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Nach Raindance folgt Sundance dann Snowdance

Sundance: Das größte Filmfestival der Independent-Szene in den USA.



Noch vor der Berlinale, den Internationalen Filmfestspielen in Berlin, die am 6. Februar 2014 beginnen, blicken die unabhängigen Filmemacher immer im Januar gespannt in die USA, wo im winterlichen Park City des US-Bundesstaates Utah sich die Independent Film Szene der ganzen Welt trifft. Das vom SUNDANCE Institute organisierte Filmfestival ist in diesem Bereich führend und findet diesmal vom 16. bis 26. Januar 2014 statt.

Eröffnet wird der Sundance-Wettbewerb der internationalen Kino-Dokumentarfilme von der deutsch-israelisch-britische Koproduktion „The Green Prince“. Der Thriller von Nadav Schirman erzählt die Geschichte eines der wichtigsten Agenten des israelischen Geheimdienstes. Unter dem Decknamen „Der grüne Prinz“ wird ein Mann angeheuert, um seine eigene Familie und seine eigenen Leute über ein Jahrzehnt lang auszuspionieren. Die verhängnisvolle Beziehung mit seinem Agentenführer steht im Mittelpunkt der Geschichte über Terror, Verrat und Freundschaft - über alle Grenzen hinweg.

Der Film wurde produziert von der in Frankfurt und München ansässigen A-List Films in Koproduktion mit Telepool, der Londoner Passion Pictures und Red Box Films sowie in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und von der Hessischen Filmförderung unterstützt. „The Green Prince“ (Weltvertrieb: Global Screen) erhält auch Unterstützung im Rahmen des Film Sales Support der European Film Promotion auf dem Sundance Filmfestival. Zudem nehmen zwei weitere deutsche Koproduktionen in Sundance am World-Cinema-Wettbewerb in der Kategorie Dokumentarfilm teil.

Mit dabei ist in SUNDANCE auch der deutsche Film "Feuchtgebiete" von David Wnendt. Die Verfilmung des Romans von Charlotte Roche nimmt als einzige rein deutsche Produktion am World-Cinema -Wettbewerb in der Kategorie Drama teil. Sie konkurriert dort u.a. mit Noaz Deshes italienisch-deutsch-tansanischen Koproduktion "White Shadow". Hier der Trailer:



In Berlin hatte gerade das Independet Filmfestival Unknownpleasures von SUNDANCE Gründer Robert Redford seinen neuesten Film "All ist Lost" als Deutschlandpremiere präsentiert. Ab morgen ist der Film regulär in unseren Kinos zu sehen. In "All is lost" beschreibt er einen abenteuerlich Segelturn mit Mastbruch und zum Schluss sogar mit dem Verlust seines Rettungsfloßes. Dennoch gibt es am Ende des Film eine Hoffnung. Eine Hoffnung, die sich hoffentlich auch für die vielen unabhängigen kleinen und oft verarmten Independent Filmer erfüllt, wenn ihr Film beim Sundance Filmfestival auf der großen Leinwand Erfolg hat. Hier der Trailer:



Ähnlich wie in den USA gibt es auch in London mit dem RAINDANCE Film Festival ein Treffen der Independent Filmemacher, das mehr sein will als nur eine Präsentationsplattform neuer Filme. Beide genannten Festivals betreiben nämlich neben den Filmvorführungen jeweils das ganze Jahr über ein Filminstitut, das sich in intensiven Kursen um den Filmnachwuchs kümmert. Auch in Berlin ist Raindance mit einem Ableger vertreten. Vom 20. bis 23. November 2013 wurde den Berliner Autorenfilmern eine Mischung aus eindrucksvollen Dokumentarfilmen, Spielfilmen und preisgekrönten Kurzfilmen präsentiert. Wie bei den anderen beiden Originalen üblich, wurden die Screenings von intensiven Seminaren für Nachwuchsfilmer sowie Q&As mit Regisseuren und Podiumsdiskussionen begleitet.

Weitere Informationen zum Sundance-Programm unter www.sundance.org/festival.

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Gleich nach SUNDANCE folgt mit SNOWDANCE vom 31.01. bis 02.02.2014 ein weiteres Event-Filmfestival, doch diesmal im Süden Deutschlands. Auf allen drei genannten Filmfestivals, die sich vor allem an den Filmnachwuchs und somit an junge Leute richten, werden nicht nur Filme geschaut, sondern es wird überall auch kräftig gefeiert.

SNOWDANCE bietet in Landsberg am Lech in erster Linie ein Forum für unabhängig gedrehte Langfilme, d.h. Filme, die länger als 72 Minuten sind. Unter diesen vorselektierten Filmen (maximal 20) wählt eine Jury mit prominenten Juryvorsitz einen würdigen Preisträger für den Snowdance-Independent-Filmaward aus. Die Sichtung und öffentliche Vorführung der für den Preis in Frage kommenden Langfilme ist das offizielle Hauptprogramm der zunächst drei Festivaltage.

Das filmische Rahmenprogramm bieten 10 vorselektierte, unabhängig hergestellte Kurzfilme, die in einer stadtbekannten Szenebar zu festen Uhrzeiten auf großen Flatscreens gezeigt werden. Dieses “Film-Clubbing” bezieht also die örtliche Szene mit ein. Im Wechsel mit live gespielter Musik werden die Kurzfilme gezeigt und von den Anwesenden bewertet. Am Ende des Festivals wird der Kurzfilm mit den besten Publikumsbewertungen dem Premierenpublikum vor dem Eröffnungsfilm gezeigt.

Parallel zu den Filmveranstaltungen, wird in einem zentralen Gebäude eine Technik-Show stattfinden. Ebenfalls werden in diesem Rahmen Workshops von führenden Indie-Filmern zu Produktion, Technik und Finanzierung gegeben werden. Die beiden zentralen Veranstaltungen finden am Samstag Abend und am Sonntag Nachmittag statt: Samstags ab 22.00 Uhr wird ein großes Fest in einer großen In-Location gefeiert werden. Mit Live-Bands und bekanntem Electro-DJ. Am Sonntag Nachmittag folgt in einer zentralen Veranstaltung die Preisverleihung mit Vorführung der beiden Gewinnerfilme.

Link: www.snowdance-filmfestival.com
Quellen: Blickpunkt:Film | Sundance | Snowdance | Raindance | filmecho

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