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Der Leopard - Symbol des 64. Festival del film Locarno

Das Internationale Sommerfilmfestival in der italienischen Schweiz.



Das Festival del film Locarno wird auch dieses Jahr vom 3. bis 13. August 2011 wieder zu einem wichtigen Treffpunkt für Filmschaffende, für die maßgeblichen Protagonisten der internationalen Filmszene und für ein breites Publikum, das sich allabendlich beim Open Air Festival auf der Piazza Grande, dem Marktplatz Locarnos am wunderschönen Lago Maggiore trifft. Diesmal gibt es sogar zwei Freiveranstaltungen.

Das Festival bleibt seinen Wurzeln treu, richtet seinen Blick aber auch in die Zukunft und ist unterwegs zu großen Abenteuern, in denen neue Strömungen, Umbrüche der Filmlandschaft und aufstrebende Talente die Hauptrollen spielen werden. Zugleich bietet das Programm attraktive und spannende Zugänge zum weltweiten Filmschaffen, zum Kino in all seiner Vielfalt und zu großen Werken der Filmgeschichte.

Zu den Persönlichkeiten, die zur 64. Festivalausgabe in Locarno mit viel Vorfreude erwartet werden, gehören u.a. Claudia Cardinale, Harrison Ford, Leslie Caron, Ingrid Caven, Kabir Bedi, Guy Bedos, Abel Ferrara, Mike Medavoy, Bruno Ganz, Adoor Gopalakrishnan, Olivia Wilde, Claude Goretta, Hitoshi Matsumoto, Kati Outinen, Nicolas Winding Refn, Daniel Craig, Pierre Richard, Maribel Verdú, Anri Sala und Daniel Brühl, sagt Olivier Père, der künstlerische Leiter.

Das 64. Festival del film Locarno wieder mit Weltpremieren
Eröffnet wird das 64. Festival del film Locarno am Mittwoch, 3. August, mit der Vorführung von Super 8 von J. J. Abrams auf der Piazza Grande. Der von Steven Spielberg produzierte Film soll ab Donnerstag auch in Deutschland zu sehen sein.

Insgesamt 25 deutsche Filme werden dieses Jahr in den verschiedenen Sektionen des Festivals von Locarno zu sehen sein, dem einzigen von der internationale Interessenvertretung der Filmproduzenten (FIAPF) anerkannten Wettbewerbsfestival der Schweiz. Im Internationalen Wettbewerb sind mit LAST DAYS IN JERUSALEM von Tawfik Abu Wael, koproduziert von Neue Pegasos (IL/FR/DE), THE LONELIEST PLANET von Julia Lotev, mit Beteiligung der Flying Moon Filmproduktion (US/DE) und GOODBYE FIRST LOVE von Mia Hansen-Love, Razor Filmproduktion (FR/DE), drei deutsche Koproduktionen zu sehen.

CARTE BLANCHE von Heidi Specogna, Specogna Film (CH/DE) sowie die Trilogie DREILEBEN – ETWAS BESSERES ALS DEN TOD von Christian Petzold, Schramm Film Koerner & Weber, DREILEBEN – KOMM MIR NICHT NACH von Dominik Graf, Burkert Bareiss Produktion, TV60 Film, und DREILEBEN – EINE MINUTE DUNKEL von Christoph Hochhäusler, Heimatfilm, kommen in der Sektion Out of Competition zur Aufführung.

Die italienischen Filmemacher Gianluca und Massimiliano De Serio werden ihren ersten Spielfilmdebüt, „Sette opere di misericordia“, als Weltpremiere präsentieren. Die Zwillingsbrüder konnten sich in den letzten Jahren mit mehreren Kurzfilmen, Dokumentarfilmen und Videoinstallationen, die an zahlreichen internationalen Festivals zu sehen waren, einen Namen machen.

Im Rahmen des Concorso internazionale wird als internationale Premiere der dritte Langfilm der französischen Regisseurin Mia Hansen-Løve gezeigt, „Un amour de jeunesse“.

Als weitere internationale Premiere zeigt das Festival auf der Piazza Grande „Saya-zamurai“ (Scabbard Samurai), das neueste Werk des japanischen Regisseurs Hitoshi Matsumoto, dessen zweiter Langfilm, „Shinboru“, 2009 auf zahlreichen internationalen Festivals zu sehen war, unter anderem in Toronto, Pusan und Rotterdam.

Auf der Piazza Grande werden 4 TAGE IM MAI von Achim von Borries, Filme Creative Pool, HELL von Tim Fehlbaum, Caligari Film- und Fernsehproduktion, Claussen Wöbke + Putz Film (DE/CH), HEADHUNTERS von Morten Tyldum (NO/DK/DE), LE HAVRE von Aki Kaurismäki, Pandora Film (FI/FR/DE) und MÄDCHENSPORT von Patricia Mazuy, Vandertastic Films (FR/DE) gezeigt. Als Abschlussfilm auf der Piazza Grande wird AND IF WE ALL LIVED TOGETHER von Stéphane Robelin, Rommel Film (FR/DE), präsentiert.

