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Cottbuser Filmschau & Internationales Filmfest Cottbus

Festival des osteuropäischen Films startet mit Cottbuser Filmschau.



Mit einem kleinen, lokalen Festival vor Beginn des großen Internationalen Filmfestivals des osteuropäischen Films, dem FilmFestival Cottbus, startet am heutigen 7. November 2016, die 14. Cottbuser Filmschau. Dort präsentieren sich talentierten Amateure und semi-professionelle Filmschaffende aus der Region Berlin-Brandenburg und der sächsischen Lausitz. In maximal 15 Minuten sollen die Beiträge das Publikum und eine Jury überzeugen. Beide vergeben dann Preisgelder in Höhe von insgesamt 2.750 Euro.

Wie bereits in den Vorjahren unterstützt die arvato Services Cottbus GmbH, als einer der größten Arbeitgeber der Region, den Wettbewerb und dotiert auch den Hauptpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Außerdem entscheiden die Jurymitglieder über die Vergabe des Sonderpreises der Stiftung für das sorbische Volk (dotiert mit 1.000 Euro), welcher sich an Filme richtet, die sich mit der Minderheit der Sorben/Wenden oder der Zweisprachigkeit in der Lausitz auseinandersetzen. Auch das Publikum entscheidet wieder mit. Die Besucher der Cottbuser FilmSchau zeichnen ihren Lieblingsfilm mit einem Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro aus. Die 14. Cottbuser FilmSchau findet am Montag, den 7. November, um 19 Uhr, im Filmtheater Weltspiegel statt und gilt als Auftakt in die Festivalwoche.

26. Ausgabe des FilmFestival Cottbus.
Vom 8.-13. November 2016 folgt die 26. Ausgabe des FilmFestival Cottbus mit drei Wettbewerben und zehn weiteren Programmsektionen. Eine einzigartige Möglichkeit, das Beste des ost- und mitteleuropäischen Kinos in diesem Herbst zu erleben.

Weltoffenheit und Gastfreundschaft werden sich bei der feierlichen Eröffnung am 8. November 2016 im Großen Haus des Staatstheater Cottbus mit familiärer Festivalatmosphäre mischen. Eine Vielzahl an renommierten Filmschaffenden macht die Stadt zu einem jährlichen Schauplatz für das "Who is Who" der Filmbranche.

Eröffnung im Staatstheater Cottbus.
Zur Eröffnung, die der Schauspieler und Regisseur Axel Ranisch moderiert, werden neben dem Ehrenpräsidenten des Festivals und Oscar-Preisträger, István Szabó, auch zahlreiche Vertreter aus Medien, Politik und Gesellschaft zu Gast sein. Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, hält eine der Eröffnungsreden. Schauspieler Urs Rechn (u.a. Darsteller in "SAUL FIA/SON OF SAUL", Oscar 2016 als bester fremdsprachiger Film) ist Mitglied der Jury Wettbewerb Kurzspielfilm und steht beim Auftakt des vielseitigen Rahmenprogramms, der Eröffnungsparty im FestivalClub Scandale, am 8.11.16 auch als DJ hinter den Plattentellern.

Das FilmFestival Cottbus begrüßt nicht nur branchen- und länder-, sondern auch generationsübergreifend Gäste: Den jüngsten und den ältesten aktiven Festivalteilnehmer trennen stolze 74 Jahre. Olivia Nike Frenzel (16 Jahre) aus Cottbus ist Mitglied der deutsch-polnisch-tschechischen Schülerjury des U 18 Wettbewerbs Jugendfilm. Abraham Ascher, Historiker und Protagonist des Dokumentarfilms "WIR SIND JUDEN AUS BRESLAU/WE ARE JEWS FROM BRESLAU", wurde dagegen schon 1926 in Wroclaw/Breslau geboren. Das FilmFestival Cottbus führt sie zusammen - ein Sinnbild für die Verbindung von Generationen und Gästen aus der ganzen Welt, mit all ihren Geschichten und Filmen.

