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14. Festival des deutschen Films ehrt Iris Berben

Den diesjährigen Preis für Schauspielkunst bekommt Iris Berben in Ludwigshafen am Rhein überreicht.



Das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein nimmt eine Sonderstellung bei den Filmfestivals in Deutschland ein. Die 14. Ausgabe findet vom 22. August – 9. September 2018 statt. Mehr als zwei Wochen, und damit länger als jedes andere Festival, versucht das Festival deutsche Filmkunst in die Rhein-Neckar-Metropole rund um Mannheim und Ludwigshafen zu bringen.

Gefeiert wird es dafür von der einheimischen Bevölkerung und Gästen wie ein Volksfest auf der idyllischen Parkinsel in Ludwigshafen am Rhein in Zelten sowie im Freien. Zahlreiche Filme, die in den beiden großen Kinozelten auf der Parkinsel am Rhein gezeigt werden, waren zwar zuvor schon auf der diesjährigen 68. Berlinale oder dem Filmfest München zu sehen gewesen, andere haben bereits ihren regulären deutschlandweiten Kinostart hinter sich und dennoch scheint das Publikum von Ludwigshafen so lange auf die neue Filmkunst gewartet zu haben, bis sie in geballter Form ihnen auf dem Festival präsentiert wird. Dann allerdings kommt Stimmung auf, die man sonst im Kino meist vermisst.

Ludwigshafen am Rhein ist die größte Stadt der Pfalz, mit rund 167.000 Einwohnern nach Mainz die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz und nach Mannheim die zweitgrößte Stadt der Metropolregion Rhein-Neckar. International spielt das Festival kaum eine Rolle, denn die gezeigten Filme sind bereits meist bekannt. Für die ansässige Bevölkerung ist dies aber oft die einzige Gelegenheit, Filmkunst jenseits des Mainstreams und Abseits der anonymen Multiplextheater zu sehen. Mittlerweile kann das Festival auf eine stolze Besucherzahl über 100.000 Filmfans verweisen. Nach der Berlinale ist damit Festival am Rhein das besucherstärkste Festival in Deutschland.

Eröffnet wird das Festival am 22. August 2018 mit einer Galavorführung in zwei Kinozelten vor 2.500 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur sowie kinobegeistertem Inselpublikum mit der tief humanen deutschen Komödie „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ von Regisseurin Kerstin Polte mit Corinna Harfouch, Karl Kranzkowski, Meret Becker, Sabine Timoteo, Annalee Ranft und Bruno Cathomas, einer augenschein Filmproduktion im Verleih von Alamode Film. Hier der Trailer:



Synopsis:
Für Charlotte ist das Leben aus den Fugen geraten. Zum ersten Mal in ihrem Leben geht sie in die Kirche, will Gott fragen, ob man da noch was machen kann. Gott hört sie, aber mit einem Funkgerät von der Küste aus. Dort versetzt er gelegentlich die Erde mit wilden Tänzen wieder in Bewegung. Eine wunderbare Atmosphäre des Unwirklichen und des Skurrilen entsteht und versetzt das Leben aller Beteiligten – ob Mann, Tochter, Geliebte oder Enkeltochter – in einen Zustand, als hätten sie alle auf verzauberte Weise ihren Verstand verloren. Vielleicht auch, weil sie die Totkranke nicht alleine lassen wollen. Heraus kommt dabei ein Film, der das Leben feiert, das so zerbrechlich ist, und uns in großartigen Bildern, vollgepackt mit Atmosphäre, hinaus aus der allzu realen Stadt in die freie, luftige Natur führt und ans Meer mit dem großen Himmel.


FILMFESTIVALS SIND WICHTIGE BOTSCHAFTER DER FILMKUNST.

„Publikumsfestivals“ wie das »Festival des deutschen Films« beweisen die Attraktivität des Ortes Kino und die überragende Qualität einer intensiven Filmerfahrung, die nur dort möglich ist. Das Filmfestival wird somit zu einer Feier der kollektiven Erlebnisform des Films im Kino, Es positioniert sich somit gegen den allgemeinen Strukturwandel und deren Sehgewohnheiten, die sich vor allem bei jungen Leuten zunehmend ins Internet zu verlagern scheinen.

Damit bilden Filmfestivals ein bedeutendes Gegengewicht zur zunehmenden Vereinsamung der Menschen vor den Bildschirmen. Vor allem das „Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein“ wird oft beschrieben als das Festival, bei dem man ins Gespräch kommt, denn auf die Parkinsel am Rhein kommt man, um sich Filme anzuschauen und darüber mit Filmemachern aus ganz Deutschland auch bei den »Inselgesprächen« zu diskutieren.

Die Inselgespräche finden statt am:

24. August 2018 zum Thema: „Wie viel Förderung braucht der anspruchsvolle deutsche Film?“
31. August 2018 zum Thema: „Wie wichtig ist die kinematografische Qualität im Fernsehen?“

13 Deutsche Produktionen im Wettbewerb.

Insgesamt 13 deutsche Produktionen sind im Wettbewerb des 14. Festivals des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein um den Filmkunstpreis 2018 vertreten.

