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CinemaCon 2014 (Las Vegas)

Panasonics Four-Third-Kamera filmt in 4K - Sony zeigt kleinen DCI-Projektor.



CinemaCon, die weltgrößte Messe der Kinobranche findet vom 24.03. - 27.03.2014 in Las Vegas statt und bietet brillante Möglichkeiten, die Bildqualität neuer 4K-Geräte persönlich in Augenschein zu nehmen. Außerdem trifft sich das Who-is-Who der amerikanischen Filmbranche vier Tage lang im Spielerparadies, nicht nur um sich zu unterhalten, sondern auch um über die neuesten Technologien zu diskutieren und neue Filmprojekte der Fachwelt vorzustellen.

Sony präsentiert kompakten 4K-Projektor für kleine Independent Kinos.
Bei vielen Firmen gibt es bereits zahlreiche Produkte für ein kompromissloses 4K-Kino-Erlebnis, das sich über Film-, TV-Produktionen und Heimunterhaltung erstreckt. Sony Digital Cinema präsentiert z.B. den vielgepriesenen Projektor SRX-R515, der die Vorteile von 4K auch auf kleinen und mittelgroßen Leinwänden erlebbar macht. Mit seiner umwerfenden Bildqualität und niedrigen Betriebskosten setzt er weltweit Maßstäbe für 4K-Kinovorführungen, die sich kaum schlagen lassen.

Das hochwertige, digitale 4K-Kinoprojektionssystem des Sony SRX-R515 verfügt über ein etwas kleineres Gehäuse als der Sony SRX-R320 und erfüllt dennoch den DCI-Standard. Zu seinen weiteren Merkmalen gehören eine preiswertere Lichtquelle mit einfach und sicher zu ersetzenden Lampen, ein abwaschbarer Luftfilter, ein einziges 15-Zoll-GUI und die Unterstützung von iPad- und Android-Tablets für die Fernbedienung.

Das Projektionssystem des Sony SRX-R515 verfügt über echte 4K-Qualität vom Objektiv bis hin zum integrierten Media Block und bietet eine verbesserte SXRD-Anzeigetechnik, ein höheres Kontrastverhältnis, eine Helligkeit von 15.000 Lumen, augenschonende Sony-3D-Technik und eine hohe Bildwechselfrequenz mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Das System ermöglicht, Inhalte mit hoher Geschwindigkeit einzuspielen/zu übertragen und bietet hohe Speicherkapazität.

Zudem wurde laut einer Pressemeldung vom 12. März 2014 gerade eine Einigung im Rahmen des „Virtual Print Fee“ Programms zwischen Sony Digital Cinema und First Party GmbH erzielt, wodurch auch kleineren, unabhängigen Arthouse Kinos die Umrüstung auf 4K-digital-Projektiossysteme von Sony erleichtert wird, indem die Anfangsinvestition reduziert wird. Bei der First Party GmbH handelt es sich um einen Zusammenschluss von eigenständigen Filmdistributoren, welche sich auf ein Free Rider Agreement einigen konnten. Das Free Rider Agreement hilft den Mitgliedern der First Party GmbH die Kosten für den Wechsel zur digitalen Technologie zu tragen. Das flexible und erschwingliche VPF Programm (Virtual Print Fee) von Sony reduziert die Anschaffungskosten signifikant.

Bisher mussten die Kinobetreiber zu 100% in das digitale Equipment investieren, während die Filmverleiher von der kostengünstigeren digitalen Distribution profitiert haben. Nun tragen 56 Studios zur Digitalisierung von Kinos bei, während Sony die Ausrüstung zu einem vergünstigten Preis zur Verfügung stellt. Sony ermöglicht durch diese enge Zusammenarbeit die Subventionierung der Kosten, die Reduzierung des benötigten Kapitals und die Vereinfachung des Cashflows.

Die First Party GmbH besteht aus 45 nationalen Filmdistributoren, darunter die Central Film Verleih GmbH, Concorde Filmverleih GmbH, Constantin Film Verleih GmbH, Senator Film Verleih GmbH, Tobis Film GmbH und Universum Film GmbH. Damit arbeitet Sony Digital Cinema in Deutschland mit insgesamt 56 nationalen Filmdistributoren zusammen – aufgeteilt in 45 Distributoren innerhalb des Free Rider Agreements, 6 VPF Verträge mit den 6 Hollywood Studios und 5 direkte VPF Verträge mit kleinen Distributoren außerhalb der First Party GmbH.

