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Zum 11. Mal in Berlin - das Weltkinofestival 2016

"AROUND THE WORLD IN 14 FILMS" heißt offiziell das 11. Weltkinofestival 2016 in Berlin, das nun schon zum zweiten Mal im Kino der Kulturbrauerei stattfindet.



Große Namen des Weltkinos wie Otar Iosseliani, Amos Gitai, Bahman Ghobadi, Radu Jude, Albert Serra und Ulrich Seidl sowie deutsche Stars wie Meret Becker, Lars Eidinger, Claudia Michelsen, Ulrich Matthes, Hans-Werner Meyer, Johann von Bülow, Nora von Waldstätten und Mark Waschke sind Gäste der 11. Ausgabe von AROUND THE WORLD IN 14 FILMS.

Vom 25.11. - 4.12.2016 erwartet das 11. Berliner Weltkinofestival AROUND THE WORLD IN 14 FILMS im Kino in der KulturBrauerei Gäste aus Deutschland, Finnland, Georgien, Großbritannien, Israel, Kurdistan, Österreich, Rumänien, Russland, Spanien und der Türkei, darunter die Regisseurinnen und Regisseure Emin Alper ("Frenzy", Türkei), Esther May Campbell ("Light Years", Großbritannien), Bahman Ghobadi ("A Flag without a Country", Kurdistan), Amos Gitai ("Rabin, the Last Day", Israel), Otar Iosseliani ("Winter Song", Hommage Otar Iosseliani), Radu Jude ("Scarred Hearts", Romanian Preview), Juho Kuosmanen ("Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki", Finnland), Angela Schanelec ("Der traumhafte Weg", German Night), Ana-Felicia Scutelnicu ("Anishoara", German Night), Ulrich Seidl ("Safari", Österreich), Kirill Serebrennikov ("The Student", Russland) und Albert Serra ("The Death of Louis XIV", Eröffnungsfilm).

Dazu kommen die Schauspielerinnen und Schauspieler Oona Airola (Hauptdarstellerin "Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki"), Lars Eidinger und Nora von Waldstätten (Darsteller "Personal Shopper", French Preview, Regie: Olivier Assayas), Ana Morari (Hauptdarstellerin "Anishoara"), die Darstellerinnen und Darsteller von "Der traumhafte Weg", der Autor Marius von Mayenburg sowie die finnische Band Ykspihlajan kino-orkesteri. Die IFA-Jury 2016 des Intercultural Film Awards (IFA) bilden die Schauspielerin Ina Weisse, die Journalistin Christiane Peitz ("Der Tagesspiegel") sowie der Regisseur Ayat Najafi.

Für spannende Begegnungen und Gespräche sorgen zudem die diesjährigen Festivalpatinnen und -paten, die persönlich in die Filme einführen und nach den Vorstellungen mit dem Publikum über das Gesehene diskutieren werden. Im Grußwort von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, der wieder die Schirmherrschaft über das Festival übernommen hat, heißt es:

'Around the World in 14 Films' ist nach inzwischen zehn erfolgreichen Jahren zu einem kleinen Juwel in der deutschen Filmlandschaft geworden. Alljährlich hat das Festivalpublikum in nur wenigen Tagen die einzigartige Gelegenheit, viele Regionen der Erde zu bereisen – und das bequem vom Kinosessel aus. Auch in diesem Jahr holt das Festivalteam wieder junges Weltkino nach Berlin, darunter Beiträge aus Israel, Kurdistan, der Türkei, aus Russland und dem Iran – Ländern und Regionen, die derzeit auch politisch im Fokus stehen.“

Da ab Ende November in Berlin parallel zu 'Around the World in 14 Films' auch die erwähnenswerte 16. Französische Filmwoche stattfindet, möchten wir auf eine besondere Kooperation der beiden Festivals hinweisen. Neben den 14 Berlin-Premieren des Weltkinofestivals zeigt 'Around the World in 14 Films' als Zusatzbonbon zwei französische Previews, die auf beiden Festivals gleichzeitig noch vor dem offiziellen Kinostart laufen werden. Insbesondere die Verfilmung des Theaterstücks "Einfach das Ende der Welt" durch den Frankokanadier Xavier Dolan hat es uns angetan. Die filmische Umsetzung über das unaussprechliche Thema Tod ist äußerst sensibel, ja fast poetisch mit der Kamera eingefangen worden. Eine der besten Theaterverfilmungen, wenn nicht sogar einer der besten Filme des Jahres 2016. Hier der Trailer:



