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5. Europäische Monat der Fotografie in Berlin 2012

Größtes deutsches Fotofestival zum Thema "Der Blick des Anderen".



Fotografie und Film gehen immer wieder Hand in Hand einher, weshalb wir Veranstaltungen und Ausstellungen, die sich mehr der Fotografie, als dem Film widmen, mitunter auch hier vorstellen.

Schon Jean Luc Godard sagte einst:
"Photography is truth,
and film is truth at 24 frames a second
."

Vom 19. Oktober bis 25. November 2012 findet der 5. Europäische Monat der Fotografie in Berlin im 8. Jahr an verschiedenen Orten der Stadt statt. Alle zwei Jahre beteiligen sich wieder eine Vielzahl von Projektpartnern und Akteuren am Europäischen Monat der Fotografie, darunter Museen, Institutionen, Galerien und Projekträume, in denen zum Teil auch Videoinstallationen gezeigt werden.

Das größte deutsche Fotofestival rückt Berlin zum fünften Mal als Fotometropole in den Mittelpunkt der lokalen und internationalen Aufmerksamkeit. Der Europäische Monat der Fotografie Berlin stellt ein breites Spektrum an Ausstellungen und Veranstaltungen vor, die das diesjährige Thema "Der Blick des Anderen" aus verschiedenen Perspektiven vorstellen, zum Dialog einladen und dabei eine Vielzahl an thematischen und medialen Aspekten beleuchten.

Das Festivalzentrum befindet sich in Berlin-Mitte am Pariser Platz 4a im ehemaligen Kennedy-Museum direkt am Brandenburger Tor neben der französischen Botschaft. Im Untergeschoss des Infopoints befindet sich ebenfalls eine Ausstellung. Zur Kuratorin der Veranstaltung wurde schon im Februar die Kunsthistorikerin Katia Reich ernannt, um das Konzept auszuarbeiten.

"Wir freuen uns, mit Katia Reich eine versierte Kennerin der zeitgenössischen Kunst und Fotografie gewonnen zu haben, die sich gleichermaßen im Format internationaler Großausstellungen in Berlin wie in internationalen Netzwerken bestens auskennt." Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin.


Katia Reich war von 2005 bis 2012 Projektleiterin der Berlin Biennale an den KW Institute for Contemporary Art in Berlin. 2003 und 2005 produzierte sie die deutschen Beiträge der Biennale Venedig, und von 1999 bis 2005 war sie als freie Kuratorin in der Arbeitsgruppe für Fotografie der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) tätig. Im Laufe ihrer siebenjährigen Tätigkeit betreute sie über 300 Projekte von Künstlerinnen und Künstlern, darunter Fotografinnen und Fotografen wie Roger Ballen, Larry Sultan & Mike Mandel und Francesca Woodmann, aber auch Experimentalfilmer wie Bruce Conner und John Smith sowie Künstlerinnen und Künstler wie Mohamed Bouroussia, Phil Collins und Shannon Ebner. In den Jahren 2009 und 2010 co-kuratierte sie die "Höhepunkte der Kölner KunstFilmBiennale in Berlin".

Unter ihrer Leitung zeigen über 100 teilnehmende Institutionen - darunter Museen, Kulturinstitute, Galerien, Botschaften, Landesvertretungen, Fotoschulen und Projekträume - zeigen im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie Berlin mit ca. 10.000 Bildern von 500 Fotografinnen und Fotografen ein breites Spektrum fotografischer Positionen: Die Berlinische Galerie etwa widmet der künstlerischen Fotografie in der DDR die international erste umfassende Ausstellung. C/O Berlin nimmt die Besucher bei der Retrospektive des US-Fotografen Joel Sternfeld mit auf eine epische Reise durch ein Amerika jenseits der Tourismuspfade. Überraschende Sichtweisen auf das Nachkriegs-Westberlin gibt es mit Herbert Maschkes Fotos der Wirtschaftswunder-Zeit im Stiftung Stadtmuseum Berlin und den Stasi-Fotos vermeintlicher Agenten-Treffpunkte im Kulturamt Steglitz-Zehlendorf.