Sony Digital Cinema bietet den Kinobetreibern eine komplett auf ihr Kino zugeschnittene VPF-Lösung mit den passenden Sony 4K-Projektoren, einem umfangreichen Theater Management System inklusive eines zentralen Datenspeichers, einer 10-jährige Garantie und dem kompletten Service an. Darüber hinaus ermöglicht Sony auch eine Finanzierung des Theateranteils.

Darüber hinaus lassen sich die Sony-Projektoren jederzeit durch ein „3D-Paket“ nachrüsten, das aus einem Doppelobjektiv und mehreren Polarisationsfiltern besteht. Anders als beim „Triple-Flash“-Verfahren, bei dem abwechselnd ein Bild für das linke und rechte Auge gezeigt wird, kommt es hierbei zu keinen Flashing-Effekten, die die Zuschauer bei schnellen Action-Szenen oft als störend empfinden. Dank alternativer Inhalte können Kinobesitzer außerdem einen höheren Umsatz erzielen.

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Panasonics 4K-Kamera kostet 1.700 US-Dollar
Als Canon seine erste Canon EOS Spiegelreflexkameras mit Videofunktion für den Vollformatsensor herausbrachte, war die Nachfrage bombastisch. Erstmals konnten Independent Filmer preiswert die Schärfentiefe eines 35mm Sensors für gestalterische Unschärfen nutzen, was vorher nur den Profis mit teurem Equipment vorbehalten war. Zahlreiche andere Hersteller zogen nach und auch im APS-C Format hat sich das Angebot mit der Full-HD Video-Funktion für Fotografen und Filmer durchgesetzt.

Allerdings ist die Qualität nicht immer ganz befriedigend. Oft macht sich ein leichter Moiré-Effekt bei der Wiedergabe bemerkbar. Nur Panasonic soll diesen in seiner mirrorless Lumix Systemkamera GH3 in den Griff bekommen haben. Allerdings ist der Sensor für das Panasonic und Olympus Micro-Four-Third-Format noch etwas kleiner als bei Kameras mit dem APS-C-Sensor. Da aber bei der 16:9 HD-Videoaufnahme die Sensoren sowieso oben und unten beschnitten werden, kommt die volle Sensorgröße allerdings nur im Fotomodus für eine bessere Qualität zum Tragen. Die Unterschiede zwischen der APS-C-Sensorgröße und dem Four-Third-Format sind deshalb zu vernachlässigen. Nur das 24x36mm Vollformat mag in manchen Fällen Qualitätsvorteile bieten.

Dass Panasonic dennoch weiterhin erfolgreich auf das Four-Third-Format setzt, beweist die neue Panasonic Systemkamera Lumix DMC-GH4, die als erste Kamera ihrer Art mit einer 4K-Videofunktion vorgestellt wurde. Preiswert ist das neue Modell jedoch nicht. Die Panasonic Lumix DMC-GH4 soll ohne Objektiv 1.700 US-Dollar kosten, teilte der Hersteller mit. Die Kamera ist mit einem Micro-Four-Thirds-Sensor ausgerüstet, der Fotos mit 16 Megapixeln und Videos mit maximal 4K (4.096 x 2.160 Pixel bei 24p) aufnimmt.

Video: Panasonic zeigt 4K-Footage von der GH4 (3:07)


Als Zubehör bietet Panasonic die Schnittstelleneinheit YAGH an, in die der Benutzer die GH4 stellen kann. Sie ermöglicht die Videoübertragung in einem professionellen Arbeitsumfeld, kostet allerdings mit 2.000 US-Dollar mehr als das gesamte Kameragehäuse. Ihre vier parallelen SDI-Ausgänge (4:2:2/10-Bit) können auch für 4K (4/10-Bit) genutzt werden. Ein Timecode-Anschluss ermöglicht die Synchronisation bei Aufnahmen mit mehreren Kameras. Die XLR-Eingänge des Zusatzmoduls eignen sich zum Anschluss von Line- oder Kondensatormikrofonen. Die rechten und linken Kanäle lassen sich separat mit Hilfe einer LED-Anzeige auf der Rückseite des Geräts überwachen und steuern. Das Modul wird über einen 12V-Gleichstrom-Eingang betrieben und versorgt gleichzeitig auch die GH4 mit Strom.

Link: cinemacon.com
Quellen: Sony | Golem | Panasonic | Blickpunkt:Film

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