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IFA: SDHC Speicherkarten werden noch schneller


Neue schnellere Speicherkarten


Zeitgleich zur neuen Kameraserie über die wir gestern berichteten, stellte Panasonic auch eine neue Linie von SDHC** Secure Digital High Capacity Karten mit 32GB vor. Zugegeben - Panasonic ist nicht die erste Firma mit einer solchen Ankündigung, aber sie sind die ersten mit einer Class 6 High Speed Card, welche eine blitzschnelle Transferrate von 20MB/s verspricht! Die bisherigen Panasonic SDHC Karten mit 6 und 12 GB Speicherkapazität der Class 4 sind dennoch ebenfalls gut für Videoaufnahmen in High Definition Camcordern geeignet. Ihr Aufnahmevermögen beträgt immerhin 90 bzw. 180 Minuten für Full HD-Material mit 1.920 x 1.080 Pixel Auflösung. Mit Datentransferraten von 4 MB pro Sekunde (garantiert) bis 10 MB pro Sekunde (maximal) bieten sie nahezu optimale Performance in der Class 4 Kategorie. Auch wenn die Speichermedien nicht der schnellsten Geschwindigkeitsklasse 6 zugeordnet werden können, so ist die Klasse 4 für viele Kompaktkameras ausreichend, denn die Karten können nicht nur im Video- sondern auch im Fotobereich verwendet werden.

Die SD-Card ist eine Erfindung von Panasonic. Der neue Ableger, die SDHC** (SD High Capacity) Speicherkarten, können allerdings nur in Geräten eingesetzt werden, die das SDHC** Speicherkartenformat unterstützen. Der große Erfolg der SD-Familie (einschließlich mini und micro Variante für Moblie Devices) beruht auf geschickter Lizenzpolitik, so dass immer mehr Hersteller das Format unterstützen. Darunter befinden sich so namhafte Firmen wie Canon, Nikon und Leica. Darüber hinaus bieten die originalen Panasonic Karten höchste Verlässlichkeit und können bei Temperaturen zwischen -25° und +85° C eingesetzt werden. Zur weiteren Ausstattung gehört ein Speicherschutz, der die Daten sichert, wenn die Stromzufuhr mitten in der Anwendung unterbrochen wird. Weitere bekannte Liferanten von Speicherkarten dieses Systems sind SanDisc und Kingston. Letzterer hat ebenfalls SDHC Karten mit 32 GB Speicherkapazität angekündigt, allerdings erreichen diese nur die Class 4 Performance.

Wettbewerber Sony hat mit dem Memory Stick zwar ähnliche Speicherkarten im Angebot; eine Kompatibilität bzw. entsprechende Adapter gibt es allerdings nicht, so dass Sonys System sich ziemlich proprietär am Markt verhält und oftmals deutlich teurer angeboten wird. In der Semi-Profi-Klasse der HDV Camcorder und bei seiner Spiegelreflexkamera "αlpha" nutzt Sony deshalb die deutlich voluminösere, aber preiswertere Compact-Flash-Card (CF-Card), die als eines der ersten offenen Speicherkartensysteme inzwischen fest am Markt etabliert ist. Für noch mehr Kapazität bietet Sony nach wie vor in der Video Profi-Liga das XDCAM Professional Disc System an, das ähnlich wie die Blu-ray Disc mit blauem Laserlicht arbeitet, allerdings auf eine geschlossene Cartridge und somit Staub geschützte Disc aufzeichnet.

Panasonic setzte als Nachfolgeprodukt der Bandsysteme DV und DVCpro dagegen von Anfang an auf ein Flash-basiertes Verfahren für bandlose Aufzeichnung, dem Solid-State-Verfahren (P2), bei dem vier SD Cards zu einem RAID-System verbunden sind. Dadurch wird eine höhere Schreibgeschwindigkeit als bei einzelnen Flash-Speichern ermöglicht. Die P2-Speicherkarte entspricht in ihren Abmessungen einer PCMCIA-Karte, die zur Datenübertragung einfach in PCMCIA-Slots von Laptops gesteckt werden kann und dann wie ein Laufwerk verwendet wird.

Doch auch Sony hat mittlerweile gekontert und präsentierte mit der XDCAM EX den ersten Festspeicher-Camcorder PMW-EX1, der Aufnahmen auf SxS Pro™ Speicherkarten in Full HD vornimmt. Dieser Speicherkartentyp basiert auf dem neuen ExpressCard-Standard in Laptops, der bei neuen Computergenerationen den PCMCIA-Slot nahezu völlig abgelöst hat. Die neuen Karten fallen mit 34 Millimeter Breite und 5 Millimeter Höhe kleiner aus als ihre PCMCIA-Vorgänger und sollen mehr Performance bieten. Entscheidender Vorteil aber ist, dass die Karten Hot Plug-and-Play (Einstecken und Abziehen im laufenden Betrieb) und ACPI-Unterstützung (Energiemanagement von Windows) bieten.

Panasonics DVCpro Format sowie Sonys DV, DVCAM und Betacam bandbasierte Aufnahmen werden in Zukunft dagegen an Bedeutung verlieren, da das Digitalisieren von Bandaufnahmen für den nonlinearen Schnitt im harten Produktionsalltag der Sendeanstalten einfach zu lange dauert.

Mehr unter: www.Sony.de
und Sony Broadcast XDCAM oder Sony Professional HDV
sowie unter: www.Panasonic.de

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