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Erfolgreiche Berliner und Potsdamer Filmfestivals

Erfolgreiche Premiere für die neuen Musikfilmfestivals in Berlin.



Mehr als 2000 Besucher zog die Berliner Premiere des Dokumentar-Musikfilmfestivals In-Edit an. Mit dem Publikumspreis kürten die Besucher die amerikanische Produktion "The White Stripes: Under Great White Northern Lights" unter der Regie Emmet Malloy. Der Film begleitet die White Stripes Jack und Meg White auf Tour durch Kanada und erkundet dabei laut den In-Edit-Machern "nicht nur wilde Landschaften, sondern auch die Charaktere der beiden Bandmitglieder".

Als beliebtester deutscher Film wurde "Music from the Moon" ausgezeichnet. Die Dokumentation von Christian Hund, Uwe Wältring und Carsten Christochowitz berichtet über die Reise einer internationale durch Island und Grönland und ihre Begegnungen mit lokalen Musikern trifft. Generell seien gerade die deutschen Produktionen besondere Publikumsrenner gewesen, heißt es aus Berlin.
Die Organisatoren der deutschen Premiere des Festivals, Marc Llop und Stefanie Dörper, resümieren zufrieden: "Es war beeindruckend zu sehen, wie Musik als verbindendes Element nicht nur über Generationen, sondern auch über Stile und Präferenzen stark ist und bleibt. Mit wenig Geld, aber viel Enthusiasmus, haben wir eine Lücke im Berliner Festivalkalender geschlossen: Unsere Vermutung wurde bestätigt, dass es in Berlin ein interessiertes Publikum gibt, welches Musikfilme sehen will."

33 Filme wurden bei In-Edit in den Kreuzberger Kinos Moviemento dem Club .HBC gezeigt, davon 14 Deutschlandpremieren.

Ein paar Tage zuvor war auch in der West-Berliner City ein Musikfilm-Marathon in der Charlottenburger "Kurbel" gestartet. Heute Abend, den 9. Mai 2011 ist davon noch einmal auf dem Fernsehsender Arte "MIKIS THEODORAKIS. KOMPONIST" von Asteris Kutulas und Klaus Salge, zu sehen. Das Festival konnte als Erstaufführung den Film vorab exklusiv zeigen.

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Ungeahnten Erfolg hat auch das verflixte siebente jahr des achtung berlin - new berlin film award dem Festival mit Filmen aus der Region Berlin und Brandenburg beschert. Trotz sehr starker Konkurrenz durch das polnische Filmfestival filmPOLSKA, das ebenfalls hervorragend besucht wurde, waren sich die Jurys des achtung berlin award darüber einig, dass auch in diesem Jahr wieder hoch interessante Filme in allen Bereichen gezeigt wurden.

In der Kategorie “Bester Spielfilm” gewann die Filmdebütantin Verena S. Freytag mit ihrem Film “Abgebrannt” den Hauptpreis. Die Filmemacherin erzählt die Geschichte einer jungen, alleinerziehenden Mutter aus Berlin-Wedding, die mit ihren drei Kindern in eine Katastrophe rutscht als plötzlich ihr Ex-Freundwieder auftaucht und die junge Frau in ein Drogengeschäft verwickeln will. Der Film gewann auf dem diesjährigen Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken bereits den Drehbuchpreis.

Die Preisträger in der Übersicht:
Bester Spielfilm: “Abgebrannt” von Verena S. Freytag
Bester Dokumentarfilm: “Glücksritterinnen” von Katja Fedulova
Bester mittellanger Spielfilm: “Beach Boy” von Hannes Hirsch
Bester mittellanger Dokumentarfilm: “Les Enfants du Grenier” von Carl Petersmann
Bester Kurzfilm: “Dígame” von Josephine Frydetzki
Spezialpreis: “Von Mädchen und Pferden” von Ulrike Vahl
Beste Kamera: Eva Fleig für “Der Mann der über Autos sprang” (Regie: Nick Baker-Monteys)
Preis der Verbandes der Deutschen Filmkritik: “Papa Gold” von Tom Lass
Preis der Ökumenischen Jury: “Vergiss Dein Ende” von Andreas Kannengießer
Publikumspreis: “Geschichten aus der Heimat” von Curtis Burz

