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Sundance 2019 - US Independent Film Festival

David Wnendts "The Sunlit Night" reist nach Sundance.

Nur drei Tage vor Beginn der Berlinale, die am 7. Februar 2019 beginnt, endet in den USA mit Sundance das wichtigste Independent Film Festival der Welt. Für die Branche heißt das Beeilung und ab in den Flieger, um auf keinen Fall auf dem ersten A-Film Festival des Jahres etwas zu versäumen. Im nächsten Jahr zur Jubiläums-Berlinale, die unter neuer Leitung ihr 70-jähriges Bestehen feiert, könnte es sogar noch etwas kritischer bei den Branchenterminen werden.

Seit 2001 werden die BAFTA-Awards zwei Wochen vor den Oscars® verliehen, deren Zeremonie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences allerdings von Ende Februar auf den 9. Februar 2020 vorverlegt hat. Normalerweise fand das wichtigste Ereignis von Hollywood immer nach der Berlinale statt, die seit Jahrzehnten den Termin Anfang Februar belegt hatte. Noch wurde der Termin der Internationalen Filmfestspiele 2020 nicht verkündet. Doch wie bisher kann es so nicht bleiben, ohne die Branche in Unruhe zu versetzen. Hinter den Kulissen wird aber eine Verlegung um zwei Wochen nach hinten diskutiert.

Es werden also große Verschiebungen anstehen. Nur in diesem Jahr bleibt noch alles beim Alten und die Sundance Film Festspiele können vom 24. Januar bis 3. Februar 2019 stattfinden.

Deutschland ist in der Reihe »Premieres« vertreten.

David Wnendts neue Regiearbeit "The Sunlit Night" mit Jenny Slate und Zach Galifianakis wurde in die Reihe »Premieres« beim Sundance Film Festival 2019 eingeladen. In der Sektion, in der traditionell die Hochkaräter laufen, wird der Film am ersten Samstag um 18.30 Uhr im Eccles Theater gezeigt werden. "Absolute Prime Time", freut sich Produzent Fabian Gasmia von DETAiLFILM Hamburg.

"The Sunlit Night" erzählt von einer amerikanischen Malerin und einem russischen Auswanderer, die sich am Polarkreis treffen. Gedreht wurde die deutsch-norwegische Koproduktion im Sommer in New York City und auf den Lofoten in Norwegen.

Bei den »Premieres« läuft zudem u.a. das Susanne-Bier-Remake "After the Wedding" von Bart Freundlich, in dem dessen Ehefrau Julianne Moore neben Michelle Williams eine der Hauptrollen spielt.

Außerdem werden gezeigt: Der neue Film von Gurinder Chadha mit Titel "Blinded by the Light" sowie "Official Secrets" mit Keira Knightley und Ralph Fiennes von Gavin Hood über die wahre Geschichte der britischen Whistleblowerin Katherine Gun.

Zur Eröffnung erfolgt gleich eine erste Auszeichnung.

Als Eröffnung zu sehen ist das Langfilmregiedebüt von Schauspieler Chiwetel Ejiofor, "The Boy Who Harnessed the Wind", in dem er auch die Hauptrolle spielt.

Der Film erzählt die wahre Geschichte eines afrikanischen Jungen, der die Schule verlassen muss, weil sich seine Eltern die Gebühren nicht mehr leisten kann. Heimlich lernt er weiter und baut schließlich aus alten Fahrradteilen eine Windmühle, um die Hungersnot in seinem Dorf zu lindern.

Für die Idee diese Story zu verfilmen, wird Chiwetel Ejiofor mit dem Alfred P. Sloan Feature Film Prize ausgezeichnet werden. Diese Auszeichnung vergibt das Festival an Personen, die sich mit den Themen Wissenschaft und Technik oder dem Wirken eines Wissenschaftlers beschäftigen.

Nachgereicht wurden der Politfilm "The Report" mit Adam Driver, Jon Hamm und Annette Bening von Scott Z Burns (Produzent ist Steven Soderbergh) und der neue Film von Dan Gilroy, "Velvet Buzzsaw" mit Jake Gyllenhaal, Rene Russo und Toni Collette.

Zuletzt und ganz aktuell wurden zum Programm noch hinzugefügt die Weltpremiere von Axel Lehmanns "Paddleton" mit Mark Duplass, Ray Romano, Ravi Patel und Christine Woods in den Hauptrollen.

Des Weiteren werden gezeigt "Corporate Animals" mit Demi Moore, Ed Helms, Jessica Williams und Kran Soni sowie "Wounds" mit Armie Hammer, Dakota Johnson, Zazie Beetz, Karl Glusman und Brad William Henke, die beide in der »Midnight Section« ihre Weltpremieren feiern werden.

Zwei ältere Titel, die 1992 bzw. 1999 in Sundance zu sehen gewesen waren, werden dort erneut gezeigt: "The Hours and Times" und das legendäre "The Blair Witch Project", dessen Trailer wir hier eingefügt haben.

In die Reihe »World Cinema Dramatic Competition« wurde die deutsche Koproduktion "Monos" von Alejandro Landes eingeladen. Deutscher Koproduktionspartner ist Christoph Friedel von Pandora Film Produktion. Aus Österreich wurde der Dokumentarfilm "Sea of Shadows" eingeladen: Die Produktion von Terra Mater Factual Studios (Walter Köhler und Wolfgang Knöpfler) läut in der Sektion »World Cinema Documentary Competition«.

Das Augenmerk in Sundance liegt auf dem US-Wettbewerb: Dort bringen sich unabhängige Filme in Stellung, die auf einen US-Verleih hoffen. Regelmäßig werden hier Entdeckungen neuer amerikanischer Talente gemacht. Eingeladen wurden in den Spielfilmwettbewerb 16 Titel, u.a. "Luce" von Julius Onah mit Naomi Watts und Octavia Spencer, "The Sound of Silence" von Michael Tyburski mit Peter Sarsgaard oder "Share" von Pippa Bianco mit Charlie Plummer.

Insgesamt umfasst das Programm 112 Langfilme aus 33 Ländern, davon sind 45 Projekte Erstlingsarbeiten. Die Auswahl erfolgte aus 14.259 eingereichten Projekten - davon 4018 Langspielfilme; eine neue Rekordmarke, wie die Festivalmacher bekannt gaben.

Das komplette Sundance-Programm im Überblick:

www.sundance.org/…/news/2019 | www.slashfilm.com/.../lineup

Weitere Informationen zum Sundance Film Festival unter: www.sundance.org

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