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20. FilmFestival Cottbus im Bundesland Brandenburg

20. FilmFestival Cottbus - Festival des osteuropäischen Films (2.-7.11.2010)



Neuer Internetauftritt zum Jubiläums Festival.

Mit dem 20. FilmFestival Cottbus (02.-07.11.2010) erstrahlt die Website des Festivals des osteuropäischen Films in neuem Glanz. Der überarbeitete Internetauftritt www.filmfestivalcottbus.de überzeugt durch ein klares, nutzerfreundliches und zielgruppenorientiertes Design. So kann sich jeder Interessierte mit wenigen Klicks über die ganzjährigen Aktivitäten des Festivals sowie über das Programm der Jubiläumsedition informieren. Neben multimedialen Ansätzen begeistert die aufgefrischte Internetpräsenz des FilmFestival Cottbus mit dem aktuellen Web 2.0 Standard. Durch die Unterstützung der Cottbuser eyesky Servicepool GmbH verfügen einige Inhalte über Kommentarfunktionen, können sich künftig Filmausschnitte und Musikvideos aus dem aktuellen Festivalprogramm angesehen werden, kann man Artikel und Bilder mit sozialen Netzwerken im Internet wie Facebook und bald auch Twitter verknüpfen. Die Website des FilmFestival Cottbus wird zunächst in deutscher und englischer Sprache aufrufbar sein. Eine Spracherweiterung ist geplant.

8. Cottbuser FilmSchau zum Auftakt

Traditionell bildet die Cottbuser FilmSchau bereits heute Abend den Auftakt in die Festivalwoche. Am Montag, den 1. November werden ab 19.30 Uhr in der Stadthalle Cottbus 16 Kurzfilme aus der Region mit maximal 15 Minuten Spielzeit zu sehen sein. Ein Publikumsmagnet, der unter dem Motto „Im Osten viel Neues“ präsentiert wird. Die 16 Produktionen stammen von Studenten, Cineasten und Amateurfilmern aus Berlin und Brandenburg. Sie konkurrieren um vier Preise im Gesamtwert von 3.700 Euro.

Morgen Abend findet wie gewohnt die feierliche Eröffnung des offiziellen FilmFestivals im Staatstheater Cottbus statt, dem einzigen Jugendstil-Theater Europas. In den darauffolgenden Tagen wird der Wettbewerb dann wiederum in der modernen Stadthalle am Berliner Platz 6 in (03046) Cottbus abgehalten.

Bollywood goes Cottbus.

Mit dem Spielfilm DASVIDANIYA zeigt das FilmFestival Cottbus in diesem Jahr erstmals einen Bollywood-Beitrag im offiziellen Programm. Der Film läuft in der Reihe „globalEAST", die den Spuren Osteuropas im internationalen Kino der Gegenwart nachgeht. Die aktuelle Produktion von Shashant Shah, der auch in der diesjährigen Cottbuser Spielfilmjury mitwirken wird, handelt von einem an Magenkrebs erkrankten Buchhalter, der in seinen letzten Lebensmonaten zum Lebemann wird. Der Titel steht nicht nur für die heiter-nachdenkliche Form des Abschiednehmens, sondern ist auch eine Referenz an die ganz besonderen Filmbeziehungen zwischen Indien und Russland.

Seit Beginn der Tauwetter-Periode unter Nikita Chruschtschow genießen Bollywood-Filme bis heute besondere Popularität. Der erfolgreichste Film AWARA – DER VAGABUND VON BOMBAY von Raj Kapoor brachte es Mitte der 1950er Jahre in der gesamten Sowjetunion auf fast 64 Millionen Zuschauer. Awara heißt im Übrigen auch der tragische Held von DASVIDANIYA, gespielt vom indischen Theater- und Schauspielstar Vinay Pathak („My Name is Khan"), der zu der jungen Generation indischer Darsteller zählt und ebenfalls dieses Jahr in Cottbus zu Gast sein wird.

Zehn deutsche Erstaufführungen im Wettbewerb.

Im Wettbewerb des 20. FilmFestival Cottbus, der zehn deutsche Erstaufführungen u.a. aus Estland, Kirgistan, Polen, Rumänien oder Ungarn umfasst, zeigen sich neben klassischem europäischem Arthauskino auch Spuren des kommerziellen Kinos, die u.a. bereits in Cannes, Locarno und Karlovy Vary ihr Publikum begeistern konnten. Filme wie der serbische TILVA ROŠ über eine Gruppe jugendlicher Skater in der serbischen Industrieprovinz oder der tschechische KAJÍNEK flirten mit Dramaturgie und Ästhetik amerikanischer Independents und modernem Hollywood- Actionkino. KAJÍNEK, der den authentischen Fall des 1993 unter mysteriösen Umständen zu lebenslanger Haftstrafe verurteilten ersten Berufskillers nach der Samtenen Revolution aufgreift, schlägt derzeit in der Tschechischen Republik alle Besucherrekorde. Und nicht nur das, er sorgt auch für neuerliche Diskussionen über den Mythos der demokratischen Wende. Der temporeiche Thriller von Petr Jákl, der nach einer Karriere als Judo-Champion zunächst als Stuntman, dann als Schauspieler ins Filmgeschäft einstieg, zeichnet sich durch eine erstaunlich hohe Produktionsqualität aus. Jákl wird zur Vorführung seines Films in Cottbus erwartet.

