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Italienisches Filmfestival in Berlin - BFI in London

Zeitgenössische Filmproduktionen Italiens im Oktober in Berlin.



Das Cinema Italia, das seit 18 Jahren mit den Highlights des aktuellen italienischen Kinos durch Deutschland tourt und immer zum Jahresende in Berlin mit einer Preisverleihung endet, bekommt ernsthafte Konkurrenz.

Vom 6. bis 9. Oktober 2016 bietet das Italienische Filmfestival Berlin den Freunden der Filmkunst bereits zum dritten Mal das Beste der zeitgenössischen Filmproduktion Italiens. An vier Tagen bekommen die Festivalkinobesucher Gelegenheit, ein abwechslungsreiches Programm aus Filmvorführungen und Begleitveranstaltungen im Kino Babylon zu erleben.

Schon im September warf das Italienische Filmfestival Berlin mit der Deutschlandpremiere von Gennaro Nunziantes Komödie „Der Vollposten“, dem erfolgreichsten einheimischen Film aller Zeiten, erste Schatten voraus. Ebenfalls im September präsentiert das Festival in einem Filmmarathon vier weitere große Kinofilme des Traum-Gespanns Gennaro Nunziante und Checco Zalone.

In diesem Herbst ehrt das Italienische Filmfestival Berlin Paolo Virzì, einen der angesehensten Regisseure des italienischen Kinos. Der von Publikum und Filmkritikern gleichermaßen geschätzte Filmemacher zählt zu einem der wichtigsten Vertreter der modernen italienischen Komödie. Paolo Virzì wird zur feierlichen Eröffnung des Festivals mit seinem Film „Ovosodo“ zu Gast sein. Das Festival widmet ihm zudem die diesjährige Retrospektive. Die Filme dieser Reihe werden im Oktober und November in verschiedenen Kinos in Berlin gezeigt. Hier der Trailer:



Der Film wurde 1997 mit dem Spezialpreis der Jury der 54. Internationalen Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet und war im selben Jahr sowohl für die Regie als auch für das Drehbuch für einen David di Donatello, dem bedeutendsten italienischen nationalen Filmpreis, nominiert. Der Film über Piero Mansani, genannt ‚Ovosodo‘, einen Jungen aus dem Arbeiterviertel in Livorno, erzählt das Leben eines Jungen, der unter schwierigen Bedingungen aufwächst und schließlich über die Freundschaft mit seiner Lehrerin seine Begeisterung für die Meisterwerke der Litertaur entdeckt.

Das Italienische Filmfestival Berlin wird in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut ausgerichtet. Ziel ist es, italienisches Filmschaffen bekannter zu machen und eine Brücke zwischen Deutschland und Italien zu schlagen. Dafür präsentiert das Italienische Filmfestival Berlin die besten Filme der italienischen Kinosaison: vier Tage voller Filmvorführungen und Begegnungen mit Regisseuren, Schauspielern und Drehbuchautoren, die nach Berlin kommen, um ihre Filme zu zeigen und das Publikum zu treffen.

Ausgezeichnetes neues italienisches Kino mit Deutschlandpremieren.
Preisgekröntes italienisches Kino bringt das Festival z.B. mit "Fuocoammare" dem Gewinner des Goldenen Bären der diesjährigen 66. Berlinale auf die Leinwand. Der Film über Flüchtlinge auf der Insel Lampedusa ist der neueste Dokumentarfilm des Regisseurs Gianfranco Rosi. "Non essere cattivo" war der italienische Kandidat bei der Oscarverleihung 2016. Der letzte Spielfilm der Trilogie von Regisseur Claudio Caligari, zeigt Cesare und Vittorio, die beide 20 Jahre alt sind und in einer Welt leben, in der Geld, synthetische Drogen und Kokain schnell ihre Besitzer wechseln. Gabriele Mainettis Film-Offenbarung "Lo chiamavano Jeeg Robot" ist Gewinner von sieben David di Donatello, dem bedeutendsten nationalen italienischen Filmpreis. Sein Held kommt in Kontakt mit einer radioaktiven Substanz und hat plötzlich übermenschliche Kräfte. Doch statt diese wie geplant für seine kleinkriminelle Karriere zu nutzen, trifft er Alessia, die davon überzeugt ist, mit Enzo den Helden aus dem Anime-Trickfilm Kotetsu Jeeg vor sich zu haben und alles kommt anders.

