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62. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg

62. Filmfestival Mannheim-Heidelberg mit Anleitung zum glücklichen Leben.



Vom 31. Oktober bis 10. November 2013 präsentiert das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg in seiner 62. Ausgabe im Wettbewerb internationale Debütfilme junger Regisseurinnen und Regisseure aus der ganzen Welt. Aus der 1952 gegründeten „Mannheimer Kultur- und Dokumentarfilmwoche“ ist 1994 das „Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg“ (IFFMH) entstanden, mit mittlerweile mehr als 30.000 Besuchern und über 100 Filmen im Programm. Insgesamt konkurrieren in diesem Jahr 16 Filme um den Hauptpreis des Festivals, den „Newcomer of the Year 2013“ und weitere 15 „Sondervorführungen“ komplettieren das Programm.

Die Reihe der Sondervorführungen zeigt Werke ehemaliger Preisträger wie „Max et Bobo“ und „Tango Libre“ des diesjährigen „New Master of Cinema“ Frédéric Fonteyne, wichtige aktuelle Produktionen wie „We Steal Secrests: The Story of WikiLeaks“ von Alex Gibney, „Apple Stories“ von Rasmus Gerlach oder „Master of the Universe“ von Marc Bauder, der gerade auch als Eröffnungsfilm bei DOK Leipzig lief.

Elf weitere „Entdeckungen“ präsentiert das Festival in der Reihe „International Discoveries“. Unter den Produktionen aus insgesamt 36 Ländern sind acht Internationale Premieren, vier Europäische Premieren und 24 Deutsche Premieren. Zusammen mit dem Eröffnungsfilm werden somit insgesamt 28 Produktionen gezeigt, die in Deutschland noch nicht zu sehen waren. So kurz nach den Internationalen Festivals in Zürich, Leipzig oder den Hofer Filmtagen zeigt sich, dass mit Mannheim-Heidelberg sich nicht nur eines der ältesten Filmfestivals behauptet, sondern auch weiterhin mit beachtenswerte Premieren in Deutschland aufwarten kann.

Eröffnet wird das Filmfestival Mannheim-Heidelberg traditionell im Kino im Schlossgarten um 20 Uhr. Festivaldirektor Dr. Michael Kötz erwartet prominente Gäste und den Schweizer Regisseur Maximilian Hult, der sein Debüt des schwedisch/isländischen Filmes "Hemma" ("Home") persönlich präsentieren wird. Hult ist in Luzern geboren, seine Schulzeit verbrachte er jedoch in Stockholm, wo er einige Kurzfilme mit Freunden drehte.
Inhalt von "Home":
Lou ist schön aber einsam. Überraschend erfährt sie, dass ihre Oma noch lebt. Die Mutter hat es ihr immer verschwiegen. Sie macht sich auf, um ihre Wurzeln und ihr Glück zu finden – im Haus der Großmutter. Eine filmische Anleitung zum glücklichen Leben mit leisem Humor.

Altmeister István Szabó ist Jury Vorsitzender.
Eine Jury der Regisseure wird in diesem Jahr den Preis des 62. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg „Newcomer of the Year 2013“ aus insgesamt 17 Produktionen aus aller Welt vergeben. Sie besteht aus dem ungarischen Altmeister István Szabó, der den Vorsitz übernimmt, der Regisseurin Kirsi Liimatainen (Finnland) und dem Regisseur Mathías Bize (Chile).

Diese Jury ist eine ganz besondere Jury, weil sie nur aus Filmregisseuren besteht“, sagt Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. „Deshalb muss man sie auch auf eine auf besondere Weise vorstellen beim Festival: von jedem Regisseur zeigen wir auch den eigenen Film - bevor er die Werke der anderen beurteilt.“

Jurypräsident István Szabó ist der einzige ungarische Regisseur, der jemals einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewonnen hat – mit seinem Meisterwerk „Mephisto“ 1981. Unter seinen wichtigsten Filmen ragen noch „Colonel Redl“, „Taking Sides“ und „Süße Emma, Liebe Böbe“ besonders heraus. Er ist einer der ganz Großen des ungarischen und des europäischen Kinos, der dem Festival sehr verbunden ist. Seinen aktuellen Film „Hinter der Tür“ mit Hellen Mirren und Martina Gedeck zeigt das Festival ebenfalls.

Kirsi Liimatainen ist in Finnland geboren. In der DDR hat sie Schauspielerei und Theaterkunst studiert. Ihr sehr beeindruckender Film „Festung“ wurde auf dem 9. Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein mit großem Erfolg gezeigt. Auch Mannheim-Heidelberg wird ihren letzten Film noch einmal dem Publikum präsentieren.

Der chilenische Regisseur Mathías Bize gewann vor 10 Jahren mit seinem ersten Film „Sábado – das Hochzeitstape“ auf dem 52. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg den Preis für den formal innovativsten Film. Inzwischen hat er ein Stipendium der Berlinale, war in Cannes und ist mit „La vida de los peces“ auch in diesem Jahr wieder hier zu sehen.

Erster Festival Tag mit Film der Coen Brothers.
Am Freitag, dem ersten Tag des Festivals, gibt es zum Auftakt „Inside Llewyn Davis“, den neuesten Film der Coen Brothers zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Das erst am 15. Oktober 2013 auf dem 57. BFI Filmfestival in London gezeigte lustige Werk ist eine poetisch-melancholische Reminiszenz an die Folk Music der frühen 60er Jahre. Hier der Trailer:



Weitere Filme der Reihe „International Discoveries“ stammen aus so unterschiedlichen Ländern wie Aserbaidschan, Chile, Argentinien, Lettland, Litauen, Israel, Türkei, Ukraine, Italien, Slowenien, Irland, Russland, Frankreich, Kanada und Deutschland.

Newcomers halten ganz besonders intensiv unseren Erlebnishorizont offen“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. „Sie sorgen für eine lebendige Alternative zum Einheitsbrei der multinationalen Filmkonzerne. »Mannheim-Heidelberg« setzt auf Unikate, auf Filme, die wirklich individuell sind und wirklich von der Lebenskultur berichten, aus der sie kommen."

Das gesamte Programm kann ab sofort unter: www.iffmh.de/Programme eingesehen bzw. heruntergeladen werden.

Erster Preisträger steht bereits fest.
Die Tradition des sogenannten "Jungen Films" reicht in die frühen 60er Jahre zurück, als der filmische Nachwuchs noch kein Forum hatte. Wurden in der Vergangenheit im Schwerpunkt Wegbereiter des Internationalen Autorenfilms ausgezeichnet, stehen nun die Newcomer aus aller Welt verstärkt im Mittelpunkt. Dem wird der neue Ehrenpreis »NEW MASTER OF CINEMA« gerecht, will genau auf diesen Umstand hinweisen und jährlich ein großes Regietalent hervorheben, dass es geschafft hat, diesem Trend zum "Verheizen" Widerstand entgegen zu setzen.

Ausgezeichnet wird der belgische Regisseur Frédéric Fonteyne, der 1998 mit seinem Debüt „Max et Bobo“ auf dem Festival Premiere feierte. 1999 war sein Film „Eine pornographische Beziehung“ für den Goldenen Löwen in Venedig nominiert. 2012 erhielt „Tango Libre“ in Venedig den Spezialpreis der Jury der Orizzonti-Reihe. Und nun wird ihm im Rahmen des 62. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg 2013 als erster der neuen Preis »NEW MASTER OF CINEMA« überreicht.

Link: iffmh.de
Quellen: Blickpunkt:Film | ZOOM MEDIENFABRIK

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