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Podiumsdiskussion zur Situation der Filmschaffenden


Die Hartz-Reform brachte die Beschäftigten in Filmproduktionen in existenzielle Not. Dabei arbeiten gerade sie extrem flexibel und wechseln bundesweit von Produktion zu Produktion den Arbeitgeber und Arbeitsort. Nach der Verkürzung der Rahmenfrist von drei auf zwei Jahre, in der 12 Monate sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreicht werden müssen, haben etwa 50.000 Kultur-, Medien- und Filmschaffende den Anspruch auf ALG I in den Beschäftigungspausen verloren, obwohl sie während ihrer Beschäftigung oft hohe Beiträge an die Arbeitslosenversicherung leisten.

Wir möchten deshalb auf eine Veranstaltung von der Gewerkschaft ver.di aufmerksam machen, die sich zwar in erster Linie an die Vorstände der Filmverbände richtet, aber sicherlich auch anderen aktiven interessierten Filmschaffenden offen stehen dürfte. Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Veranstaltung ist aber zwingend notwendig, sonst wird wahrscheinlich kein Einlass gewährt.
Dr. Karsten Schneider, Leiter der Abt. Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung,
wird am Mittwoch, 28. November 2007 um 18.30 Uhr
im Konferenzcenter am Gendarmenmarkt
Glinkastraße 25, 10117 Berlin
seine Studie präsentieren:
„Ausgeleuchtet – Vom Arbeiten und Leben in der Filmindustrie“

Beim anschließenden Podiumsgespräch soll mit Vertretern der Produzentenverbände, der Arbeitsagentur, aus der Politik und Filmschaffenden (FFS) über die soziale Absicherung der FFS und die notwendigen Ausnahmeregelungen diskutiert werden.

ver.di fordert von der Bundesregierung die Verkürzung der sozialversicherungspflichtigen Zeit von zwölf auf fünf Monate innerhalb von zwei Jahren für den Anspruch auf Arbeitslosengeld I (ALG I). Viele europäische Länder haben bereits vergleichbare Regelungen. Die aktuelle Studie des ver.di-Projektes connexx.av gibt genaue Auskunft über die Arbeitsbedingungen von Filmschaffenden: extreme Belastungen, Verschlechterung der sozialen Absicherung, Abschmelzen von Vermögen und Altervorsorge - die Realität eines Traumjobs.

In München wurde die Studie bereits im Sommer präsentiert und auszugsweise konnte man den Artikel in der Süddeutschen Zeitung nachlesen. Wir berichteten im BAF-Blog darüber bereits am 24. August und verwiesen dort auf weitere interessante Links. Dennoch dürfte die Veranstaltung weitere Einblicke geben und die Meinung der Agentur für Arbeit zur Situation der Filmschaffenden wird mit Spannung erwartet.

Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte sollte sich an folgende Adresse wenden:
connexx.av c/o ver.di
Wille Bartz
Goseriede 12
30159 Hannover
Tel: 0511 / 124 00 602
Fax: 0511 / 124 00 604
mail@connexx-av.de


connexx.av ist ein Projekt von ver.di
www.connexx-av.de
Initiative '5statt12' - Qualität braucht Sicherheit!
Unterschriftenaktion für kurzzeitig beschäftigte Kultur-, Medien- und Filmschaffende:
www.connexx-av.de/5statt12


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