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ContraVision das internationale Jugend Kurzfilmfestival

20 Jahre Filmbringer: Filmfestival ContraVision



Seit 20 Jahren versteht sich ContraVision als "Filmbringer" und so heißt auch der Film des Schweizers Martin Guggisberg, der die Jubiläumsausgabe des Festivals eröffnet. Im "Filmbringer" kämpft sich ein Mann mit einer Filmrolle durch den Schnee – so wie die Macher des Filmfestival ContraVision, das am 30. November startet und bis zum 8. Dezember 2012 läuft. Nachdem das langjährige Stammkino von ContraVision, das Kino Blow UP in Prenzlauer Berg vor zwei Jahren schließen musste, hat das Filmfestival in diesem Jahr im Kino Colosseum an der Schönhauser Allee eine neue Heimat für 63 Kurzfilme aus aller Welt gefunden, die vornehmlich Erstlingswerke junger Filmemacher aus dem No-Budget-Bereich sind.

Von Brasilien über Indien bis Litauen, von Action bis Zeichentrick sind alle Kontinente und Genre vertreten. Die Filmemacher, darunter viele Berliner, werden ihre Filme persönlich präsentieren und sich dem Votum des Publikums stellen. Einige Werke sind allerdings nicht ganz unbekannt: Wer beispielsweise den bereits preisgekrönten Animationsfilm “Flamingo Pride” von HFF-Student Tomer Eshed noch nicht auf der großen Leinwand gesehen hat, bekommt jetzt noch einmal die Gelegenheit für den Film abzustimmen, denn bei ContraVision wählen die Zuschauer ihren Lieblingsfilm. Hier der Trailer.

Flamingo Pride Trailer from Talking Animals on Vimeo.

Unter den gezeigten Werken sind nicht nur Filme aus dem Osten und Westen Deutschlands, sondern auch Produktionen aus Russland, den USA und vielen weiteren Ländern, die den völkerverbindenden Anspruch der 20. ContraVision unterstreichen.

Das Internationale Filmfestival ContraVision, das 1993 von der Contra Medienwerkstatt e.V. Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg ins Leben gerufen wurde, wird mittlerweile vom Kulturamt Pankow gefördert und findet seitdem jährlich in Berlin statt.

Seit 2004 ist die Contra Medienwerkstatt Mitglied der berlinweit agierenden Förderband - Kulturinitiative Berlin und betreibt offene Jugend-Medienarbeit. Neben der Möglichkeit der freien künstlerischen Arbeit mit visuellen Medien bietet sie Jugendlichen berufsorientierende Beratung und Unterstützung bei Hochschulbewerbung und Lehrstellensuche. Von der Contra Medienwerkstatt betreute Jugendliche haben sich erfolgreich für Ausbildungen und Studiengänge z.b. als Kamerafrau, Regisseur, Mediendesigner und grafischer Gestalter beworben. In Zusammenarbeit mit der City Volkshochschule (VHS) Berlin-Mitte bietet die Contra Medienwerkstatt Multimediakurse vor allem für Einsteiger an. Darüber hinaus hat sich die Contra Medienwerkstatt mit anderen Kultur- und Sozialprojekten zu einem Netzwerk von innovativ und integrativ arbeitenden Initiativen zusammengeschlossen.

Im Wettbewerb des Kurzfilmfestivals konkurrieren gleichrangig Filme unabhängiger und freier Filmemacher, die Arbeiten von Absolventen von Film- und Kunsthochschulen sowie kommerzielle Produktionen um die Gunst der Zuschauer. 2012 wurden mehr als 650 Filme aus aller Welt eingereicht.

Das Besondere:
Statt einer Fachjury zeichnet das Publikum die besten Filme mit insgesamt sieben ContraVision Awards aus – was einem Publikumsfilmfestival gut zu Gesicht steht. Wie in jedem Jahr zeigt das Festivalprogramm eine genreunabhängige Mischung u.a. aus Dokumentationen, Experimental-, Animations- und Kurzspielfilmen. Es gibt weder Themen noch Altersbeschränkungen, auch wenn das Netzwerk der Einsender sich vornehmlich aus jungen Organisationen und jungen Filmemachern zusammensetzt. Die Vorauswahl der in den Wettbewerb gelangten Filme, die nicht länger als 30 Minuten sein dürfen, wird jährlich durch eine öffentlich zugängliche Kommission per Mehrheitsabstimmung vorgenommen, an der jeder interessierte Bürger teilnehmen kann. Auch Mitglieder vom BAF e.V. haben daran schon mitgewirkt.

Das als offener Wettbewerb organisierte Filmfestival, ermöglicht gerade jungen Filmemachern auf dem Sprung zur Professionalisierung eine erste Vorführung ihres Films vor größerem Publikum. ContraVision ist ein Filmfestival für alle, die nicht nur Filme konsumieren, sondern selbst Filme machen. Es will nicht nur eine Leistungsschau sein, sondern auch ein Bewußtsein im Umgang mit den Medien schaffen, sei es auf Seiten der Filmemacher oder der Zuschauer.

Für die Filmemacher gibt es sogar etwas zu gewinnen. Der Kameraverleih "Das Filmgerät" am Lausitzer Platz 11, in 10997 Berlin-Kreuzberg stiftet als Hauptpreis einen 2.000-Euro-Gutschein für Filmequipment- und Schnittplatzmiete. Darüber hinaus gibt es weitere Sachpreise diverser Sponsoren.

ContraVision Kurzfilmfestival
UCI Kinowelt "Colosseum"
30. November + 1. Dezember und 6. - 8. Dezember 2012
jeweils von 19:30 Uhr bis ca. Mitternacht (bei der Preisverleihung evtl. auch später)
S/U-Bahn Schönhauser Allee
Eintritt: 8 EURO pro Abend
Schönhauser Allee 123
10437 Berlin

Link: www.contravision.de

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