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Media Broadcast auf der IBC Amsterdam

IBC 2010 die Messe für Fernsehprofis vom 10.-14. September in Amsterdam.



Die IFA, die weltweit größte Show im Bereich der Consumer Electronics ist Mittwoch beendet worden und hat dennoch für die Profis aus Funk und Fernsehen wenig Neuigkeiten gezeigt. Für den Broadcast Bereich und die Multimediabranche ist die IBC in Amsterdam inzwischen zur Leitmesse geworden. Hier kommen die Techniker zusammen und diskutieren über neue Sendetechnik und Sendeformate und natürlich auch über das zukünftige 3D-TV.


Media Broadcast - Spezialist für digitale Zukunftslösungen


Um sich über HD- und 3G-Lösungen zu informieren, ist die Firma MEDIA BROADCAST einer der führenden Dienstleister für die Rundfunk- und Medienbranche in Deutschland. Mit ihrer Leistungskraft und Branchenkompetenz bieten sie Top-Qualität und Service auf höchstem Niveau. MEDIA BROADCAST ist für Sie der richtige Partner für alle Aspekte der Digitalisierung von Hörfunk und Fernsehen und verfügt über ausgereifte Zukunftslösungen für die Anforderungen der Märkte in aller Welt. Vom 10. bis 14. September 2010 ist MEDIA BROADCAST auf der IBC in Amsterdam in Halle 1, Stand C21 zu finden.


Kabel Spezialist Belden mit neuer Website


Hunderte von Millionen von Zuschauern rund um den Globus profitieren bei Fernsehübertragungen großer Sportveranstaltungen oder der neuesten Radionachrichten in HD-Qualität von der Zuverlässigkeit und Qualität der Belden-Produkte. Die speziell für eine perfekte Aufzeichnung, Verarbeitung, Übertragung und Ausstrahlung von Bild und Ton konzipierten Kabel der Firma Belden sind die erste Wahl für Fernseh- und Radiosender, Film- und Tonstudios, Sportevents und andere Großveranstaltungen. Die Belden, Inc., mit Hauptsitz in St. Louis (Missouri, USA) wurde bereits 1902 von Joseph Belden in Chicago (Illinois, USA) gegründet. Heute ist das weltweit agierende Unternehmen börsennotiert (NYSE:BDC) und entwickelt innovative Lösungen für die Datenübertragung. Zur Beldengruppe gehört auch die deutsche Firma Hirschmann, die sich u.a. auf Satelliten- und Kabelfernsehanlagen spezialisiert hat.


Auf der IBC wird Belden folgende Produkte präsentieren:
• Die neueste Produktserie Commercial Audio für leistungsstarke Audioübertragung
• FiberExpress® Brilliance Glasfaserstecker
• Taktische Glasfaserkabel – ideal für digitale Videoübertragungen und Ü-Wagen
• SMPTE311 HD-Kamerabaugruppe – mit einem der weltweit bekanntesten SMPTE311-Kabel und SMPTE304M-Steckverbinder nach weltweitem Standard
• Und vieles mehr


Technicolor verkauft Grass Valley


Auf der IBC wird man hoffentlich auch Näheres über die endlose Geschichte des Verkaufs von Grass Valley erfahren. Das mittlerweile vollständig in französischer Hand liegende Unternehmen war bis zur Übernahme durch Thomson die deutsche Hauptzentrale der Philips BTS (Bosch) Broadcast Gesellschaft und damit einer der wichtigsten Entwicklungsstandorte für Media Solutions in Deutschland. Bekannte Produkte waren vor allem Kameras und die hochwertigen analogen Bildmischer, die in fast allen deutschen Fernsehanstalten früher zu finden waren. Darüber hinaus hat die EDIUS-Schnittsoftware von Grass Valley, ehemals Canopus und deren relativ preiswerte Videobeschleuniger Karten auch in Deutschland immer noch viele Anhänger. Mit der angekündigten neuen Edius 6 Suite will Grass Valley Editoren vom Einsteiger bis zum Profi ansprechen. Die neue Version bietet für diese große Zielgruppe viele interessante Funktionen, darunter die Unterstützung von 4K-Auflösung und 1080P.


Mittlerweile werden die Deutschen Fernsehstudios kaum noch mit Grass Valley oder Bosch Geräten bestückt, sondern meist durch digitale Produkte von Sony oder JVC ersetzt. Inzwischen liegt dem Eigentümer Technicolor ein bindendes Angebot des Finanzunternehmens Francisco Partners vor, eine der weltweit größten, auf Technologie ausgerichtete, Kapitalbeteiligungsgesellschaften.