Festivalleiter Bernhard Karl hat wieder eine großartige Auswahl an Filmen getroffen, die manchmal gar nicht mehr ins Kino kommen, sondern nur noch auf Festivals oder Online oder vielleicht spät nachts im Fernsehen gezeigt werden. Der TV-Sender arte, einer der Hauptsponsoren des Festivals, beschritt sogar einen anderen Weg und zeigte zwei der nachfolgend aufgeführten Werke vorab in einem eigenen Online ArteKinoFestival, wie wir berichteten. Allerdings waren die Filme nur für eine begrenzte Schaar an Zuschauern in Europa erreichbar. Die Wirkung auf der Leinwand ist zudem eine andere. In den 10 Festivaltagen werden zusammen mit den Sondervorstellungen diesmal 23 Filme des Weltkinos zu sehen sein, die man nicht versäumen sollte. Zuvor feierten die Filme ihre Weltpremieren bei führenden Filmfestivals in Cannes, Venedig, Locarno oder Sundance.

Eröffnungsfilm: "The Death of Louis XIV", R. Albert Serra

1 – Chile: "Neruda", R. Pablo Larraín
2 – Brasilien: "Neon Bull", R. Gabriel Mascaro
3 – USA: "Certain Women", R. Kelly Reichardt
4 – Großbritannien: "Light Years", R. Esther May Campbell
5 – Frankreich: "Divines", R. Houda Benyamina
6 – Österreich: "Safari", R. Ulrich Seidl
7 – Finnland: "Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki", R. Juho Kuosmanen
8 – Russland: "The Student", R. Kirill Serebrennikov
9 – Türkei: "Frenzy", R. Emin Alper
10 – Kurdistan: "A Flag without a Country", R. Bahman Ghobadi
11 – Iran: "The Salesman", R. Asghar Farhadi
12 – Israel: "Rabin, the Last Day", R. Amos Gitai
13 – Philippinen: "The Woman Who Left", R. Lav Diaz
14 – Australien, Vanuatu: "Tanna", R. Martin Butler und Bentley Dean

French Preview: "Personal Shopper", R. Olivier Assayas
French Preview: "Einfach das Ende der Welt", R. Xavier Dolan
Romanian Preview: "Sieranevada", R. Cristi Puiu
Romanian Preview: "Scarred Hearts", R. Radu Jude
German Night: "Der traumhafte Weg", R. Angela Schanelec
German Night: "Anishoara", R. Ana-Felicia Scutelnicu
Hommage Otar Iosseliani: "Winter Song", R. Otar Iosseliani
Closing Night: "About Love", R. Anna Melikyan

Eröffnet wird das unabhängige Kinofestival am 25. November 2016 von dem schillernden, katalanischen Minimalisten Albert Serra und seinem "The Death of Louis XIV", in dem Hauptdarsteller und Truffaut-Legende Jean-Pierre Léaud die letzten Wochen des legendären Sonnenkönigs zelebriert. Hier der etwas skurrile Trailer:



Sehr politisch und zum Teil hochaktuell geht es weiter mit den Berlin-Premieren "Rabin, the Last Day" von Amos Gitai, eine Aufarbeitung des Traumas, das das tödliche Attentat auf israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin 1995 in Tel Aviv durch einen ultraorthodoxen Jurastudenten ausgelöst hat, und "A Flag Without a Country" des großen Bahman Ghobadi ("Schildkröten können fliegen"), der hier einen weiteren halb-dokumentarischen Film über sein Volk, die Kurden, präsentiert, das nun auch einer neue Bedrohung gegenübersteht: dem IS. Hier der Trailer:



Emin Alper, Protagonist des jungen, türkischen Kinos, entwirft mit "Frenzy" ein bedrohliches Szenario seiner Heimat, in der Paranoia und staatliche Gewalt dominieren. Mit "The Student" betritt AROUND THE WORLD IN 14 FILMS schließlich russisches Territorium: Der Theater-, Opern-, Film- und Fernsehregisseur Kirill Serebrennikov adaptierte hier das deutsche Theaterstück "Märtyrer" von Marius Mayenburg und wirft dabei einen kompromisslosen Blick auf die moderne russische Gesellschaft. Schon der Trailer zeigt überzeugend starke Bilder:



Detaillierte Beschreibungen zu allen Filmen incl. weiterer Trailer sind auf der Homepage des Festivals zu finden.

Link: 14films.de
Quelle: Jelly Press | 14 Films

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