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Sounding-D: Kopfkino für Audio Freaks

Neue Musik in Deutschland erfahren 25.08. - 12.09.2010



Am 26. August 2010 macht sounding-D in Berlin Station und lädt gemeinsam mit dem Berliner Netzwerk für neugieriges Hören, ohrenstrand.net, zu einem Tag lang Neue Musik in Berlin-Mitte ein.

Unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten und mit dem Partner Deutsche Bahn fährt ein klingender Sonderzug in einer großen spiralförmigen Bewegung durch ganz Deutschland und bewegt sich auf dessen Mitte zu – über Dresden, Berlin, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Göttingen, Essen, Moers, Köln, Neuwied, Saarbrücken, Freiburg, Stuttgart, Augsburg und Passau. In jeder Stadt finden eigene Veranstaltungen mit Neuer Musik statt, die den Besuchern nicht nur einzigartige Musikerlebnisse bieten, sondern auch Einblicke in eine weltweit einmalige Musiklandschaft. sounding-D endet mit dem 3-tägigen Abschlussfest mittenDrin: in Eisenach.

Direkt am Gleis 4 des Berliner Hauptbahnhofes bietet das Team des Zuges am 26.8.2010 Hörbegleitungen im Bahnhofsareal an. Die Partner im ohrenstrand.net haben einen Parcours mit Hör.Ereignissen abgesteckt, der mit der Ankunft des Klangzuges sounding-D und der Eröffnung des Festivals „Ankunft: Neue Musik“ um 11:00 Uhr beginnt und um 19.30 Uhr mit dem Orchesterfest des Konzerthausorchesters unter Beteiligung des KNM Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt endet.

In den den Foyers der Akademie der Künste am Pariser Platz erwartet den Zuhörer um 18 Uhr die spektakuläre Berliner Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos "Studi per l'intonazione del mare" mit zahlreichen Solisten und Laienmitwirkenden. Das „ausland“ und das KNM Berlin bieten zudem unter dem Motto „Mit den Ohren sehen“ eine Ausgabe der Stadtführung „Gehörte Stadt“ an, die den Berliner Hauptbahnhof mit der Akademie der Künste dramaturgisch verbindet.



Wenn sich das Geräusch einfahrender Züge mit dem Klang eines Cellos mischt, ein Schalmeienorchester den Bahnsteig bevölkert, Tänzer zwischen Rolltreppen ihre Kreise ziehen, mitten im Bahnhof ein Flügel steht, dann ist wieder die Zeit gekommen für das Festival "Ankunft: Neue Musik". Bereits zum zweiten Mal macht ohrenstrand mobil, die mobile Bühne von ohrenstrand.net der Architekten von eyland07, Station im Berliner Hauptbahnhof und lädt Durchreisende, Flaneure und Neugierige mit einem umfangreichen Programm zu einer Stippvisite in die Welt der Neuen Musik ein.

Tägliche Konzerte, Performances und Opernaufführungen sorgen 11 Tage lang für ungewohnte Hörerlebnisse auf dem Berliner Hauptbahnhof und manch ein Reisender wird erstaunt sein, wenn der Mensch neben ihm plötzlich anfängt zu singen oder zu musizieren.

Unter anderem wird der in Berlin lebende US-amerikanische Komponist und E-Gitarrist Sidney Corbett an zwei Tagen einen Einblick in sein Werkgeben, die im Rahmen des Wettbewerbs operare10 entstanden sind und den Berliner Hauptbahnhof als Bühnenraum erkunden (26.8. um 22:00 Uhr Ebene 0). Und wer sich schließlich am 29. September zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf den Bahnhof begibt, wird erleben, wie der Kontrabassist Arnulf Ballhorn Salvatore Sciarrinos "Esplorazione del bianco I" vor dem Hintergrund wechselnder Tageszeiten interpretiert. Die wechselnden Lichteinstrahlungen im Bahnhof untermalen dabei wie bei einem Film die Musik.

Klangsuche — Hier wird im Bahnhofsumfeld ungewöhnlichen Klängen nachgespürt und nachgehört. Über einen Kopfhörer mit dem Mikrofon verbunden, erlebt jeder der Teilnehmer die selben Klänge. Das Hören ist dabei vergleichbar mit dem Sehen durch ein Mikroskop – plötzlich steht ein leises Zischen im Mittelpunkt, das sonst in Alltagsrauschen untergeht.

Achtung: Aufnahme! — Das feine Rasseln der kleinen Plättchen der Zuganzeigetafel ist ein typisches Bahnhofsgeräusch. Doch wie kann man einen kaum hörbaren Klang professionell aufnehmen? Bei dieser Hörführung steht die Technik im Vordergrund: Es wird gezeigt, wie ein Aufnahmegerät funktioniert, was beim Auspegeln zu beachten ist, wie das Mikrofon ausgerichtet sein muss und schließlich, was man mit einer Aufnahme alles anstellen kann.
Die 15 interessantesten der gesammelten Klänge eines Tages werden, versehen mit dem Namen des „Finders“, auf der Soundmap von Robin Minard, einer akustischen Landkarte Deutschlands, unter www.sounding-D.net nachzuhören sein.

Alter — Die Hörführungen eignen sich für jede Altersgruppe.
Gruppen — Klangsuche ist für max. 8, Achtung Aufnahme! für max. 5 Teilnehmer konzipiert; größeren Gruppen und Schulklassen werden individuelle Arrangements geboten.
Termine — Die ca. einstündigen Führungen finden täglich mehrmals statt; die Kernzeit ist zwischen 12 und 16 Uhr.
Anmeldung — Sie können sich direkt am Zug anmelden, wir empfehlen aber vor allem für Gruppen eine Reservierung:
Fon: 0800 80 90 804, Mail: hoerfuehrungen@sounding-D.net

Die Teilnahme ist kostenlos.

veranstaltet vom Netzwerk Neue Musik,
ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes

Link: www.sounding-D.net

Das Netzwerk Neue Musik – 15 Projekte und 255 Partner
Das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, ist von 2008 bis Ende 2011 Förderer von 15 bundesweit ausgewählten Netzwerkprojekten und damit die bisher größte gemeinsame Aktivität von Bund, Ländern und Gemeinden für die Neue Musik. Institutionen, Initiativen, Ensembles und Akteure, die in der Kultur der Städte und Regionen verwurzelt sind und deren Musikleben entscheidend mit gestalten und weiter entwickeln, sind die Partner dieser deutschlandweiten Kooperation. Innovativ und nachhaltig ausgerichtet, initiiert und animiert das Netzwerk Neue Musik eine bisher einzigartige Bewegung.

Die 15 Projekte mit ihren 255 Netzwerkpartnern zeichnen ein eindrucksvolles Bild der Neuen Musik in Deutschland. sounding-D ist das große, bundesweite Neue Musik-Ereignis. Der Zug, der über zwei Wochen mit seiner Klanginstallation durch die Republik rollt, ist das verbindende Element. Tagsüber lädt er in den Bahnhöfen Interessierte und Reisende zum Besuch ein. Dieser Klangraum auf Schienen verbindet die Projektorte musikalisch. Der Komponist und Klangkünstler Robin Minard sammelt die Sounds von unterwegs aus den Städten und ihren eigens für das Projekt eingerichteten Hörpunkten, bündelt sie und projiziert sie ins Innere des Zuges und ins Internet. So entsteht ein Klangraum, in den das Publikum überall live eintauchen kann.


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