Im Kurzfilmwettbewerb Leopards of Tomorrow ist RAUSCHGIFT von Peter Barankowski zu sehen.

Weitere Infos zum Programm gibt es unter: www.pardo.ch

Den Ehrenleopard erhält Abel Ferrara
Der amerikanische Regisseur Abel Ferrara wird im Rahmen des Festival del film Locarno mit dem Pardo d’onore Swisscom ausgezeichnet. Dieser Preis geht alljährlich an einen zeitgenössischen Filmemacher für sein Lebenswerk und wird seit 23 Jahren verliehen.

Der Excellence Award geht an Isabelle Huppert
Preisträgerin des Excellence Award Moët & Chandon 2011 des Festival del film Locarno ist die französische Schauspielerin Isabelle Huppert. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 7. August, auf der Piazza Grande statt. Anlässlich der Preisverleihung werden in Locarno "Die Spitzenklöpplerin" von Claude Goretta, "Der Loulou" von Maurice Pialat, "Süsses Gift" von Claude Chabrol, "Die Klavierspielerin" von Michael Haneke, "White Material" von Claire Denis und "Villa Amalia" von Benoît Jacquot gezeigt.

Am Tag darauf werden Gérard Depardieu und Maurice Pialat, die Frau des 2003 verstorbenen Regisseurs, gewürdigt. Das Festival wird zu diesem Anlass - und als Hommage an die kreative Partnerschaft zwischen dem Regisseur Maurice Pialat und dem Schauspieler Gérard Depardieu - vier Filme zeigen, die die beiden gemeinsam gedreht haben: "Loulou" (1980), "Der Bulle von Paris" (1985), "Sonne Satans" (1987) sowie "Mein Vater, das Kind" (1995).

Der Produzentenpreis geht an Mike Medavoy
Der Premio Raimondo Rezzonico geht dieses Jahr an den amerikanischen Produzenten Mike Medavoy. Der seit rund vierzig Jahren in der Filmindustrie tätige Medavoy war bisher an der Produktion von mehr als 300 Filmen beteiligt und gehört zu den visionärsten Persönlichkeiten des amerikanischen Kinos. Er entdeckte und begleitete Ende der 1960er Jahre die Regisseure von New Hollywood und arbeitet heute auch mit der nachfolgenden Generation.

Die Retrospektive widmet sich Vincente Minnelli
Eine umfassende Retrospektive bringt in diesem Jahr das Festival von Vincente Minnelli (1903-1986). Im Laufe seiner Hollywood Karriere realisierte Minnelli eine große Zahl an Meisterwerken, darunter der vielprämierte „An American in Paris“ (Ein Amerikaner in Paris, 1951), „The Band Wagon“ (Vorhang auf!, 1953), „Lust for Life“ (Vincent van Gogh – ein Leben in Leidenschaft, 1956), „Some Came Running“ (Verdammt sind sie alle, 1958) und „Gigi“ (1958). Letzterer wurde nicht nur mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet, sondern trug Minnelli auch den Oscar für die beste Regie ein.

Sandra Hüller und Christoph Hochhäusler in den Jurys
Wie auf anderen Internationalen A-Festivals gibt es also auch in Locarno mehrere Sektionen. Drei davon haben jeweils eine eigene Jury.

Jurypräsident des Concorso internazionale ist der portugiesische Produzent Paulo Branco. Zu den Juroren über die rund 20 Spiel- und Dokumentarfilme des Wettbewerbs gehören außerdem der französische Schauspieler und Regisseur Louis Garrel, die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller, die Schweizer Regisseurin Bettina Oberli sowie der italienische Filmregisseur Luca Guadagnino.

Die Jury des Concorso Cineasti del presente wird präsidiert vom deutschen Regisseur Christoph Hochhäusler. An seiner Seite: der italienische Regisseur Michelangelo Frammartino, der philippinische Regisseur Raya Martin, der chinesische Produzent Zhu und die griechische Regisseurin und Produzentin Athina Rachel Tsangari.

Jurypräsidentin der Kurzfilmsektion Pardi di domani ist Indu Shrikent, Filmkritikerin und Leiterin des Osian’s Cinefan Film Festival of Asian and Arab Cinema (Indien). Sie wird die Werke gemeinsam mit dem georgischen Regisseur Bakur Bakuradze, dem israelischen Kritiker und Regisseur Tom Shoval, dem Schweizer Produzenten Luc Toutounghi sowie der französischen Regisseurin Rebecca Zlotowski beurteilen.

Die Filmkritiker Anthony Bobeau (Frankreich), Robert Koehler (USA) und Kong Rithdee (Thailand) entscheiden über den besten Debütfilm im Concorso internazionale, im Concorso Cineasti del presente und auf der Piazza Grande.

Link: www.pardo.ch | press@pardo.ch

Quellen: 64. Festival del film Locarno | Filmzeitung.de | German Films


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