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LACINETEK bringt kuratierte Filmklassiker auf die Leinwand

Die VOD-Plattform LACINETEK zeigt kuratierte Filmklassiker jetzt auch in einem Berliner Kino.



Bevor wir auf die relativ neue und auch uns bisher unbekannte VOD-Plattform LACINETEK eingehen, wollen wir noch einmal an den heute, den 13. Oktober 2019, stattfindenden 4. Europäischen Kinotag erinnern.

Als Nachtrag hatten wir gestern zum »Art Cinema Day« die Yorck-Kinos in Berlin erwähnt, die alle Filme des EU-Sonderprogramms zum Sonderpreis von 6,- EUR heute anbieten. Mit dem Yorck-Kinoabo zahlen Sie sogar nur 3,- EUR.

Gezeigt werden bereits ab dem Vormittag zahlreiche Previews aus dem aktuellen EU-Kinoprogramm, darunter "LARA", "ALS WIR TANZTEN" und "PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN". Deutscher Kooperationsparten des EU-Programms ist übrigens die AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater.

Links: www.kinotag.eu | artcinemaday.org/de | www.yorck.de/festivals/europaeischer-kinotag

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Erst seit Februar ist die französische Video-On-Demand (VOD) Plattform LACINETEK auch in Deutschland aktiv und behauptet sich hierzulande als erste deutsche VOD Plattform für Filmklassiker.

Gut etabliert hat sich inzwischen dort die kuratierte Vorstellung von Filmklassikern durch Regiegrößen über den Screen zu Hause.

Doch dabei soll es nicht bleiben. Nun wird das Kuratierungsprinzip vom Heimkino auch auf die Leinwand übertragen. Regelmäßig sollen Regiegrößen ihre liebsten Filmklassiker einmal im Monat nun auch auf Leinwänden im Kino präsentieren.

Für das Arthouse-Kino ist dies eine tolle Idee einen besonders ausgewählten Film an einem Abend im Kino noch einmal zu zeigen. Einige Kinos, wie das Bundesplatzkino in Berlin, praktizieren diese Art der Filmpflege schon seit Längerem. Erstaunlich aber ist, dass jetzt auch ein Betreiber aus dem Streaming- und Heimkinobereich den Weg zurück ins Kino wählt und dies erstmals mit Retrospektiven plant.


Zum Auftakt hat LACINETEK die national und international vielfach ausgezeichnete Regisseurin Jutta Brückner eingeladen. Sie präsentiert am 18. Oktober 2019 im Wolf Kino Berlin mit "Muriel oder Die Zeit der Wiederkehr" (1963) von Alain Resnais einen Film, der sie nachhaltig beeindruckt und inspiriert hat. Im Anschluss an die Vorführung lädt sie das Publikum zu einem Filmgespräch ein und ergründet mit ihm das Besondere an Resnais Film.

Alain Resnais’ dritter Spielfilm ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Jean Cayrol.

Hier der Trailer in OF:



Synopsis:
"Muriel oder die Zeit der Wiederkehr" (Muriel ou le Temps d’un retour, 1963) spielt im November 1962 in Boulogne-sur-Mer an der französischen Atlantikküste. Die verwitwete Hélène Aughain (Delphine Seyrig) betreibt in ihrer Wohnung ein Möbelantiquariat. Sie lebt dort mit ihrem Stiefsohn Bernard (Jean-Baptiste Thierrée), der seit seiner Rückkehr aus dem Algerienkrieg von der Erinnerung an eine gewisse Muriel besessen ist. Hélène beschließt, ihre verlorene Jugendliebe (Jean-Pierre Kérien) zum ersten Mal nach zwanzig Jahren wiederzusehen. Alphonse reist mit der jungen Françoise (Nita Klein) an, die er als seine Nichte vorstellt, und quartiert sich mit ihr zusammen in Hélènes Wohnung ein.

In dem Film widmet sich Alain Resnais den Empfindungen und Lebenslügen sowie dem kontinuierlichen Selbstbetrug seiner Protagonisten. Als Hélènes frühere große Liebe Alphonse mit seiner Nichte Françoise anreist, beginnt eine intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Schon bald offenbart sich die von den Narben des Zweiten Weltkriegs geprägte Hafenstadt als sinnbildliche Kulisse für die in ihr agierenden Figuren. Muriel erzählt von der existentiellen Verflechtung von Erinnerungen und Gegenwart, vom Pragmatismus der Liebe und von kollektiven Traumata.


Der Film ist auch auf LACINETEK.de erhältlich.

Kino-Event:
"Muriel oder die Zeit der Wiederkehr" wird am Freitag, 18.10.2019 um 18:30 Uhr im Wolf Kino, Weserstr. 59, 12045 Berlin vorgeführt. Anschließendes Q&A mit Jutta Brückner.
Renais’ erster Spielfilm in Farbe wird in der 2015 digital restaurierten Fassung gezeigt. Der Film ist in der französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln zu sehen.


Über Jutta Brückner:
Die promovierte Autorin und Regisseurin begann in den 70er Jahren TV-Serien, Dokumentar-, Essay- und Spielfilmen für Fernsehen und Kino, sowie Video- und Theaterperformances zu realisieren. Ihren Durchbruch hatte sie mit dem Film Tue recht und scheue niemand - Das Leben der Gerda Siepenbrink, einem Dokumentarfilm über das Leben ihrer Mutter.
Ihre Filme sind national und international anerkannt und vielfach ausgezeichnet. Sie erhielt mehrfach den Preis der Deutschen Filmkritik, den FIPRESCI-Preis der Berlinale, sowie den Publikumspreis auf dem Frauenfilmfestival in Sceaux. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie den Tribute for outstanding achievement in the art of film des Festivals von Denver.

Jutta Brückner ist außerdem bekannt für ihr Engagement zur Gleichstellung von Frauen in der Filmbranche. Ihr Film "Tue recht und scheue niemand" ist auf LACINETEK.de erhältlich.

Über LACINETEK:
LACINETEK.de ist die erste deutschsprachige Plattform, die sich den großen Filmklassikern des 20. Jahrhunderts widmet. Sie wurde im Rahmen der Berlinale 2019 gelauncht und ist seitdem in Deutschland und Österreich verfügbar. Die deutschsprachige Version der Plattform wurde von La Cinémathèque des Réalisateurs (SRF), der Deutschen Kinemathek und EYZ Media realisiert, nachdem LACINETEK 2015 in Frankreich ins Leben gerufen wurde.

Herzstück der Plattform sind die kuratierten Filmlisten. Jeden Monat präsentieren ein Regisseur oder eine Regisseurin auf LACINETEK eine kommentierte Auswahl an Filmklassikern, die besondere Bedeutung für sie haben. Bis heute haben mehr als 60 Regisseurinnen und Regisseure aus aller Welt, darunter Maren Ade, Leos Carax, Costa-Gavras, Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne, Todd Haynes, Christoph Hochhäusler, Aki Kaurismaki, Lodge Kerrigan, François Ozon, Park Chan-woo, Christian Petzold, Ira Sachs, Céline Sciamma, Bertrand Tavernier, Joachim Trier, Agnès Varda, Apichatpong Weerasethakul und Wim Wenders, mehr als 1000 Filme zusammengestellt, davon sind 250 ausschließlich über LACINETEK zugänglich.

Alle Filme des Katalogs sind ohne Abonnement verfügbar. Es besteht die Möglichkeit, sich einzelne Filme zu einem Preis ab 2,99 Euro als Stream zu leihen oder ab 7,99 Euro dauerhaft zu erwerben.

Link: lacinetek.de
Quelle: rische & co pr

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