200 Filme aus 45 Ländern.
Mit einer Gesamtlaufzeit von circa 145 Stunden werden an sechs Tagen in sieben Spielstätten fast 200 Filme aus 45 Ländern präsentiert, darunter 19 Welt- und Internationale Premieren sowie 76 Deutschlandpremieren. 14 Dolmetscher werden die in Originalsprache (mit englischen Untertiteln) gezeigten Filme simultan ins Deutsche übersetzen. Die Filme haben zum Teil einen weiten Weg per Kurierdienst hinter sich gebracht. So kamen diese nicht nur aus Polen, Russland, dem Baltikum oder Ungarn, sondern auch aus Australien, den USA, Kolumbien, Mexiko, Argentinien, Brasilien, der Türkei und Südkorea. Fast alle Filme wurden im digitalen Vorführformat DCP (Digital Cinema Package) geliefert. Nur fünf Filme sind 35-mm-Kopien. Acht Full-Dome-Filme werden die Kuppel des Planetariums im 360-Grad-Format ausfüllen.

Zentrale Spielstätte des Wettbewerbs ist wieder die Stadthalle im Herzen der Stadt, zwischen historischem und modernem Stadtkern, die seit fast 35 Jahren das größte Veranstaltungshaus Brandenburgs ist und bis zu 2.000 Besucher fasst.

Im Fokus diesmal Kuba.
Einer der Schwerpunkte des Festivals ist diesmal Kuba, das nach dem Ende des US-Boykotts sich zunehmend dem Westen zu öffnen versucht. Gelegenheit mehr von Kuba zu sehen, geben dazu 19 kurze, mittlere und lange Beiträge internationaler und kubanischer Filmemacher vom 8. bis 13. November. Das Thema Kuba nimmt auch der diesjährige Festival-Trailer zum Anlass seines witzigen Clips:



Lange Zeit bildete Kuba mit den Staaten des Ostblocks eine ideologische Einheit. Die kritische Auseinandersetzung mit der kubanischen Gegenwart und jüngeren Vergangenheit findet in Themen wie Exil, zerrissenen Familien und der Sehnsucht nach einem besseren Leben Ausdruck. Die Reihe »Fokus« Kuba wurde von Wolfgang Martin Hamdorf und dem Filmemacher Daniel Abma kuratiert, dessen Dokumentarfilm über Geschlechtsumwandlungen in Kuba, "TRANSIT HAVANNA", am 3.11.16 in den deutschen Kinos angelaufen ist und auch beim FilmFestival Cottbus nochmals zu sehen ist. Eine Filmkritik hatten wir bei uns am 3.11.2016 veröffentlicht. Hier nochmals der Trailer:



In Kooperation mit dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. zeigt das FilmFestival Cottbus am 9.11.16 in seiner Retrospektive auch den 'Lola'-Gewinnerfilm 2001 "HAVANNA MI AMOR" in Anwesenheit des Regisseurs Uli Gaulke. Hier der Trailer:



Der Film ist zugleich Bestandteil der Filmreihe "Kino Hinter Gittern", die das FilmFestival Cottbus von September bis Dezember 2016 mit Unterstützung der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus veranstaltet.

U18 Wettbewerb Jugendfilm jetzt trinational.
Zum 26. FilmFestival Cottbus wird der U18 Jugendfilmwettbewerb um die Tschechische Republik erweitert. Erstmalig stehen damit polnische, tschechische und deutsche Filme auf dem Programm dieser Sektion. In fünf Lang- und drei Kurzspielfilmen werfen die Regisseure mit Offenheit und Neugier einen direkten Blick auf die heutige Lebenswelt heranwachsender Menschen.

