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Think:Film - Experimental Cinema Congress 2012

Erster Internationaler Experimental Cinema Congress in Berlin.



Think:Film ist der erste Internationale Experimental Cinema Congress, den das Arsenal - institut für film und videokunst e.V. zusammen mit dem Filminstitut der
Akademie der Künste in dessen Räumen am Hanseatenweg in Berlin-Tiergarten vom
10. bis 14. Oktober 2012 organisiert und veranstaltet.

Voranmeldungen zum Kongress waren zwar nur bis zum 15. September möglich, doch es sind Tagestickets zu den Veranstaltungstagen an der Kasse der Akademie der Künste zu bekommen.

Ziel der Veranstaltung ist es, die besondere Stellung des experimentellen Kinos in der zeitgenössischen künstlerischen und denkerischen Praxis philosophisch zu untersuchen und neu zu bestimmen. An fünf Tagen werden internationale FilmemacherInnen, KünstlerInnen, Film- und GeisteswissenschaftlerInnen, AutorInnen und KuratorInnen in fünfzehn Panels die gemeinsam Fragen nach dem Einfluss des filmischen Bildes auf das Denken heute nachgehen und diskutieren. Dabei wollen sie erörtern wie der Film selbst zu einer denkerischen Handlung werden kann.

Den Auftakt von Think:Film bildet am 10.10.2012 eine Vorführung von Isidore Isous französischem Film TRAITE DE BAVE ET D'ETERNITE aus dem Jahre 1951. Der Film sprengte bei seiner Premiere vor mehr als 60 Jahren das Festival in Cannes und war bis vor kurzem nur in einer gekürzten Fassung verfügbar. Er gilt als ein vergessener Wegbereiter des nordamerikanischen und europäischen Experimentalfilms der 1960er und 70er Jahre. Isou, Begründer des Lettrismus, trennt in seinem zweistündigen Manifest für ein "cinéma discrépant" Ton und Bildspur konsequent und absolut voneinander. Seine Bilder – selbstgedrehte Pariser Straßenszenen und Found Footage aus Armeebeständen, Schwarz- und Blankfilm – werden zerkratzt, bemalt, zerstört: Viele formale Strategien des strukturellen Films sind hier vorweggenommen.

Der anschließend stattfindende Kongress begreift Experimentalfilm nicht als zu definierendes Genre, sondern stellt grundsätzliche Fragen, auch über Themen der gegenseitigen Beeinflussung von Denken und Film (etwa wie Film selbst als Theorie zu verstehen ist) hinaus: zur Institutionalisierung des filmischen Bildes, zur Beziehung von Schauspiel, Performance, Bühne und Film, zum Film als Mittel politischer Praxis, zu heutigen Produktions- und Distributionsbedingungen des experimentellen Kinos und zur Aktualität von Begriffen wie "Underground" und "Avantgarde".

Akademie der Künste
10. bis 14. Oktober 2012
Mittwoch und Sonntag: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro,
Donnerstag bis Samstag: 20 Euro / ermäßigt 12 Euro
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
Links: www.adk.de | www.arsenal-berlin.de


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