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Bis zum heutigen Sonntagnachmittag läuft noch das immer wieder gut besuchte 40. Jubiläum der sehsüchte, dem Studentenfilmfestival in Potsdam-Babelsberg. Am letzen Tag des Festivals, werden noch einmal ab 14:00 Uhr die Preisträger in der HFF "Konrad Wolf" gezeigt. Mehr als 77 Filmemacher aus vielen Ländern folgten dem Aufruf der HFF-Potsdam und reisten auch von Übersee zum Festival an und trafen auf rund 6000 Besucher des Festivals. Es ist immer wieder spannend, wenn auf Filmfestivals junge leute verschiedener Nationen aufeinander treffen und dennoch sich auf Basis der Filmsprache sofort verstehen und miteinander diskutieren wollen. Diesmal bot das große Atrium der HFF "Konrad Wolf" jeden Abend ab 19:00 Uhr dazu noch bessere Gelegenheit als in den Vorjahren, sich bei einem Plausch nach den Filmvorführungen im Thalia Kinos Potsdam ausführlich zu verständigen.

Auch mehrere Veranstaltungen liefen diesmal in der HFF, wodurch das Kino Thalia in Potsdam manchmal etwas leerer wirkte, als in den Vorjahren. Dies hatte aber zusätzlich noch einen ganz anderen Grund, denn diesmal wurden besonders viele lange und mittellange Filme gezeigt, sodass weniger Filmemacher und Teams in den Kinos saßen. Es macht schon einen Unterschied, ob bei einem Programm von zwei Stunden 10 kurze Filme gezeigt werden oder nur ein bis zwei Filme mit einer Spieldauer von jeweils 60 Minuten. Dadurch nehmen natürlich in den jeweiligen Vorstellungen deutlich weniger Filmemacher mit íhren eigenen Filmen teil. Die langen Filme heben allerdings die Qualität, denn das Auswahlteam hatte durchweg hoch professionelle und sehr spannende Filme ins Programm gewählt.

Gestern, am Samstag Abend, wurden insgesamt 48.000 € Preisgeld in 15 Sektionen an die stolzen Nachwuchsfilmemacher verliehen. Über den Preis in der Kategorie Bester Spielfilm freuen sich die Filmemacher von APELE TAC (Silent River), einer deutsch‐rumänischen Koproduktion der HFF München. Der Award Bester Spielfilm unter 30 Minuten ging an TWIST & BLOOD des polnischen Regisseurs Kuba Czekaj.

In der Sektion Bester Dokumentarfilm überzeugte UXO – UNEXPLODED ORDNANCE der HFF‐Potsdam Studentin Julia Weingarten die Jury. Der in Vietnam gedrehte Dokumentarfilm wurde außerdem für die Beste Kamera ausgezeichnet. Bester Dokumentarfilm unter 30 Minuten ist LES ENFANTS DE LA MER/MÉRE, eine belgische Produktion über das Marine‐Internat „Ibis“. Der Fokus‐Dialog Preis ehrt den türkischen Filmemacher Murat Özçelik für seine ergreifend‐persönliche Dokumentation ÖLÜCANLAR (Dead Souls).

Den Preis in der Sektion Bester Animationsfilm teilen sich in diesem Jahr zwei junge Filmemacher der Filmakademie Baden‐Württemberg: LOOM von Jan Blitzer, Ilija Brunch und Csaba Letay und die tragisch‐komische Animation DER BESUCH von Conrad Tambour. Die jungen Zuschauer des Festivals wählten aus dem Kinderfilmblock SEPPI & HIAS. BAYRISCH‐TÜRKISCHE LAUSBUBENGESCHICHTEN zu ihrem persönlichen Liebling. Den beliebten Publikumspreis räumte 2011 Michael Wende für DER TAKTSTOCK ab, er bekam die meisten Stimmen von den Zuschauern, darunter auch von uns.

Der begehrte Produzentenpreis ging in diesem Jahr an Stefan Gieren für RAJU von der Hamburg Media School. Takalani Phalanndwa bekam für seine Leistung in LINDELA (Place of Waiting) aus Südafrika den Schauspielpreis. Den Award für Bester Schnitt verliehen die "sehsüchte" an Tali Goldring, den Cutter von TFARIM (Stitches) aus Israel. Mit dem Förderpreis für das beste Musikvideo wurde Nicolai Hildebrandt für OKTA LOUGE – BRIGHT LIGHTS ausgezeichnet. Den Preis überreichte Moderator Markus Kavka höchst persönlich.

Auf dem sehsüchte Writer’s Day überzeugte WOLKEN WOLLEN. Die Autorin Ilinca Florian gewann den Preis für das Beste Drehbuch. Im pitch! überzeugten Aline Fernandez Ruiz, Isa Micklitza und Anna Katrin Schneider mit ihrem THE HOLE STORY.

Link: www.sehsuechte.de

Quellen: MusikWoche | berliner filmfestivals | achtung berlin | sehsüchte


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