauswahl aus.

Auch bei den bereits offiziell nominierten Filmen für die »Golden Globes« war der Film nicht dabei.

Besser sieht es für Max Lang mit seinem Trickfilm "The Snail and the Whale" aus. Der 1982 in Duisburg geborene Filmemacher, der an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert hat, darf sich in der Sparte „Animierter Kurzfilm“ Oscar-Hoffnungen machen.

„The Snail and the Whale“ basiert auf einer Vorlage der hierzulande spätestens mit dem „Grüffelo“ bekannt gewordenen britischen Kinderbuchautorin Julia Donaldson (dt. Titel: „Die Schnecke und der Buckelwal“). Der Animationsfilm wurde von der britischen Firma Magic Light Pictures mit produziert. Für Lang ist Oscar-Spannung nichts ganz Neues. Bereits zwei Mal ist er jeweils mit einer Donaldson-Adaption in die Endrunde gekommen: 2011 zusammen mit Jakob Schuhfür „Der Grüffelo“, 2014 mit Jan Lachauer für „Room on the Broom“. Bislang blieb es dann allerdings bei den durchaus ruhmreichen Nominierungen.

Ebenfalls einen Hürde weiter gekommen im Oscar-Rennen ist der deutsche Komponist Volker Bertelmann, besser bekannt unter dem Künstlernamen Hauschka. Er überstand die Vorauswahl und schaffte es mit einer gemeinsamen Komposition mit dem US-Musiker Dustin O’Halloran für das Liebesdrama „Ammonite“ auf eine Shortlist von fünfzehn Anwärtern. 2017 waren Bertelmann und O’Halloran bereits für den Soundtrack zu dem Film „Lion“ im Oscar-Rennen. Bei der Verleihung gingen sie damals aber leer aus.

Nach Mitteilung der Film-Akademie in Beverly Hills gelangten 15 von insgesamt 93 Ländern mit ihren Einsendungen in die nächste Runde, die Shortlist-Vorauswahl. Am 15. März 2021 wird verkündet, welche 5 Filme endgültig nominiert sind.

Unter den potenziellen Gewinnern sind auch zwei Produktionen mit Chadwick Boseman (✝43). Der im August 2020 verstorbene Schauspieler erhielt posthum bereits vier SAG-Awards-Nominierungen – doch jetzt könnten zwei der Marvel-Projekte, an denen er mit den Black-Panther-Filmen vor seinem Tod beteiligt war, mit dem höchsten Filmpreis der Welt geehrt werden.

Erstmals war mit Tom Sullivans Historiendrama "Arracht" auch ein Film aus Irland eingereicht worden. Bis dato war noch kein Film aus Irland für die Oscarkategorie "Bester internationaler Film"/"Bester nicht-englischsprachiger Film" nominiert gewesen.

Hier der Trailer:



Synopsis:
Das zur Zeit der großen Hungersnot in Irland Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelte Drama hatte beim Tallinn Black Nights Film Festival im vergangenen Jahr seine Premiere gefeiert. Es erzählt die Geschichte des Fischers Colman Sharkey, der in seinem Dorf sehr angesehen und einflussreich ist. Auf Bitten des örtlichen Priesters nimmt er eines Tages den Fremden Patsy, der als Soldat in den Napoleonischen Kriegen gekämpft hatte, auf. Kurz vor Als die Kartoffelpest ausbricht und die Ernte auf den Feldern verrottet, reisen Patsy, Colman und dessen Bruder zum englischen Großgrundbesitzer, um um einen Zahlungsaufschub für die Bauern, die bei ihm Land gepachtet haben, zu bitten. Doch diese Bitte stößt auf taube Ohren.


Ungarn reichte Lili Horvats "Preparations to Be Together for an Unknown Period of Time" ins Rennen um eine Nominierung in der Oscarkategorie "Bester internationaler Film" ein.

Hier der Trailer:



Das Drama über eine brillante Gehirnchirurgin, die in der Angst lebt, ihr eigenes Gehirn würde in eine romantische Enttäuschung führen, hat nach seiner Premiere bei den Giornate degli Autori in Venedig schon zahlreichen Preise gewonnen - darunter den Preis als bester narrativer Film auf dem Filmfestival in Philadelphia, den "Golden Spike" auf dem Filmfestival in Valladolid, den "Golden Hugo" im Nachwuchsregisseurs-Wettbewerb des Filmfestivals in Chicago sowie die FIPRESCI-Preis beim Filmfestival in Warschau.


Mit László Nemes' "Son of Saul" und Istvan Szabos "Mephisto" waren bereits zwei Filme aus Ungarn mit dem Oscar in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" ausgezeichnet worden.

In diesem Jahr sind in der internationalen Kategorie weiter im Rennen: "Another Round - Der Rausch" von Thomas Vinterberg (Dänemark), "La Llorona" Thriller von Jayro Bustamante (Guatemala), "Two of Us - Wir beide - Deux" von Filippo Meneghetti (Frankreich) und "Quo Vadis, Aida?" (Bosnien und Herzegowina) von der in Berlin lebenden Regisseurin Jasmila Žbanic.

Link: oscar.go.com

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