Das Festival holt zahlreiche Filme erstmalig auf eine deutsche Kinoleinwand. So zeigt es den Film "Fai bei Sogni" des Regisseurs Marco Bellocchio, einer der wichtigsten Persönlichkeiten des italienischen Autorenfilms. Der Film eröffnete 2016 in Cannes die Sektion Quinzaine des Réalisateurs. Hier ein paar Ausschnitte:



Auch "Chiamatemi Francesco", die Geschichte von Jorge Bergoglios, dem Sohn einer Familie italienischer Immigranten in Buones Aires, der schließlich zum Oberhaupt der katholischen Kirche im Jahr 2013 gewählt wird, wird erstmalig in Deutschland zu sehen sein. In "Nel paese dei coppoloni" wird ein imaginärer Ort real und ein existierender Raum wird Fantasie. Der Dokumentartfilm begleitet den bekannten italienischen „vagabundierenden Musiker” Vinicio Capossela.

ITALIENISCHES FILMFESTIVAL BERLIN
6. bis 9. Oktober 2016, Kino Babylon
Link: www.italianfilmfestivalberlin.com
Quellen: filmecho | rische & co pr

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BFI - London Film Festival 2016



Wie bereits gestern kurz erwähnt, findet die 60. Jubiläumsausgabe des London Film Festivals, das jedes Jahr vom British Film Institute (BFI) organisiert wird, vom 5.-16. Oktober 2016 statt. Das internationale Filmfestival in London gilt als das größte Filmfestival im Vereinigten Königreich. Es wurde 1956 von einer Gruppe von Filmkritikern gegründet, darunter die Journalistin Dilys Powell der Wochenzeitung The Sunday Times.

Zum 12 tägigen Jubiläum werden 248 Features aus 74 Ländern in 15 Cinemas präsentiert. Im offiziellen Wettbewerb laufen folgende Filme:

• "Brimstone" von Martin Koolhoven, eine Koproduktion von Netherlands-France-Germany-Belgium-Sweden-UK
• "Certain Women" von Kelly Reichardt, USA
• "Clash" von Mohamed Diab, eine Koproduktion von Egypt-France-Germany
• "Elle" von Paul Verhoeven, eine Koproduktion von France-Germany
• "Frantz" von François Ozon eine Koproduktion von France-Germany
• "Goldstone" von Ivan Sen, Australia
• "Layla M." von Mijke de Jong, eine Koproduktion von Netherlands-Belgium-Germany-Jordan
• "Moonlight" von Barry Jenkins, USA
• "Neruda" von Pablo Larraín, eine Koproduktion von Chile-Argentina-France-Spain
• "A Quiet Passion" von Terence Davies, eine Koproduktion von UK-Belgium
• "Una" von Benedict Andrews, UK
• "Your Name" eine Animation von Makoto Shinkai, Japan

Spannend dürfte auch der Wettbewerb der 13 ausgesuchten First Feature Films sein sowie Werner Herzogs bereits in Toronto beim TIFF Festival gezeigte Virtual Premiere von "Lo and Behold" dessen Trailer wir hier eingebunden haben.



British Film Institute ehrt Steve McQueen.
In diesem Jahr ehrt das BFI den schwarzen Regisseur Steve McQueen als ersten schwarze Produzent oder Regisseur mit dem BFI Fellowship. Steve McQueen verhalf "12 Years a Slave" als erstem Film eines schwarzen Produzenten oder Regisseurs zu einem Oscar. Nun wird er auch der erste sein, der am 15. Oktober 2016 diese Auszeichnung im Rahmen des BFI London Film Festivals erhält. Das British Film Institute verleiht den Orden an Persönlichkeiten für ihre hervorragenden Verdienste um Film und TV. Im vergangenen Jahr war Cate Blanchett mit dem BFI Fellowship ausgezeichnet worden.

"Als Gewinner des Turner-Preises und des Oscars sticht Steve in der Welt des Films und des Bewegtbilds hervor. Er ist einer der einflussreichsten britischen Künstler der vergangenen 25 Jahren und seine Arbeit - sowohl seine Kurz- als auch seine Langfilme - hat immer wieder den Fortbestand der Menschlichkeit mit einer von ihm geschaffenen Poesie und Visualität untersucht - auch wenn sie mit einer unmenschlichen Grausamkeit konfrontiert wurde. Wir sind sehr begeistert darüber, dass Steve ein BFI Fellow wird", erklärt der neue BFI-Vorsitzende Josh Berger.

Steve McQueen ist dem British Film Institute schon lange verbunden: "Ich war vor 28 Jahren erstmals in der Bibliothek und dem Kino des British Film Institute. Es ist überwältigend, dass ich nun ein Fellow und Ehrenmitglied bin, zusammen mit dieser herausragenden Liste von Persönlichkeiten. Ich fühle mich geehrt."

Link: www.bfi.org.uk/lff
Quellen: BFI | Blickpunkt:Film

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