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Elf Romane für neue Filmstoffe zur 65. Berlinale 2015

Elf neue Filmstoffe bei "Books at Berlinale".



Am heutigen 10. Februar 2015 können Filmproduzenten bei „Books at Berlinale“ elf neue Stoffe für Literaturverfilmungen entdecken. Das Pitching mit anschließendem Get-Together findet zum nunmehr zehnten Mal im Rahmen des Berlinale Co-Production Market statt. Dieser findet seit 2005 im Preußischen Landtag, dem heutigen Berliner Abgeordnetenhaus, statt direkt gegenüber dem Martin-Gropius-Bau, der zur gleichen Zeit den European Film Market (EFM) beherbergt.

Hier können die geladenen Produzenten direkt nach der Präsentation der Bücher deren Rechteinhaber – international aktive Verlagsvertreter und Literaturagenten - kennenlernen, um über die Verfilmungsrechte zu verhandeln und um ihre Kontakte zur Buchwelt zu pflegen und auszubauen. Beteiligt sind ca. 500 erfahrene internationale Produzenten, Filmfinanziers und Filmverleiher sowie Vertreter von Förderinstitutionen, Weltvertrieben und Fernsehsendern, um internationale Koproduktionen zu initiieren.

Rund 130 Bücher aus mehr als 25 Ländern wurden dieses Jahr für „Books at Berlinale“ eingereicht. Die elf ausgewählten Bücher kommen von Verlagen und Agenturen aus Großbritannien, Dänemark, Frankreich, Italien, Finnland, den Niederlanden, Österreich, Schweden und Deutschland. Aus den heimischen Gefilden sind Stefanie Kremser von Gattys Global sowie Melanie Raabe von Random House Germany mit „The Day I Learned to Fly/Der Tag, an dem ich fliegen lernte“ sowie mit „The Trap/Die Falle“ dabei.

EFM Industry Debates mit neuen »Drama Series Days«

Bei den EFM Industry Debates standen auch dieses Jahr wieder aktuelle Themen der Film- und Medienindustrie auf der Agenda. Zu Beginn der dreiteiligen Diskussionsreihe am 7. Februar 2015 wurde die Entwicklung des chinesischen Videomarkts beleuchtet, der in kurzer Zeit einen gewaltigen Satz gemacht hat. Auf dem Podium saßen u.a. Li Yansong, Vizepräsidentin von iQIYI China, sowie Marc Ganis, Gründer von Jiaflix.

Am 8. Februar 2015 stand das Panel "Produzenten heute: die Freuden und Herausforderungen des Selbstvertriebs" auf dem Programm. Zu den Gästen zählten Gareth Unwin (Produzent von u.a. "The King's Speech - Die Rede des Königs"), Oliver Kaempfer, Managing Director von Parkville Pictures, oder Robert Franke, Director of Contents and Productions bei Viewster Deutschland. Zur Debatte steht, wie sich Produzenten heute oft selbst für den Vertrieb ihrer Filme einsetzen müssen, aber auch Plattformen und Distributionskanäle, die aktuell eine wichtige Rolle bei der Vermarktung von Filmen spielen, werden beleuchtet.

Am gestrigen dritten Tag, den 9. Februar 2015, wurde über High End Drama Series aus Deutschland diskutiert. Es sprachen Oliver Berben, GF Constantin Film Produktion, Jan Mojto, GF Beta Film, und Philipp Steffens, Bereichsleiter Fiction RTL, unter dem Header: "Ready to take off? High-end Drama Series Made in Germany" über den aktuellen Wandel im deutschen Serienmarkt. Diese letzte Gesprächsrunde war gleichzeitig Teil der neuen EFM-Plattform "Drama Series Days" und fand in Kooperation mit der Film- und Medienstiftung NRW statt.

Der Eintritt zu den EFM Industry Debates war für EFM-Fachbesucher und Festivalakkreditierte nach vorheriger Online-Anmeldung frei. Austragungsort war das Spiegelzelt "Gropius Mirror".
Weitere Informationen unter www.efm-berlinale.de

Berlinale Kamera für Marcel Ophüls und Naum Kleiman.

Die Berlinale Kamera, mit der das Festival seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen auszeichnet, geht in diesem Jahr an den Regisseur Marcel Ophüls und Naum Kleiman (Filmhistoriker und ehemaliger Leiter des Moskauer Filmmuseums. Marcel Ophüls ist laut Berlinale einer der bedeutendsten Filmemacher, Chronisten und Aufklärer der Gegenwart. Bereits in den 1960er Jahren machte sich der Sohn des bekannten Theater- und Filmregisseurs Max Ophüls einen Namen als Dokumentarfilmer. In seinen Arbeiten greift er immer wieder Themen des Nationalsozialismus auf und sucht nach den Wurzeln des Totalitarismus.

Der 1937 in Kischinijow im heutigen Moldawien geborene Naum Kleiman ist einer der bedeutendsten Verfechter der Filmkultur im heutigen Russland. Er war Mitbegründer und von 1967 bis 1985 Leiter des legendären Sergei-Eisenstein-Archivs. 1989 gründete er die Moskauer Cinemathek, das Musej Kino, dessen Leitung er 1992 übernahm.

Quellen: Blickpunkt:Film | filmecho | EFM | Berlinale

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