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"Berlin bei Nacht" und andere Festivals im Oktober (Update)

Kiezkieken Sonderveranstaltung im Planetarium



Die Hauptstadt ist bekannt für ihr schillerndes Nachtleben – doch was kommt bei Dunkelheit noch zum Vorschein?

Im Rahmen der Festwoche 25 Jahre Zeiss-Großplanetarium Berlin findet am Freitag, den 12.10.2012, ab 20:00 Uhr ein kiezkieken Spezial "Berlin bei Nacht" statt. Das Berliner Kiezkieken Filmfestival geht damit ins vierte Jahr seines Bestehens. Den Anfang machte im November 2009 das erste Kiezkieken Filmfestival, das von Berliner Studenten und dem BAF e.V. in ausgesuchten Szenelocations stattfand. Ziel war es Kino aus dem Kiez im Kiez zu zeigen.

Anstelle herkömmlicher Filmvorführungen in Kinos durchzuführen, wählten unsere jungen BAF-Mitglieder damals erstmals spezielle Veranstaltungsorte in den jeweiligen Brennpunktbezirken aus, in denen sie mobile Leinwände aufbauten und die Dokumentationen und Kurzspielfilme der Szenenbewohner per Beamer präsentierten.

2011 folgte die zweite Ausgabe in Eigenregie, nachdem die jungen Organisatoren einen eigenen gemeinnützigen Verein gegründet hatten. Neue Filme in neuen Locations neuer Bezirke zu zeigen, war das Ziel. Darunter wurde auch erstmals das Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg bespielt. Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass wieder an dieser Stelle auch in diesem Jahr ein kiezkieken spezial mit »Berlin bei Nacht« durchgeführt wird.

An diesem Abend geben, ab 20:00 Uhr, neun ausgewählte Kurzfilme Einblicke in versteckte Orte, lüften urbane Geheimnisse und erzählen kurze Geschichten der Stadt – immer nach Sonnenuntergang. Begonnen wird mit einem kurzen Rückblick auf das letzte kiezkieken Filmfestival. Dazu wird der Gewinnerfilm “Plötzensee” von Michael Terhorst nochmals gezeigt. Im Anschluss verzaubert die neue Planetariumsmultimediashow “Nachtwandler” die Besucher und bringt verborgenen Perspektiven der künstlichen Nacht unter der Kuppel zum Vorschein. Das Publikum stimmt anschließend darüber ab, wer an diesem Abend zum/r GewinnerIn gekürt wird und sich über 300 Euro Preisgeld und eine Jahreskarte für das Zeiss-Großplanetarium freuen darf. Der komplette Programmablauf kann hier als PDF heruntergeladen werden.

kiezkieken spezial »Berlin bei Nacht«
12.10.2012, Beginn: 20:00 Uhr
Zeiss-Großplanetarium
Prenzlauer Allee 80
10405 Berlin
Eintritt: 7,- / 5,-
Vorbestellungen Tel.: 030/4218450
Link: www.kiezkieken.de

N A C H T R A G

Beim kiezkieken spezial "Berlin bei Nacht" hat der Dokumentarfilm "5nachZehne" von Julius Hauff, Kevin Leipner, Fabian Suppa, Hanno Struck und Ole Nowakowski gewonnen.

Auf der Webseite des Planetariums findet Ihr einen Überblick über alle Jubiläums-Veranstaltungen vom 10. -14. Oktober 2012.

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Berlin setzt auch in diesem Jahr wieder spektakuläre leuchtende Akzente. Seit dem 10. Oktober bis einschließlich 21.10.2012 verwandelt das Festival of Lights die Metropole erneut in eine glitzernde, farbenprächtige Stadt, wie der Trailer auf YouTube zeigt.



Weiter oben im Text lässt sich bei der Abbildung des Planetariums zum Kiezkieken Spezial "Berlin bei Nacht" bereits erahnen, dass neben weltberühmter Berliner Wahrzeichen ebenso zahlreiche weitere Gebäude und Plätze der Metropole in ein neues Licht getaucht werden. Auch ganze Straßenzüge sollen erstrahlen. In den vergangenen Jahren hat sich das Festival of Lights zu einem der bedeutendsten internationalen Public Events der Stadt entwickelt und zieht jährlich nicht nur hunderttausende Besucher an, sondern beschert der Stadt rund 600.000 zusätzliche Übernachtungen.

Zu den Highlights der Lichtinstallationen gehören 2012 unter anderem Potsdamer Platz, Berliner Dom, das Brandenburger Tor, der Gendarmenmarkt sowie Funk- und Fernsehturm. Höhepunkt zur 775-jährigen Berliner Stadtgeschichte wird ein sogenanntes 3-D-Video-Mapping auf dem Brandenburger Tor und weiteren Gebäuden am Pariser Platz sein. Dort werden computergesteuerte Projektionen dreidimensionale Effekte auf den Gebäudefassaden erzeugen. Ähnliches zu sehen gab es bereits zur Funkausstellung von Intel, wie wir am 30. August 2012 nicht nur schrieben, sondern auch in einem Video aus Hamburg zeigten.

Alle Illuminationen sind öffentlich und können jeweils von 19:00-24:00 Uhr an allen Festivalabenden kostenfrei besucht werden. Beispielsweise wird das Filmland Flandern die belgische Botschaft in der Jägerstr. 52 am Gendarmenmarkt am 19. und 20. Oktober 2012 mit einer eigens kreierten 3D-Mapping-Choreografie bespielen und somit die Besonderheiten der flämischen Region und ihrem Augenzwinkern auf die belgische Comic-Tradition sowie die Geschichte des Landes mit den vielen alten, noch gut erhaltenen Dörfern und historischen Fachwerkbauten visuell herausarbeiten.