Technicolor - Pioneer der Farbfilmtechnologie und der aus dem überschuldeten Thomson-Konzern entstandene Eigentümer von Grass Valley, gab bekannt, dass man nun eine bindende Vereinbarung mit Francisco Partners über den Verkauf des Broadcast-Bereichs von Grass Valley geschlossen habe. Thomson hatte schon Anfang des Jahres 2009 offiziell gemacht, dass der Verkauf von Grass Valley geplant sei — nachdem es schon Monate vorher entsprechende Gerüchte gegeben hatte. Dass diese lange Phase der Unsicherheit dem Unternehmensteil Grass Valley nicht gut getan hat, liegt auf der Hand.


Seit Mai 2010 haben Technicolor und Francisco Partners laut einer Pressemitteilung schon verhandelt. Nun gibt es nach Firmenangaben ein vollständig dokumentiertes, bindendes Angebot von Francisco Partners für den größten Teil von Grass Valley, den Broadcast-Bereich. Nicht in den Deal eingeschlossen: die Geschäftsbereiche Head-End und Transmission.


Betroffen sind also 1.457 Mitarbeiter (Stand: 30. Juni 2010) in 23 Ländern, die im Jahr 2009 im Broadcast-Markt rund 272 Millionen Euro Umsatz erzielten, von dem am Ende ein Verlust von rund 52 Millionen Euro übrig blieb. Der Geschäftsbereich Broadcast erzielte im Geschäftsjahr 2009 72 % des Grass-Valley-Umsatzes und war für 59 % des Verlusts verantwortlich, ist also noch der gesündere Teil der insgesamt kränkelnden Grass-Valley-Gruppe.


Francisco Partners will alle Assets und Mitarbeiter der Broadcast-Division übernehmen, inklusive der Pensionsverpflichtungen. Das Unternehmen wird mit einem Wert von 100 Millionen US-Dollar taxiert. Diese Summe soll aber zunächst gar nicht fließen, sondern im Rahmen eines gestaffelten Deals beglichen werden. Zunächst erhält der Käufer Francisco Partners von Technicolor 20 Millionen US-Dollar, um Liquidität bei Grass Valley zu sichern. Im Gegenzug erhält Technicolor einen Schuldschein, in dem sich das Finanzunternehmen verpflichtet, in sechs Jahren 80 Millionen US-Dollar zuzüglich 5% jährlicher Zinsen an den Verkäufer zu bezahlen. Der Abschlag von 20 Millionen auf den Wert resultiert aus den Pensionsverpflichtungen, die der Käufer übernimmt. Sollte sich Grass Valley in den kommenden sechs Jahren positiv entwickeln, erhält Technicolor nachträglich einen in der Pressemitteilung nicht genauer benannten Zuschlag auf den Verkaufspreis, der also in Wahrheit derzeit bei 60 Millionen US-Dollar liegt.


Diese Transaktion soll vor Ende 2010 abgeschlossen werden, wenn die zuständigen Behörden zustimmen. Allerdings beinhaltet der Einstieg von Francisco Partners für Grass Valley auch ein großes Risiko: Viele Finanzinvestoren bürden dem gekauften Unternehmen hohe Schulden auf, saugen es damit aus, filetieren die Reste und verkaufen sie weiter. Alternativ oder parallel dazu steht eine massive Rosskur an, die Grass Valley — durch die lange Verkaufsphase eh schon angeschlagen — ganz sicher zumindest stark belasten werden.


Avid spendiert kostenlosen Besucherpass


Firmen wie Sony (Broadcast) und Avid, die früher einmal nahezu spinnefeind waren, sind inzwischen fast nachbarschaftlich auf der IBC vertreten. Sony als einer der größten Anbieter für fast alle Broadcast Produkte hat mittlerweile eine Weiterentwicklung der eigenen Schnittsoftware aufgegeben und überlässt das Feld dem auf diesem Gebiet marktbeherrschenden Unternehmen Avid. Im Gegenzug integriert Avid schneller neue Sony Produkte in seine Software Lösungen. Auf der IBC dürften neue Features zur Bearbeitung von stereoskopischen 3D-Filmen im Mittelpunkt des Interesses der Besucher stehen. Avid wirbt ganz gezielt mit der Erfolgsfilm Avatar für seine Tools.


Wer sich auf einer speziellen Avid IBC Seite hier registriert kann einen kostenlosen Besucherpass erwerben.


Web: www.ibc.org


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