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59. Filmfest des Autorenkinos in Mannheim-Heidelberg

Das Filmfest der internationlen Newcomer vom 11.-21. November 2010.



Richtiges Autorenkino gibt es endlich wieder auf dem Internationalen Filmfest Mannheim-Heidelberg zu entdecken. Einmal im Jahr treffen sich die Newcomer des Autorenfilms in den beiden Städten am Neckar, um ihre Werke vom 11. - 21. Nov. 2010 dem Publikum in Originalsprache zu zeigen. Nach der internationalen Finanzkrise erlebt der kleine unabhängige Autorenfilm junger Regisseure vor allem in den USA ein Comeback, während in Deutschland die Filmindustrie vornehmlich von den Produzenten der großen Filmgesellschaften beherrscht wird. Bei uns können oft nur die Nachrücker der Filmhochschulen mit Unterstützung der Landesmedienanstalten noch neue unabhängige Werke auf den Markt bringen, die alljährlich meist bei den Hofer Filmtagen oder beim
Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken präsentiert werden. Das Filmfest Mannheim-Heidelberg ist dagegen deutlich internationaler ausgerichtet.

Jim Jarmusch und Lars von Trier aber auch Wim Wenders, sind nur einige der heute weltberühmten Regisseure, die hier ihre Erstlinge gezeigt haben. Die Filme sind demnach echte Uraufführungen, die noch auf keinem anderen Festival gezeigt wurden und somit Neuland für Zuschauer und Filmkritiker.

In diesem Jahr zeigt das Festival 25 aufregende und vielversprechende Premieren aus über 20 Ländern, die von Journalisten, Filmeinkäufern und Zuschauern entdeckt werden. Darüber hinaus werden in einer Retrospektive auch Klassiker gezeigt, die einst beim Internationalen Filmfest Mannheim-Heidelberg zum ersten Mal präsentiert wurden. So wird dieses Jahr der 1984 entdeckte Regisseur Atom Egoyan als Master of Cinema geehrt.

Offizieller Eröffnungsfilm des 59. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg ist "La vida de los peces", der fünfte Spielfilm des chilenischen Regisseurs Matías Bize, der 2003 den Rainer-Werner-Fassbinder Preis für sein vielgepriesenes Debut "Sábado" gewann. Regisseur Bize wird den außer Konkurrenz laufenden Film persönlich beim Eröffnungsabend des Festivals in Heidelberg vorstellen. In der Nebenreihe "Discoveries Trail", die besonders erfolgreiche Regisseure vorstellt, deren Karriere in Mannheim-Heidelberg begann, wiederholt das Festival außerdem noch einmal Bizes Erfolg von 2003: "Sábado - Das Hochzeitstape".

Die beiden Hauptreihen sind der Internationale Wettbewerb und die Internationalen Entdeckungen. Erwartet werden wieder um die 60.000 Besucher, darunter etwa 1.000 Fachbesucher. Zwischen den beiden Festivalstädten verkehrt ein Bus-Shuttle, um vor allem den Fachbesuchern den Besuch wichtiger Veranstaltungen zu erleichtern. Neben der Berlinale und den Hofer Filmtagen zählt Mannheim-Heidelberg zu Deutschlands wichtigsten Filmfestivals und rangiert weltweit unter den Top 40.

Seit 2010 gibt es neben den offiziellen Programmreihen den "Mannheim Meeting Place" der den bisherigen Koproduktionsmarkt "Mannheim Meetings" in neuer Form weiter führt. Ziel des "Mannheim Meeting Place" ist es, junge Filmschaffende hinsichtlich Distribution aber auch Koproduktion neuer Projekte zu unterstützen.

Folgende Preise werden verliehen:
• Großer Preis von Mannheim-Heidelberg für den besten Spielfilm ab einer Minimallänge von 70 Minuten
• Rainer Werner Fassbinder-Preis für den besten Film mit unkonventioneller Erzählstruktur ab einer Minimallänge von 60 Minuten
• Spezialpreis der Jury für den besten Film ab einer Minimallänge von 40 Minuten. Oder für eine herausragende Leistung zum Beispiel als Schauspieler, Drehbuchautor oder Regisseur
• Preis für den besten Kurzfilm für den besten Kurzfilm bis zu einer Länge von maximal 40 Minuten
• Lobende Erwähnungen der Internationalen Jury für einen bemerkenswerten Film mit herausragenden Leistungen in den Bereichen der Schauspielerei, Kamera, Musik, Montage usw.
• Publikumspreis wird frei gewählt
• FIPRESCI-Preis wird von internationalen Filmkritikern verliehen
• Preis der Ökumenischen Jury
• Empfehlungen der Jury der Kinobetreiber für den Verleih
• Filmkunstpreis für Fernsehen in Deutschland wird 2007 erstmals vergeben

Das 59. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg wird im November 2010 erstmals auf dem Heidelberger Schloss hoch über der Stadt, mit weitem Blick ins Tal stattfinden.
„Ich kann mir für das Festival keinen besseren Veranstaltungsort vorstellen, und die traditionell in Heidelberg stattfindende Eröffnung des Festivals wird in diesem Jahr sozusagen „ganz großes Kino“ vor einer solchen Kulisse", betont Festivaldirektor Dr. Michael Kötz.
Zudem wird die Bergbahn, die von der Talstation zum Schloss hinauffährt, für die Dauer des Festivals für alle Besucher der Festspiele kostenlos sein. Für die Stadtwerke Heidelberg und der HSB als Betriebsführer der Bergbahn war schnell klar, dass sie als Sponsor ihr Mögliches tun, damit ein solch herausragendes Kulturevent für die Region vor dieser einmaligen Kulisse stattfinden kann.

Einer der Preise steht übrigens schon fest. Der FILMKULTURPREIS MANNHEIM-HEIDELBERG 2010 geht am 13. November 2010 an die die von Max Reinhardt gegründete Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin (hfs), die mittlerweile auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken kann. Der Preis wird im Rahmen des Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg verliehen, das damit zum dritten Mal Menschen, Unternehmen und Institutionen auszeichnet, die ganz wesentlich zur Filmkultur in Deutschland beitragen.

Link: www.iffmh.de


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