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Aktuelles rund um Film, Video und die dritte Dimension

3D auch auf der Photokina im Zentrum des Interesses



Das Thema dritte Dimension ebbt nicht ab und fand sogar auf Photokina reges Interesse bei den Besuchern. Hinter den Kulissen arbeitet zudem Hollywood an einer Umsetzung erfolgreicher Blockbuster für das 3D-Kino. Lucasfilm Ltd. wird das Science-Fiction-Epos "Star Wars" in eine eigene 3D-Version portieren und Paramount, 20th Century Fox und Lightstorm Entertainment planen eine 3D-Version von James Camerons Kinohit "Titanic". Beide Vorhaben sollen allerdings erst 2012 ihre Kinopremiere erleben. Derzeit laufen intensive Tests bei Industrial Light & Magic (ILM), welche Firma den technischen Support bei der Umwandlung von 2D auf 3D, deren Kosten zwischen zehn und 15 Mio. Dollar pro Film beziffert werden, übernehmen soll.

Die Umwandlung eines Films ist nicht nur ein technischer, sondern auch ein kreativer Prozess, bei dem einige Szenen eventuell neu geschnitten werden müssen oder in leicht verändertem Ausschnitt erscheinen, um ihre optimale Wirkung zu entfalten. Damit dem Zuschauer bei 3D-Filmen nicht übel wird, muss möglichst auf schnelle Bewegungen verzichtet werden und Zoomfahrten sind völlig tabu. Auf eine automatische Umwandlung von 2D in stereoskopisches-3D per Knopfdruck soll deshalb bewusst verzichtet werden. Die Ergebnisse von einigen TV-Geräten, die dieses Feature bereits ermöglichen, waren ernüchternd und sind für anspruchsvolles Kinopublikum nicht zu gebrauchen.

Fujis 3D-Highlight stieß auf großes Interesse

Auf der Photokina, die vom 21.9. - 26.9.2010 in Köln stattfand, zeigte Fujifilm eine neue 3D-Digitalkamera mit Videofunktion. Sie ermöglicht dreidimensionale Fotos und die Aufzeichnung von HD-Filmen mit Stereoton in einer Auflösung von 720p. Fortgeschrittene Nutzer können den Effekt bei Bedarf manuell justieren. Die Finepix Real 3D W3 dieser Tage in den Handel kommen und etwa 450 Euro kosten.

Das Bildmaterial lässt sich ohne Brille auf dem 3,5-Zoll-Widescreen-LCD begutachten. Per HDMI-Mini-Kabel kann die Kamera mit einem 3D-fähigen Fernseher verbunden werden. Zum Betrachten ist hier die zum Fernseher kompatible 3D-Brille notwendig. Den 3D-Effekt erzielt die Finepix Real 3D W3 mittels zweier Fujinon-Objektive mit dreifach optischem Zoom sowie zwei CCD-Sensoren mit 10 Megapixeln. Ein eingebauter Prozessor synchronisiert die Bilddaten der beiden stereoskopischen Halbbilder und fügt sie zu einer Aufnahme zusammen.

Die Objektive können sowohl gleichzeitig als auch zeitversetzt aufzeichnen. Im "Einzelverschluss 3D-Modus" wird das zweite Bild erst durch erneutes Drücken des Auslösers aufgenommen. Der Fotograf kann zuvor seine Position variieren. Die Kamera speichert beide Aufnahmen zusammen als 3D-Bild ab. So lässt sich der Effekt etwa bei Landschaftsaufnahmen oder Makro-Fotografien verstärken. Zusätzlich verfügt die Finepix Real 3D W3 über einen Intervall-Modus sowie eine manuelle Parallaxen-Kontrolle. Mit ihrer Hilfe lassen sich die 3D-Effekte von Hand einstellen.

Minox PX3D: 3D-Kamerakonzept mit vier Objektiven

Der deutsche Hersteller Minox stellte auf der Photokina eine Konzeptstudie für eine 3D-Kamera vor. Die recht kleine puristische, fast quadratische Kamera PX3D besitzt vier übereinander angeordnete Objektive und vier Bildsensoren. Beim Auslösen erzeugt die Kamera simultan vier Bilder, alle aus einem leicht unterschiedlichen Blickwinkel. Die stereoskopische Aufnahme soll auf dem Kamera-Display ohne Hilfsmittel, d.h. ohne der sonst üblichen 3D-Brillen, direkt als stereoskopisches Bild anschaubar sein. Für die Wiedergabe auf einem externen PC-Monitor soll mit der beiliegenden Software ein aus verschiedenen Perspektiven darstellbares und animiertes 3D-Bild errechnet werden können. Ein Video auf der Minox-Webseite erläutert die dahinterstehende Idee.

Bei der Minox 3D-Kamera handelt es sich um ein Konzept, das zusammen mit dem Unternehmen 3D-Competence entwickelt wurde. Über eine Markteinführung ist noch nicht entschieden, bei ausreichender Nachfrage will der Hersteller die Kamera Mitte 2011 auf den Markt bringen. Den voraussichtlichen Preis beziffert Minox mit 500 Euro. Auch Kooperationen mit anderen Kamera-Herstellern seinen möglich. Darüber hinaus kündigt Minox eine weitere Evolutionsstufe dieses Konzepts mit 16 Kameramodulen an. Die vielen verschiedenen Blickwinkel bei der Aufnahme sollen es ermöglichen, noch bei der Wiedergabe der Bilder über Schärfe und Belichtung zu entscheiden.

Link: Minox PX3D

CNET testet 3D-TV und Handycams

Für Anfänger der 3D-Technik hat CNET active Shutter, Polarisation & Co. näher erläutert und darüber hinaus das 3D-TV getestet sowie aktuelle Camcorder unter die Lupe genommen und sie untereinander verglichen, während film-tv-video sich den Profi-Kameras annimmt und deren aktuelle Preisgestaltung untersucht.

3D-Techniken im Überblick

Canon Legria im Full-HD Camcorder Test

Sony Handycam mit GPS-Funktion

Sony SxS-Camcorder schon ab 25.000 Euro

Sony senkt Preis für F35 High-End-Videokamera

Stereo-3D in der Live-Produktion und Nachbearbeitung mit Qantel

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Außerdem sei noch einmal auf den Trend zu spiegellosen Systemkameras mit Videofunktion verwiesen, ein Thema auf das wir anlässlich der PMA bereits
am 3. April 2010 näher im BAF-Blog eingingen.


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