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Shot in Berlin und andere Weblinks

Über Internetseiten zur Filmbranche in Berlin.

Gestern erwähnten wir im Rahmen unserer Adress- und Linkliste die Website des Berliner Kinokompendiums. Dort wird seit 1998 ehrenamtlich eine umfangreiche Auflistung aller Berliner Kinos mit ihren Ausstattungsdetails in Wort und Bild vorgenommen. Darunter fallen nicht nur aktuelle Kinosäle sowie Multiplextheater, sondern auch längst geschlossene Filmtheater, sofern Bilder und Informationen den beiden Rechercheuren vorlagen.

Um unsere Empfehlungen zu Webauftritten anderer Betreiber zu ergänzen, stießen wir kürzlich auf »Shot in Berlin«, eine Internet-Seite über Berliner Filme und deren Drehorte. Dort existiert ein Filmkatalog über derzeit 4717 Filmen, die in Berlin gedreht wurden.

Angefangen mit dem Jahre 1892 als der Berliner Filmpionier Max Skladanowsky einen ersten Testfilm erstellte und mit dem Bioscop an die Wand warf. Enden tut die Auflistung derzeit auf Seite 236 mit dem offensichtlich noch im Dreh befindlichen Werk "Zoo Berlin" (Arbeitstitel) von dem in Deutschland lebenden iranisch stämmigen Filmregisseur und Drehbuchautor Romuald Karmarkar.

Doch das ist nicht alles, was die intelligent programmierte Datenbank hergibt. Auf der Startseite wird man nicht nur mit dem aktuellen Datum konfrontiert, sondern auch mit dazugehörigen weiteren Daten wie Uraufführungen oder Dreharbeiten am selbigen Tag vor ca. 50, 60 oder 80 Jahren. Auch wer an diesem Tag aus der Filmbranche geboren wurde oder gestorben ist, wird aufgelistet.

Das interessanteste ist aber vielleicht die Drehortkarte, die sogar GPS gesteuert funktioniert. Wer sich also gerade in Berlin irgendwo mit einem mobilen internetfähigen Gerät aufhält und wissen möchte wer, wann und wo in der Nähe gedreht hat, dürfte auf dieser Seite fündig werden. Die Karte reicht im Osten Berlins bis zum Museumspark Rüdersdorf und im Süden bis zu den Beelitzer Heilstätten wo zwischen 1996 und 2016 drei Filme gedreht wurden; darunter 2002 "Der Pianist" von Roman Polanski. Ganz im Westen von Berlin entstand im Schloss Marquart der Thriller "Bridge of Spies - Der Unterhändler" aus dem Jahre 2015.

Wir wünschen beim Entdecken weiterer interessanter Drehorte auf der innovativen Karte viel Spaß.

Link: www.shotinberlin.de

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Übrigens gibt es von einem anderen Unternehmen, dem videoSightseeing, einem Anbieter für Multimedia Stadtrundfahrten, jeden zweiten Samstag im Monat unter dem Motto »Filmstadt Berlin – Das rollende Kino« geführte Bustouren durch Berlin, bei welchem die Teilnehmer zu den Schauplätzen berühmter Berlin-Filme gefahren werden. In den Kopfstützen der Reisebusse und im Mittelgang sind Monitore installiert, auf denen kurze Ausschnitte oder Trailer zu den jeweiligen Filmen der angefahrenen Orte präsentiert werden.

Auch die Unternehmen Hirschfeld und Get Your Guide bieten auf Nachfrage ähnliche Touren für Gruppen und Einzelpersonen an.

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Deutsche Synchrondatei - frei zugängliche Datenbank-Informationsquelle.

Ähnlich interessant und mindestens ebenso umfangreich ist die Deutsche Synchrondatei, eine internetbasierte Datenbank zu Synchronsprechern und synchronisierten Filmen.

Nicht nur durch Streaming-Dienste wie "Netflix" oder "Amazon" wird der Markt geradezu überschwemmt mit TV-Serien aus dem Ausland. Es herrscht Hochbetrieb in deutschen Synchronstudios, damit in ausländischen Serien "deutsch" gesprochen wird, aber der Flair nicht verloren geht. Eine Herausforderung für alle Beteiligten. Über tausend Schauspieler verdienen damit ganz oder teilweise ihr Geld.

In der werbefinanzierte Online-Datenbank sind (internationale) Schauspieler und deren deutschsprachige Synchronsprecher aufgeführt und – sofern bekannt – werden die verantwortliche Synchronfirma, der verantwortliche Dialogregisseur und der Dialogbuchautor genannt.

Die Datenbank ermöglicht die Suche nach Serien, Filmen, Schauspielern und Synchronsprechern. Jeder Nutzer kann ohne vorherige Registrierung neue Daten eingeben bzw. falsche Einträge korrigieren. Diese Eingaben werden vor der Freischaltung von den Seitenbetreibern Martin Schowanek (Inhalt) und Christopher Beppler (Programmierung) weitestgehend geprüft.

Eine Angabe über die Quellen und damit die Richtigkeit der Daten gibt es jedoch nicht. 2016 verfügte die Datenbank laut Eigendarstellung über rund 470.000 Einträge und wird durchschnittlich von etwa 11.000 Nutzern pro Tag besucht.

Auf der Startseite ist auf Wunsch eine zufällige Begrüßung von bekannten Sprecherinnen und Sprechern zu hören. Auf der entsprechenden Facebookseite sind noch weitaus mehr Stimmen zu hören und mit den dazugehörigen Bilddateien auch im Videoportrait zu sehen.

Hier ein lustiges Beispiel mit interessanten Hintergrundinformationen von Bernd Rumpf, deutsche Stimme von Liam Neeson und Alan Rickman:

Sowie ein weiteres charmantes Beispiel mit Jürgen Kluckert und seiner Stimme von Benjamin Blümchen, Chuck Norris und Mr. Krabs:

Im Karteikartenreiter der offiziellen Website lässt sich zudem die Auswahl weiter eingrenzen, sodass nicht nur nach Sprecher*innen, sondern auch gezielt nach bestimmten Filmen, Serien und Episoden gesucht werden kann.

Links: www.synchronkartei.de

Quellen: DLF | Wikipedia

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