Nominiert für den Ludwigshafener Filmkunstpreis wurden: "Wer hat eigentlich die Liebe erfunden" von Kerstin Polte, "In My Room" von Ulrich Köhler, "Styx" von Wolfgang Fischer, "In den Gängen" von Thomas Stuber, "Teheran Tabu" von Ali Soozandeh, "Mein erster Mord (Schwartz & Schwartz)" von Rainer Kaufmann, "303" von Hans Weingartner, "Hanne" von Dominik Graf, "Transit" von Christian Petzold, "Frankfurt, Dezember 17" von Petra K. Wagner, "Der Hauptmann" von Robert Schwentke, "3 Tage in Quiberon" von Emily Atef sowie "Murot und das Murmeltier" von Dietrich Brüggemann.

Der Ludwigshafener Filmkunstpreis wird von einer unabhängigen Fachjury vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert, davon gehen 5.000 Euro an den Regisseur und 5.000 Euro an die Produktion, 10.000 Euro erhält der Filmverleih.

Die Preisverleihung mit zahlreichen Ehrengästen und Sponsoren, den Jurys und den Preisträgern findet am 8. September 2018 um 18.30 Uhr im Festivalkino 1 statt. Im Anschluss ist ein öffentliches Publikumsgespräch mit den Preisträgern (im Diskussionszelt) geplant. Die Siegerfilme zeigt das Festival am 9. September 2018 um 11.00, 13.00 und 14.00 Uhr.

Nominierte Filme des Medienkulturpreises 2018

Der undotierte MEDIENKULTURPREIS geht an einen Fernsehfilm, der eine cineastisch besonders gelungene „Kino-Qualität“ hat. Den Preis erhält die verantwortliche Redaktion der Fernsehanstalt.

Folgende sieben TV-Produktionen sind nominiert:

• HERR UND FRAU BULLE von Till Franzen
• DAMIAN von Stefan Schaller
• RUFMORD von Viviane Andereggen
• MEIN ERSTER MORD (SCHWARTZ & SCHWARTZ) von Rainer Kaufmann
• HANNE von Dominik Graf
• FRANKFURT, DEZEMBER 17 von Petra K. Wagner
• MUROT UND DAS MURMELTIER von Dietrich Brüggemann

Die Preisverleihung mit zahlreichen Ehrengästen und Sponsoren, den Jurys und den Preisträgern findet am Samstag, 8. September 2018 um 18.30 Uhr im Festivalkino 1 statt. Im Anschluss ist ein öffentliches Publikumsgespräch mit den Preisträgern (im Diskussionszelt) geplant. Die Siegerfilme zeigt das Festival am Sonntag, 9. September 2018 um 11.00, 13.00 und 14.00 Uhr.

Nominierte Filme für den besten Kinderfilm.

Einzigartig ist auch die Verleihung des „Goldenen Nils“ am 9. September 2018 um 12.30 Uhr, für den besten Kinderfilm, ausgewählt von einer Jury aus sieben Kindern.

Auf dem Programm stehen folgende sechs Filme:

• JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER
• DIE KLEINE HEXE
• LUIS UND DIE ALIENS
• FÜNF FREUNDE UND DAS TAL DER DINOSAURIER
• MATTI & SAMI UND DIE DREI GRÖSSTEN FEHLER DES UNIERSUMS
• TIMM THALER ODER DAS VERKAUFTE LACHEN

Preis für Schauspielkunst geht an Iris Berben.

Das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein vergibt den diesjährigen Preis für Schauspielkunst an Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie in Berlin. Die Auszeichnung wird am 25. August 2018 um 19 Uhr im Rahmen einer Galavorführung parallel in den Festivalkinos 1 und 2 verliehen. Im Anschluss findet ein öffentliches Publikumsgespräch mit Iris Berben auf der Parkinsel am Rhein statt.

Festivaldirektor Dr. Michael Kötz: „Iris Berben gehört nicht nur zu den bekanntesten, sondern vor allem auch zu den beliebtesten deutschen Schauspielerinnen. Ihre souveräne Ausstrahlung und die Leidenschaft, mit der sie ihre Rollen ausfüllt, beeindrucken die Menschen sehr. Und das zu Recht. Denn Iris Berben ist hinter all dem Strahlen und stets perfekten Auftreten vor allem auch ein kluger Kopf. Kein Zufall, dass sie nebenbei auch ehrenamtlich die Präsidentin der Deutschen Filmakademie ist und damit den deutschen Film an sich repräsentiert.“


Regiepreis Ludwigshafen für Hans Weingartner.

Der Filmemacher Hans Weingartner (u. a. "303", "Die Summe der einzelnen Teile", "Die fetten Jahre sind vorbei") wird mit dem neu geschaffenen, undotierten „Regiepreis Ludwigshafen“ im Rahmen des Festivals des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.

"Der neue ‚Regiepreis Ludwigshafen‘ will auf ein Filmwerk hinweisen, das herausragt aus der Menge der Filme des Jahres, jedenfalls nach Meinung der Festivaldirektion. Der Preis ist ein Ausrufezeichen: ‚Achtung! Hier kann es jemand wirklich!‘ Und natürlich ist es schön, aber keineswegs eine Bedingung, wenn die Regisseurin, der Regisseur nicht zum ersten Mal ein Meisterwerk vorgelegt haben – wie in diesem Fall unser erster Preisträger Hans Weingartner", erklärt Festivalleiter Michael Kötz.


Link: www.festival-des-deutschen-films.de
Quellen: Zoom Medienfabrik | Filmecho | Festival des deutschen Films | Metropol News



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