Private Impressionen der 1950er Jahre zeigt die Galerie Pinter & Milch mit René Groeblis Portraits. Im Festivalzentrum direkt am Brandenburger Tor ist die für Berlin neu akzentuierte Ausstellung "Kairo. Offene Stadt - Neue Bilder einer andauernden Revolution", eine Kooperation mit dem Museum für Photographie Braunschweig, zu sehen. Einige Ausstellungen, wie beispielsweise BERLIN RELATIVES in der Polnischen Boschaft, sind bereits seit September geöffnet. Andere Ausstellungen, wie DER BLICK DER ANDEREN im italienischen Kulturinstitut, öffnen erst im November ihre Türen.

Im Zusammenhang mit dem Monat der Fotografie ist auch nachfolgendes Bild erwähnenswert, das diesen Monat einen WWF Fotopreis für Nashorn-Umsiedlung per Helikopter gewonnen hat. Zu der Aktion gibt es auch einen kurzen Film auf YouTube.



Die Beine himmelwärts an einem Seil baumelnd, die Augen verbunden, und das Ganze mehrere hundert Meter über dem Erdboden. So sieht es aus, wenn Nashörner umziehen. Mithilfe eines Hubschraubers organisierte der WWF im November 2011 die Umsiedlung für 19 vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashörner in ein neues Schutzgebiet in Südafrika, um die bedrohten Tiere vor Wilderern zu retten. Für ein Foto, das während der Aktion entstand, sind die Umweltschützer nun von news aktuell mit dem PR-Bild-Award 2012 in der Kategorie NGO-Foto ausgezeichnet worden.

Mehr als 1.500 Bilder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden bei den diesjährigen Awards eingereicht. Gesamtsieger des PR-Bild-Awards 2012 wurde allerdings die Universität Mannheim mit dem Bild "Basketball im Rittersaal: Hochschulsportler auf dem Campus der Uni Mannheim im Schloss".



Laut der gemeinnützige Umweltstiftung WWF Deutschland (die Abkürzung WWF steht für "World Wide Fund For Nature", auf Deutsch "Welt-Naturstiftung") wurde die spektakuläre Technik per Helikopter gewählt, um die Rhinozerosse so kurz wie möglich der für sie gefährlichen Narkose auszusetzen. Außerdem sei ein Flug die sanftere Methode, als sie stundenlang über holprige Pisten zu transportieren. Der Umzug erfolgte nach Angaben der Umweltschützer aufgrund der sich in den letzten Jahren zuspitzenden Wilderei-Krise. Hintergrund ist die steigende illegale Nachfrage auf dem asiatischen Markt nach dem Horn der Tiere. Vor allem in der aufstrebenden vietnamesischen Elite gilt das Nashorn als Wundermittel gegen eine ganze Reihe von Krankheiten, obwohl die Substanz laut Experten keinerlei Wirkung besitzt. Die Folgen: Innerhalb des vergangenen Jahres wurden allein in Südafrika 448 Nashörner illegal getötet und damit so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Unter den Opfern sind auch immer wieder Spitzmaulnashörner, deren Bestand der WWF auf nur noch 3.700 Individuen schätzt.

Der illegale Wildtierhandel gehört inzwischen zu den fünf ertragreichsten Sparten der internationalen Kriminalität und fällt damit in eine Kategorie wie Warenfälschung, Waffen-, Drogen- und Menschenhandel. Schätzungen zufolge verdienen internationale Syndikate jedes Jahr bis zu zehn Milliarden US-Dollar am Raubbau an der Natur.

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Der Europäische Monat der Fotografie Berlin wird veranstaltet von der Kulturprojekte Berlin GmbH. Das Festival findet seit 2004 alle zwei Jahre in Berlin statt. Es ist Teil des Netzwerks Europäischer Fotofestivals der Städte Berlin, Bratislava, Budapest, Ljubljana, Luxemburg, Paris und Wien.

5. Europäischer Monat der Fotografie Berlin an 100 Orten.
19. Oktober - 25. November 2012
Ehemaliges Kennedy-Museum
Pariser Platz 4A
10117 Berlin
Di – So 11-19 Uhr
Link: www.mdf-berlin.de

Kulturprojekte Berlin GmbH
Klosterstr. 68
10179 Berlin
Web: www.kulturprojekte-berlin.de

Quellen: Kulturprojekte Berlin | WWF | OTS - news aktuell

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