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16 Titel im Wettbewerb um die Rotterdamer Tiger - ein Werk ist bereits auf MUBI online zu sehen

Die 50. Ausgabe des International Film Festival Rotterdam findet in zwei Teilen statt und ähnelt damit dem diesjährigen Konzept der Berlinale.



16 Filme konkurrieren beim diesjährigen 50. International Film Festival Rotterdam um die Tiger-Awards in den Niederlanden. Das Festival findet virtuell für Professionals vom 1. - 7. Februar 2021 nur online statt. Eine physische Ausgabe fürs breite Publikum ist erst vom 2. - 6. Juni 2021 geplant.

Zu den Kandidaten für die Auszeichnung als bester Film und zwei Spezialpreise der Jury konkurrieren mit Dea Kulumbegashvilis "Beginning" (Georgien), Jasmila Zbanic' "Quo vadis, Aida?" (Bosnien & Herzegowina), Philippe Lacotes "La nuit des rois" (Elfenbeinküste) und Andrei Konchalovskys "Dear Comrades" (Russland) vier Filme, die von ihren Ländern für den Oscar in der Kategorie "Bester internationaler Film" eingereicht worden waren.

Eröffnet wird das Festival mit Anders Thomas Jensens "Riders of Justice", eine deutsche Produktion ist nicht dabei.

Die Jury für die Tiger-Awards besteht aus dem Filmemacher Lemohang Jeremiah Mosese, dem Künstlerischen Direktor des International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA), Orwa Nyrabia, der Filmemacherin Hala Elkoussy, der Drehbuchautorin und Filmkritikern Helena van der Meulen und der Filmproduzentin Ilse Hughan.

Das Festival kann Online nur aus den Niederlanden betrachtet werden. Für Professionals gibt es allerdings Ausnahmen, um das Geoblocking zu umgehen.

Link: www.iffr.com

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Der oben erwähnte Wettbewerbs-Film "BEGINNING" der georgischen Regiedebütantin Dea Kulumbegashvili steht seit gestern, den 29. Januar 2021 für kurze Zeit auf dem Arthouse-Streaming-Portal MUBI zum Ansehen zu Verfügung.

Der Film stand zuvor auch auf der Auswahlliste des Filmfestivals von Cannes, das wegen der Corona-Krise im Mai 2020 leider abgesagt werden musste. Dafür war der Film aber im September 2021 auf dem Internationalen A-Festival von San Sebastián zu sehen und gewann gleich vier der wichtigsten Preise. Darunter die Goldene Muschel für den besten Film und Auszeichnungen für die beste Regie, das beste Drehbuch und die beste Darstellerin.

In Berlin sollte er eigentlich schon im Dezember beim Festival »Around the World in 14 Films« seine Deutschlandpremiere erleben, doch das Weltkino Festival wartet bis heute auf die Wiedereröffnung des CineStar Filmtheater in der Berliner Kulturbrauerei.

Auch für das Visionär Filmfestival Berlin | Mainz, das sich hauptsächlich neuen talentierten Filmemacherinnen widmet, war der Film vorgesehen. Doch im Gegensatz zum Festival »14 Films«, das die Kinokultur auf der großen Leinwand dem Stream bevorzugt, ist das VISIONÄR Filmfestival eine Kooperation mit MUBI eingegangen und bietet ein Sonderarrangement an, sodass der Film 30 Tage lang kostenlos auf MUBI unter mubi.com/visionaerfilmfestival von überall auf der Welt gesehen werden kann.

Hier der Trailer:



Synopsis:
BEGINNING spielt in einer Provinzstadt am Fuße des Kaukasus und erzählt die Geschichte von Yana (IIa Sukhitashvili), die Ehefrau eines Ältesten einer Gemeinde der Zeugen Jehovas. Die Gemeinde sieht sich immer wieder Attacken einer extremistischen Gruppe ausgesetzt. Als ihr Mann verreist ist, wächst Janas innerer Konflikt: Immer stärker zweifelt sie an sich und an der Welt um sie herum. Als dann noch ein Polizist in ihr Haus eindringt, hat das dramatische und zerstörerische Folgen.

In sparsamen Dialogen und sich Zeit nehmend sowie mit einer exakt beobachtenden Kamera, die an Filme von Michael Haneke, Carlos Reygadas oder Chantal Akerman erinnern, erzählt der Film auf beinahe provozierende Weise von Traumata, religiösen Konflikten und Intoleranz. Der formal strenge, sehr beeindruckende Film BEGINNING wirft dabei einen genauen Blick auf das Innere einer Frau, die an ihre familiären und existentiellen Grenzen stößt und sich innerlich und äußerlich gegen eine feindliche Welt wehren muss.


Normalerweise kann man das handverlesene Kino des Arthouse-Streaming-Portals MUBI nur sieben Tage lang kostenlos testen. Das Arrangement mit dem VISIONÄR Filmfestival erweitert diese Testphase auf 30 Tage.

Im Gegensatz zu anderen Streamingdiensten rotieren die Filme auf MUBI. Jeden Tag kommen neue Filme hinzu, dafür verschwinden andere Filme für längere Zeit vom Portal, sodass nur eine übersichtliche Anzahl handverlesener Filme älteren oder neueren Datums dem Abonnenten zur Verfügung stehen.

