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Studio Hamburg vergab Nachwuchspreis - Hannover sucht Nachwuchsfilmer

Talente im deutschen Film wurden in Hamburg geehrt.

Am 6. Juni 2019 traf in Hamburg die nächste Riege an deutschen Filmemachern zusammen. In sieben Kategorien gingen Preise an Talente des jungen Filmnachwuchses.

Studio Hamburg verlieh bereits zum 22. Mal seinen Nachwuchspreis und sorgte für gute Stimmung bei 'jungen' Nominierten und 'älteren' Laudatoren. Dafür traten aufstrebende Filmemacher, Schauspieler und Absolventen in Hamburg vor das Publikum auf die Bühne.

Als 'Frau der Stunde' titulierte die Jury Milena Tscharntke, die als beste Nachwuchsdarstellerin für ihre Rolle der titelgebenden Figur in "Alles Isy" geehrt wurde. Der Film lief in der ARD in der Reihe »Film am Mittwoch«.

Hier der Teaser:

Ihr Kollege Thomas Prenn bekam den Preis des besten Nachwuchsdarstellers für sein Porträt des "Damian" im gleichnamigen Tatort.

Als bester Kurzfilm wurden Henriette Ahrens, für die Produktion, und Lukas Nathrath, für Regie und Drehbuch, ihres Filmes "Kippa - Kippah" ausgezeichnet. Der 25-Minüter entstand als Abschlussarbeit an der Hamburg Media School und wird in höchsten Tönen gelobt. „Ein brisantes Thema, hochaktuell“, befand die Jury des Studio Hamburg Nachwuchspreises. Auch die Civis Medienstiftung prämierte den Film zuvor bereits als besten Nachwuchsfilm.

Der Film „Kippa“ erzählt im Miniaturformat, wie Juden in unserer heutigen Gesellschaft zu Fremden gemacht werden. Realistisch, findet der Hamburger Rabbi Moshe Navon. Der Jude 'Oskar' wird für seine antisemitischen Mitschüler zum Feind, obwohl er sich selbst gar nicht als anders begreift, erklärt der Autor und Regisseur Lukas Nathrath. Sein kurzer Spielfilm ist ein Ergebnis jahrelanger Recherche. Grundlage war für ihn der Fall Michalski: Ein Berliner Schüler wurde gemobbt und verprügelt, nachdem er im Unterricht erwähnte, dass er Jude sei. Die Gewalt gipfelte in einer Scheinhinrichtung.

Hier der Trailer:

"Synopsis":

Eigentlich ist Oskar ein beliebter Typ an seiner Schule. Der 14-Jährige ist fair und humorvoll, ein guter Sportler und Freizeit-Rapper. Doch als er beiläufig erwähnt, dass er Jude ist, ändert sich alles. Auf einmal wird er schräg angeguckt, seine Mitschüler tuscheln, reißen Judenwitze. Oskar geht nicht darauf ein. Sie treten ihn, er wehrt sich, doch das Mobbing hört nicht auf. Als sie ihm eine Kippa auf den Kopf setzen, begreift Oskar: Den Stempel wird er nie mehr los.

Als beste Dokumentation wurde "In Search" von Beryl Magoko (Kunsthochschule für Medien Köln) mit dem Eberhard-Fechner-Preis geehrt, die sich dem Thema weiblicher Genitalverstümmelung laut Jury enttabuisiert nähert und so einen intensiven Eindruck hinterlässt. Der Film war zudem zum DOK.fest München eingeladen worden.

Hier der Trailer:

Bester Langfilm wurde die Abschlussarbeit von Eva Tobisch "Alles ist gut". Die Studentin der HFF München begeistert laut Jury mit leisen Tönen, feiner Regiearbeit und einem Film über das Verhältnis zwischen Opfer und Täter nach einer Vergewaltigung.

Hier der Trailer:

Weiterhin wurden Viviane Andereggen für ihren Film "Rufmord" mit dem Hamburger Krimipreis und Sophia Bierand und Johannes Dreibach, von der Filmuniversität Babelsberg, für ihr Exposé "Fett schwimmt oben" mit dem Impuls Preis ausgezeichnet.

Guilia Becker aus der NEO MAGAZIN ROYAL Redaktion bekam den Preis Bestes Entertainment für den Beitrag "Let’s Go! Startup-Content Park". Sie überzeugte die Jury als Darstellerin und Autorin des Satire-Beitrages.

Link: www.studio-hamburg.de/nachwuchspreis

Quellen: Hintz&Kunzt | Kameramann

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Up-and-coming in Hannover sucht die talentiertesten Nachwuchsfilmer.

Nachdem gerade erst am 7. Juni 2019 vom Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) im Literarischen Salon Hannover der erste Deutsche Nachwuchs-Drehbuchpreis vergeben wurde, der an Mireya Heider de Jahnsen, Studentin an der DFFB in Berlin, für "LOST LUGGAGE" ging sowie an das Hamburger Autoren-Team Alexander Nickolai und Erik Zuhlsdorf für ihre Version des Grimm'schen Märchenklassikers "HÄNSEL UND GRETEL", folgt jetzt beim Internationalen Film Festival Hannover die nächste Bewerbungs-Runde für den Deutschen Nachwuchsfilmpreis 2019.

Der Deutsche Nachwuchsfilmpreis, des internationalen up-and-coming Filmfestivals Hannover ist ein Wettbewerb für Schüler, Studenten und Jugendliche bis zum Alter von 27 Jahren. Der Wettbewerb findet alle 2 Jahre statt.

Bewerbungen können bis zum 1. August 2019 für die begehrten Auszeichnungen eingereicht werden.

Die Verkündung der Gewinner findet am 24. November 2019 zum Abschluss des 15. Internationalen Film Festivals Hannover statt.

Hinsichtlich Genre oder Länge ist der Wettbewerb um den Deutschen Nachwuchsfilmpreis, den Bundes-Schülerfilm-Preis und den International Young Film Makers Award offen. Beurteilungskriterien sind Originalität und Eigenständigkeit von Idee und Umsetzung sowie künstlerische Qualität.

Der Deutsche Nachwuchsfilmpreis wird drei Mal vergeben. Die Auszeichnungen sind gleichwertig, mit einer Produzenten-Patenschaft verbunden und mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Die diesjährigen Patenschaften übernehmen Jonas Dornbach (Komplizen Film), Lutz Heineking, jr. (eitelsonnenschein) sowie Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann (bildundtonfabrik). Preisstifter ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Link: up-and-coming.de

Quellen: Hannover.de | Filmecho | VDD

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