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ZDF - Lieber ohne Koch als ohne Brender (update)


Der ZDF-Chefredakteur soll geschasst werden. Die geplante Vertragsverlängerung Nikolaus Brender wird immer mehr zum Politikum.


Manche werden die Diskussion um die Wiederwahl des ZDF-Nachrichtenchefs Brender verfolgt haben. Wer nicht, erhält eine Einführung hier und hier. Das traurige ist, dass eine Quantitätsdiskussion statt einer Qualitätsdiskussion geführt wird.

Roland Koch versucht, das ZDF zu seiner Beute zu machen und fügt so insgesamt dem Rundfunkwesen Schaden zu. Allen Bürgern werden Rundfunkgebühren abgepresst, doch wenn es um Entscheidungen geht, müssen die Gebührenzahler leider draußen bleiben. Was spräche dagegen, die Verwaltungsräte von allen Gebührenzahlern wählen zu lassen? Die öffentlich-rechtlichen Sender leiden an einem Demokratiedefizit, solange diejenigen, die bezahlen müssen, nicht entscheiden dürfen. Wenn Koch einen eigenen Parteisender will, dann soll er ihn auch selber bezahlen.

Die Union hat sich -zurecht- für private Rundfunk- und Fernsehstationen stark gemacht. Mit welchen Mitteln da hinter den Kulissen insbesondere von Kirch gearbeitet wurde, war zwar unappetitlich, aber die Zielrichtung war richtig. Wie kann ich dann jetzt darüber jammern wollen, dass die privaten Nachrichten (RTL) erfolgreicher sind, als diejenigen des ZDF? Stand das im Rundfunkstaatsvertrag à la Koch? RTL ja, aber die Nachrichten dürfen keinesfalls erfolgreicher sein, als die vom ZDF? Eine verdammt naive Betrachtungsweise. Nicht mal Koch selbst dürfte an dieses vorgeschobene Argument glauben.

Und dann hat Koch auch noch die falschen Zahlen. Tatsächlich schauen mehr Menschen "heute" als RTL-Aktuell. Genaueres zu den falschen Zahlen finden Sie hier.

Der Einsatz falscher Zahlen disqualifiziert Roland Koch als Verwaltungsrat des ZDF. Wer hat diesen Bock zum Gärtner gemacht?

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Nachtrag zum obigen Atikel vom 13.3.09
Betreff: Unterschriftensammlung in Sachen öffentlich-rechtliche Anstalten, Quoten und CDU-Einmischung.



Sogar die hessische CDU-Basis begehrte beim Parteitag gegen Koch auf, schrieb die Welt am 15.3.09 und der Tagesspiegel sinniert am gleichen Tag in einem langen Artikel, warum Brender so umstritten ist und als SPD-Mann gilt, obwohl er in der Jungen Union war?

Intendant Markus Schächter hält allerdings tapfer an Brender fest, muss aber eine Niederlage im Gremium fürchten. Deshalb soll der ZDF-Verwaltungsrat erst einmal diskutieren, bevor wieder das Personenroulette in Gang gesetzt wird und die entsprechenden Redakteure geschasst werden. Erst am 27. März wird über eine Vertragsverlängerung für den Chefredakteur entscheiden, solange wurde zunächst die Entscheidung vertagt.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck rechnet sogar mit einer Entscheidung über den ZDF-Chefredakteur erst nach der Bundestagswahl am 27. September schreibt der Fokus am 14.3.09. So bleibt noch etwas Zeit das Vorhaben mit einer Unterschriftenliste möglicherweise zu beeinflussen. 2118 Unterschriften sind es bereits und es wäre schön, wenn Ihr Leser dieser Zeilen davon weitererzählt und den Link zur Unterschrift an Eure Kontakte weiterleitet.

www.brender-muss-bleiben.de

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