Insgesamt bietet die Plattform 1.100 sorgsam kuratierte Titel, sodass man mit Robert de Niro und Al Pacino durch die Straßen von L.A. jagen, mit Julie Delpy und Ethan Hawk einen Urlaub in Griechenland verbringen, die Welt mit Dackelaugen sehen, Amy Winehouse noch einmal nahekommen, Christo bei der Arbeit in Italien beobachten oder den Grand Jury Prize Gewinner von Sundance exklusiv auf MUBI erleben kann.

Das sind die Highlights im Februar 2021:

• Ab 01. Februar: LA FLOR von Mariano Llinás (2018, Argentinien) – Die epische, 6-teilige Reihe aus Argentinien feierte 2018 in drei Episoden ihre Weltpremiere beim Filmfestival Locarno. Jede der Episoden ist inspiriert von einem anderen Filmgenre und würdigt auf ganz besondere Weise internationale Filmgeschichte.

• Ab 05. Februar: HEAT von Michael Mann (1995, USA) – Das Kriminaldrama ist eine der frühen Regiearbeiten Michael Manns (ALI, PUBLIC ENEMIES oder DER LETZTE MOHIKANER), bei der es ihm gelang, erstmalig Robert de Niro und Al Pacino gemeinsam vor die Kamera zu holen und den Film damit zu Kultstatus zu verhelfen. In einer weiteren Hauptrollen ist Val Kilmer zu sehen.

• Ab 08. Februar: BEFORE MIDNIGHT von Richard Linklater (2013, USA) – Letzter Teil von Richard Linklaters (BOYHOOD) gefeierter Langzeit-Trilogie, die 1995 mit BEFORE SUNRISE begann, 2004 mit BEFORE SUNSET fortgesetzt wurde und die wechselvolle Beziehung eines von Julie Delpy und Ethan Hawke gespielten Paares vom ersten zufälligen Treffen an erzählt.

• Ab 09. Februar: WIENER-DOG von Todd Solondz (2016, USA) – Die schwarze Komödie von Todd Solondz (DARK HORSE) mit der großartigen Greta Gerwig in der Hauptrolle.

• Ab 12. Februar: DEAD PIGS von Cathy Yan (2018, China) – Der exklusive MUBI Release im Februar. Niemand weiß warum, aber plötzlich schwimmen in einem Fluss mitten in der Metropole Shanghai tausende tote Schweine. Das ist das Leitmotiv in Cathy Yans (BIRDS OF PREY) episodischem Film, der ganz unterschiedliche urbane Charaktere in verschiedenen Handlungssträngen unter die Lupe nimmt. In Sundance mit dem Grand Jury Prize ausgezeichnet konnte der Film auch deutsches Festivalpublikum begeistern und gewann den internationalen Wettbewerb beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg.

• Ab 16. Februar: 10 MILLIARDEN - WIE WERDEN WIR ALLE SATT? von Valentin Thurn (2019, Deutschland) – In einem der besucherstärksten Dokumentarfilme der letzten Jahre geht Valentin Thurn (TASTE THE WASTE) der Frage nach, wie alle Bewohner der Erde mit Nahrungsmitteln versorgt werden können.

• Ab 21. Februar: KING OF COMEDY von Martin Scorsese (1982, USA) – Die inzwischen legendäre Komödie aus dem Jahr 1982 mit Robert de Niro als Möchtegern-Comedian Rupert Popkin und Jerry Lewis als dessen großes Vorbild Jerry Langford in den Hauptrollen.

• Ab 22. Februar: AMY von Asif Kapadia (2015, UK) – Als Teil der MUBI-Reihe “Portrait of the Artist” präsentiert MUBI im Februar die Dokumentation über das tragische Leben und den noch tragischeren Tod der stilprägenden Sängerin Amy Winehouse.

• Ab 19. und 20. Februar: Ein Comedy-Doppel von Stephen Frears (PHILOMENA) -
CHÉRI (2009, UK & Frankreich) mit Michelle Pfeiffer in der Titelrolle sowie IMMER DRAMA UM TAMARA (2010, UK) mit Gemma Arterton.

• Ab 27. Februar: LEGENDE von Ridley Scott (1985, USA) – Ridley Scotts Ausflug in die Welt der Fantasy mit Tom Cruise als Held im Kampf gegen böse Kobolde und den Herrn der Finsternis.

• Ab 25. Februar: WALKING ON WATER von Andrey Paunov (2018, USA & Italien) –Auf dem Lago d'Iseo, vor dem Bergpanorama der italienischen Alpen, realisierte der legendäre Installationskünstler Christo 2016 seine 'Floating Piers'. Der Film gibt einen unzensierten Einblick in den kreativen Prozess und die Umsetzung, zeigt aber auch die private Seite des Künstlers.

• Ab 28. Februar: AYKA von Sergei Dvorsevoy (2018, Russland & Deutschland) – Die deutsch-russische Koproduktion des kirgisischen Regisseurs lief 2018 im Wettbewerb der internationalen Filmfestspiele Cannes und wurde dort mit der Goldenen Palme für die „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet. Der Film erzählt ungeschönt vom Leben einer illegalen Immigrantin in Moskau, das eher einem ständigen Ringen ums Überleben gleichkommt.

Hier geht’s zur kompletten Filmliste im Februar als PDF.

Abos kosten €9.99 pro Monat bzw. €71.88 für 12 Monate. MUBI gibt es auf PC, Mac, iPhone, iPad, Apple TV, Apple TV App, Android, Playstation, Roku und Samsung Smart TV. MUBI hat Niederlassungen in London, New York, Kuala Lumpur, and Mumbai.

Link: mubi.com/de
Quellen: SteinbrennerMüller Kommunikation | Visionär Filmfestival

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