Link: www.festival-of-lights.de

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Londoner Filmfestival eröffnete mit „Frankenweenie“

Auch in anderen Metropolen gibt es was zu sehen und zu erleben. Gestern eröffnete das 56. internationale London Film Festival mit dem Schwarzweiß-Animationsfilm „Frankenweenie“ von Tim Burton. Der Stopmotion-Film erzählt von der tiefen Freundschaft eines Jungen zu seinem Hund, den er zum Leben wiedererweckt.

Vom 10.-21. Oktober 2012 findet zum 56. Mal das größte Filmfestival des Vereinigten Königreichs statt. Es wurde 1956 von einer Gruppe von Filmkritikern gegründet, darunter die Journalistin Dilys Powell der Wochenzeitung The Sunday Times. Heute wird es vom British Film Institute (bfi) organisiert, das auch alle zehn Jahre die stark nachgefragte Liste der »Besten Filme aller Zeiten« veröffentlicht. Wir berichteten darüber im BAF-Blog am 17. August 2012.

Im Programm des jetzt laufenden Festivals sind in erster Linie Filme, die im Vereinigten Königreich bislang noch nicht im Kino zu sehen waren. Traditionellerweise werden insbesondere Filme der zwölf A-Festivals wie Cannes oder Venedig nachgespielt, den das Filmfestival hat keinen internationalen Filmwettbewerb. Hier der Festival Trailer:



Link: www.bfi.org.uk/lff

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Am Puls der Zeit sieht sich auch die Friedensstadt Osnabrück im Münsterland. Im Jahr 1648 wurde am 25. Oktober der Westfälische Frieden von der Osnabrücker Rathaustreppe verkündet. Die norddeutsche, kreisfreie Großsstadt lädt vom 10. bis 14. Oktober 2012 zum Unabhängigen FilmFest Osnabrück in die Lagerhalle, das Filmtheater Hasetor und in das Haus der Jugend ein, um internationales Weltkino zu entdecken. Im 27. Jahr seines Bestehens zeigt das Festival über 60 Produktionen aus aller Welt, einige von ihnen – wie das chilenische Drama „Anonym“ oder die polnische Dokumentation „Resettlement“ – sind erstmals in Deutschland zu sehen.

Zahlreiche Filmschaffende aus dem In- und Ausland sind zu Gast, um ihren Beitrag im Programm des Festivals persönlich vorzustellen. So war die Österreicherin Anja Salomonowitz gestern bei der Eröffnung des Festivals in der Lagerhalle, anwesend, um ihre neuste Arbeit „Spanien“ als Eröffnungsfilm des 27. FilmFest Osnabrück zu präsentieren, ein Werk, das in stilisierten Tableaus von Abhängigkeit und Freiheit in der globalisierten Welt erzählt.

Gemäß dem Profil des FilmFests Osnabrück, das mit engagiertem, unabhängig produziertem Kino gesellschaftliche Diskussionen anstoßen will, orientieren sich zahlreiche Beiträge am aktuellen Weltgeschehen: So reist im dänischen Beitrag "DER BOTSCHAFTER" ein Journalist unter falschem Namen in die zentralafrikanische Republik Liberia, um das dortige System der Korruption bloßzulegen. "VERWUNDETE ERDE" aus Frankreich – mit Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko in der Hauptrolle – stellt anhand der Auswirkungen des Tschernobyl-Unglücks auf ein Dorf in der Ukraine die Frage nach einer hoffnungsvollen Zukunft in Europa.

Es ist das letzte Festival unter der Leitung von Holger Tepe und Birgit Müller, die das Filmfest im Jahr 2000 in einer sehr schwierigen Phase übernommen hatten. Die traditionsreiche Veranstaltung soll im nächsten Jahr mit neuer Leitung fortgesetzt werden, um die bisher geleistete Arbeit weiter zu profilieren. Nur mit ihrem Einsatz gelang es, das Unabhängige Filmfest des Weltkinos nachhaltig zu positionieren. Der Stellenwert, den es heute in der Osnabrücker Kulturlandschaft hat und sein Renommee innerhalb der Festivalszene ist vor allem dem Engagement des Duos zu verdanken.

Birgit Müller und Holger Tepe zogen ebenfalls ein positives Fazit ihrer Arbeit: "Es war eine unglaublich intensive Zeit, die viel Kraft gekostet aber noch mehr Freude gemacht hat. Eine Zeit, in der wir Neues erfolgreich und kreativ gestalten konnten und bei unserer Arbeit immer wieder wertvolle Unterstützung erfahren haben. Und es gelang, viele Osnabrücker für ungewöhnliches und engagiertes Kino in all seinem Facettenreichtum zu begeistern."

Link: www.filmfest-osnabrueck.de

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Weitere in diesem Monat stattfindende Filmfestivals, wie das nur alle zwei Jahre stattfindende 6. ZEBRA Poetry Film Festival, der jährlich im Haus des Rundfunks beim rbb zu vergebene PRIX EUROPA, das SCHLINGEL Kinderfilmfest in Chemnitz, die 46. HOFER FILMTAGE und zum Schluss DOK Leipzig, das 55. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar– und Animationsfilm, werden wir in den folgenden Tagen jeweils kurz vor Beginn der Festivals gesondert vorstellen.



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