So erzählt der polnische Film "WELLEN" davon, wie zwei junge Mädchen als Hairstylistinnen versuchen, dem Alltagstrott und anderen Herausforderungen des Familienlebens - oder was davon noch übrig ist - zu entfliehen. In der deutschen Produktion "VIKTORIA" gerät eine Paralympics-Gewinnerin durch das Wunder, wieder laufen zu können, in Gewissenskonflikte. In "ROAD-MOVIE" aus der Tschechischen Republik machen sich ein junger Mann und eine junge Frau, zwei Freunde aus Schulzeiten, in einem alten Ford Taunus auf eine Reise von Prag nach Österreich. Ebenfalls im U18 Wettbewerb Jugendfilm läuft mit Shooting Jungstar Louis Hoffman die Verfilmung "DIE MITTE DER WELT" nach dem gleichnamigen Bestsellerroman des erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchautors Andreas Steinhöfel. Bundesweiter Filmstart ist noch während des Festivals am 10.11.2016. Der Film, der das Thema Selbstfindung und Homosexualität unter Jugendlichen behutsam anspricht, hat uns Dank der Schauspielerleistung von Louis Hoffmann bereits zu einer Pressevorführung sehr gefallen. Hier der Trailer.



Im Anschluss an alle Filmbeiträge gibt es Gespräche mit den Regisseuren, Drehbuchautoren oder Schauspielern.

Cottbus zeigt Goyas "Desastres de la Guerra".
Nach Cottbus in diesem Jahr zu fahren lohnt auch noch aus einem anderen Grund. Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus hat mit einer Programmänderung auf die aktuelle politische Lage reagiert und zeigt unter dem Titel: Krieg, Rechtsextremismus, Flucht bis zum 1. Januar 2017 drei außerplanmäßige Ausstellungen mit Kriegsdarstellungen des spanischen Künstlers Francisco de Goya (1746-1828) sowie Kriegsfotografien aus Dresden und Kobane. Eine weitere Fotoausstellung dokumentiert unter dem Titel "Rechtsruck" Entwicklungen der frühen neunziger Jahre. In Cottbus findet zudem in dieser Zeit eine "Spanische Woche" in der Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus mit umfangreichem Begleitprogramm statt und das OBENKINO Cottbus, das u.a. auch Spielstätte des FilmFestival Cottbus ist, setzt während der Ausstellungslaufzeit mit Aufführungen zweier aktueller Filme der Regisseure Pedro Almodòvar und Iciar Bollain Aspekte das moderne Spanien ins Bild.

Zwölf Beiträge im Internationalen Wettbewerb.
Zwölf Beiträge aus 18 Koproduktionsländern gehen auf dem FilmFestival Cottbus ins Rennen um den mit 25.000 EUR dotierten Hauptpreis und die Preisskulptur Lubina. Der Wettbewerb Kurzspielfilm wartet mit zehn weiteren Erstaufführungen auf, darunter vier internationale Premieren.

Mit Rusudan Glurjidze ("DAS HAUS DER ANDEREN"), Dane Komljen ("ALL THE CITIES OF THE NORTH"), Jan P. Matuszynski ("THE LAST FAMILY"), Bogdan Mirica ("HUNDE") und Nino Basilia ("ANNAS LEBEN") geben gleich fünf Regisseurinnen und Regisseure im diesjährigen Wettbewerb ihr Spielfilmdebüt - und zeugen von der Attraktivität des jungen osteuropäischen Kinos. Daneben gehen bereits etablierte Filmschaffende wie Ivan I. Tverdovskij mit "ZOOLOGIE", dessen Trailer wir hier eingebunden haben,



und der Slowene Damjan Kozole mit seinem aktuellen Beitrag "NIGHTLIFE" ins Rennen. Auch hier der Trailer:



Erstaunlich ist das Sounddesign und der Look der beiden eingefügten Filmtrailer, die in beiden Fällen sehr ähnlich ist und eine düstere Stimmung ausdrücken, der man sich schwerlich entziehen kann. Sehr typisch für osteuropäische Filme.

Das FilmFestival Cottbus wird maßgeblich unterstützt vom Land Brandenburg, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, der Stadt Cottbus, dem Auswärtigen Amt sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Link: www.filmfestivalcottbus.de

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