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Weltpremiere im Berliner Zoo Palast

Grand Cinema Besitzer Hans-Joachim Flebbe knüpft an alte Zeiten an.



Einst war der Zoo Palast das Premierenkino in Berlin. Gut drei Jahre lang wurde das Ensemble um das Bikini-Haus nun modernisiert. Die Baustelle am ehemaligen Berliner Center für Damen-Ober-Bekleidung (DOB) ist zwar noch nicht verschwunden, doch eine glanzvolle Neu-Einweihung konnte Berlins schönstes Kino bereits am 24. November 2013 feiern. Sozusagen ein Testlauf für die Berlinale, die wieder exklusive Filme auf Berlins größter Leinwand zeigen will, wenn man das IMAX-Kino als Sonderform ausklammert.

Auch Grand Cinema Besitzer Hans-Joachim Flebbe will wieder an alte Zeiten anknüpfen und mit Filmpremieren der alten West-City neuen Glanz bescheren. 10 Jahre nach der Wiedervereinigung war die Berlinale an den Potsdamer Platz gezogen. Im Jahre 2000 war dort das Sony-Center mit zahlreichen Kinosälen fertiggestellt worden und am Marlene-Dietrich-Platz entstand der neue Berlinale-Palast, der seitdem das alte Premierenkino Zoo Palast nahezu in einen Dornröschen-Schlaf versetzte. Die UCI-Gruppe tat wenig, um das Kino zu retten. Vielmehr wurde erbarmungslos angebaut, ausgeschlachtet und heruntergewirtschaftet, ohne auf Service und Kinokultur zu achten.

Erst der einstige Gründer der Cinemaxx-Gruppe, Hans-Joachim Flebbe, kam auf die Idee eines der mittlerweile geschlossenen Ku-Damm Kinos, den alten UFA-Palast, mit hochwertiger Lederbestuhlung und weiten Sitzabständen auszurüsten und hatte Erfolg. Sogar die Platzanweiser kamen nunmehr als Hostessen zurück in das als Astor-Filmlounge umbenannte Kino und dürfen nun den Gästen direkt am Platze Speisen und Getränke in den Pausen oder im Vorprogramm servieren.

Das gehobene Niveau soll auch im Zoo Palast einkehren und die Atmosphäre an die Nierentischzeiten der 50er Jahre erinnern. Die Technik ist jedoch vom Feinsten. Sogar 70mm Filme können noch gezeigt werden und bei modernen digitalen 4K-Vorführungen kann der Klang mit dem neuen Dolby-Atmos-System auftrumpfen. Im großen Saal des Zoo Palastes werden zwar keine Speisen am Platz serviert, doch auf den Logenplätzen im ebenfalls restaurierten, viel kleineren ehemaligen »Atelier am Zoo«, das jetzt »Kino 2« heißt und sich direkt unter dem großen Saal um 180° versetzt befindet, sowie in den beiden kleinen Clubkinos, könnte dies möglich sein. Die anderen - sehr viel später verschachtelt hinzugebauten Kinosäle - wurden abgerissen und durch eine wesentlich geringere Anzahl, aber mit großzügigerer Ausstattung versehene Filmtheatersäle ersetzt.

Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagt Hans-Joachim Flebbe, Ideengeber und Betreiber des neuen Zoo Palast. „Wir wollen unseren Besuchern ein besonderes, entspanntes Kinoerlebnis bieten, ein Kino, wie man es sich wünscht.“

Der ursprünglich 1957 erbaute Filmpalast wurde für insgesamt 5,5 Millionen EUR aufwändig und denkmalgerecht restauriert. Unter diesem Motto „Das Kino kommt zurück“ ist die Wiedereröffnung eine Hommage an die große Zeit der Filmtheater der 50er und 60er Jahre, deren Atmosphäre und stilvolle Architektur in heutigen Kinos fehlt.

Wenn zur Weihnachtszeit wieder zahlreiche Familienfilme deutlich mehr Kinobesucher in die Filmtheater locken, dann wird auch der Zoo Palast mit einem besonderen Programm aufwarten können. Bereits am 16. Dezember 2013 gibt es für geladene Gäste eine Weltpremiere. Gezeigt wird "DER MEDICUS" als Preview. Offizieller Kinostart wird am ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember 2013 sein. Hier der Trailer:



Nach dem Weltbestseller von Noah Gordon zeigt der Regisseur Philipp Stölzl im Film "DER MEDICUS" einen klassischen Abenteuerfilm für die ganze Familie, der im Stil ein wenig an "Lawrence von Arabien" erinnert, ohne jedoch mit Tom Payne und Ben Kingsley die Größe zu erreichen, die Peter O'Toole einst legendär machte.

England im 11. Jahrhundert – Rob Cole (Tom Payne) hat eine außergewöhnliche Gabe: als kleiner Junge fühlt er, dass seine kranke Mutter sterben wird und muss hilflos zusehen, wie sich seine Vorahnung erfüllt. Auf sich allein gestellt schließt sich der junge Waise einem fahrenden Bader (Stellan Skarsgård) an, der ihm neben den üblichen Taschenspielertricks auch die Grundlagen der mittelalterlichen Heilkunde nahe bringt. Schon als Lehrling erkennt Rob die Grenzen dieser einfachen Praktiken. Eines Tages erfährt er von dem berühmten Universalgelehrten Ibn Sina (Ben Kingsley), der im fernen Persien Medizin lehrt, und er beschließt, sich dort zum Arzt ausbilden zu lassen.


Auf seiner Reise begegnet Rob Cole zahllosen Gefahren und Herausforderungen, muss Opfer erbringen und sich seinen Weg bedingungslos erkämpfen. Am Ende wird sein unbeirrtes Streben nach Wissen mit Erkenntnissen über die Welt und über sich selbst mit Freundschaft und wahrer Liebe belohnt.

Link: www.medicus-weltpremiere.de

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