Insgesamt werden auf dem FilmFestival Cottbus achtzehn Preise vergeben, die mit einem Gesamtwert in Höhe von fast 80 000 Euro dotiert sind. Neben der Vergabe des Hauptpreises für den besten Spielfilm, des Spezialpreises für die beste Regie sowie den Preisen für herausragende darstellerische Leistungen – alle erhalten zusätzlich zum Preisgeld die begehrte Preisskulptur LUBINA (sorbisch: die Liebreizende) – werden unter anderem auch die besten Kurz-, Debüt- und Amateurfilme prämiert sowie der Verleih eines Festivalfilms in Deutschland gefördert.

Sonderreihen globalEAST & Nationale Hits

In der Reihe „globalEAST" begrüßt das FilmFestival Cottbus einen weiteren Ehrengast. Zur Vorführung von 2 SONNIGE TAGE, dem neuen Film des Kroaten Ognjen Sviličić, der mit seinen zwei vorhergehenden Regiearbeiten im „Forum" der Berlinale vertreten war, reist am 3. November die niederländische Schauspielerin Sylvia Kristel an. Kristel wurde in den 1970er/1980er Jahren mit ihren Rollen in der Erotik-Serie EMMANUELLE bekannt, glänzte aber auch in verschiedensten Charakterrollen. In dem in englischer Sprache gedrehten Drama, das die inneren Konflikte einer Jagdausflugsgesellschaft nachzeichnet, die im verlassenen Hinterland der dalmatinischen Adriaküste strandet, spielt Kristel eine französische Touristin, deren Ehemann an Demenz erkrankt ist.

Ein Wiedersehen mit Emir Kusturica - diesmal vor der Kamera - bietet der Fokusbeitrag AKTION FAREWELL. In dem französischen Spionage-Thriller von Christian Caron spielt Kusturica den KGB-Mitarbeiter Sergej, der Informationen über hochrangige Ziele an Frankreich weitergibt und so den Zusammenbruch Russlands beschleunigen will. William Dafoe ist in der Rolle des CIA-Chefs zu erleben.

In der Reihe Nationale Hits stellt das FilmFestival Cottbus im Ausland selten zu sehende Publikumserfolge aus Osteuropa vor. In diesem Jahr erlebt u.a. die scharfsinnige Komödie aus Russland WORÜBER MÄNNER REDEN ihre deutsche Erstaufführung. Zu einem Blockbuster avancierte auch die bulgarisch-mazedonisch-britische Koproduktion MISSION LONDON, die sich über westliche Osteuropa-Klischees und balkanische Selbstbilder lustig macht.

Zum "Russischen Tag" legt in diesem Jahr Regisseur Andrey Stempkovsky mit RÜCKWÄRTSGANG eines der wohl beeindruckendsten russischen Debuts vor. Die gesellschaftliche Auswirkung des Krieges, der sich wie ein Krebsgeschwür durch Familien zieht, wird hier behutsam anhand einer Mutter und ihrem vermissten Sohn erzählt. Insgesamt haben wir zehn russische Produktionen in den verschiedenen Sektionen des Festivals gezählt. In zwei weiteren Filmen, davon eine Produktion aus Israel - die andere aus Indien, spielen russische Darsteller die Hauptrolle.

Retrospektive mit Ost-West Vergleich

In der diesjährigen Retrospektive mit dem Titel „hüben & drüben" wird das Filmschaffen in Ost und West anhand der Arbeiten der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf" (HFF) Potsdam Babelsberg und der Deutschen Film- und Fernsehakademie (dffb) Berlin bis zur Wende und Wiedervereinigung verglichen. Die Kuratorin der Sektion, Medienjournalistin Karin Fritzsche, hat Studentenfilme mit ähnlicher Thematik aus Ost und West in fünf Programmblöcken zusammengestellt. Damit bietet sich die Möglichkeit inhaltlichen Anspruch und formale Umsetzung direkt zu vergleichen.

Kurzfilme mit Beitrag von dffb Absolvent.

Im diesjährigen Wettbewerb Kurzspielfilm warten cineastische Highlights u.a. aus Ungarn, Polen, Russland und Estland auf den Zuschauer. Die Themen reichen von der ersten Liebe, dem Abschied von zu Hause oder einem Talismann der kein Glück bringt. Unter den deutschen Erstaufführungen ist u.a. der rumänische Beitrag des dffb Absolventen Alexandru Mavrodineanu. MUSIK IM BLUT handelt von einer musikalischen Bewährungsprobe, die einen unerwarteten Ausgang nimmt. Der Film gewann den Best Film Award in Grenoble. Seine Weltpremiere in Cottbus erlebt die russische Produktion MEER DER WÜNSCHE des georgischen Regisseurs Shota Gamisonia. In 27 Minuten erzählt er im Stil von Beckett mit russischem Touch von der Sehnsucht zweier Freunde nach dem Meer.

Neben Filmen bietet das Festival auch Ausstellungen, Lesungen, Talks, Konzerte und Parties.

Link: www.filmfestivalcottbus.de


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