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VHS - VOD - HDD ein Erfahrungsbericht


Wenn es um Internet-Video geht dürfte YouTube mittlerweile durch den Medien Hype um teilweise verboten eingestellte Videos ziemlich jedem bekannt geworden sein. Jetzt gibt es die Seite auch in deutsch unter YouTube.de http://de.youtube.com

Kewego www.kewego.de dagegen setzt auf Partnerschaft mit der Industrie und den Medienpartnern und stellt keineswegs illegales Material ins Internet, sondern dient nicht nur Pressevertretern als offizielles Recherche-Mittel. Bereits 2003 wurde die Plattform gegründet und kann mitlerweile über 100 Millionen betrachtete Videos pro Monat verbuchen. Mehr als 100 Partnern und ca. 80 Plattformen nutzen Kewego um Ihre Filme als Videostream zu Informations- und Rechechezwecken im Internet zu verbreiten. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Bestimmte Sendungen müssen nicht mehr zu Hause am heimischen Recorder programmiert werden, um sie nachträglich betrachten zu können. Kunden können die Informationen einfach per Link zugesand werden, denn wer weiß schon genau welche Möglichkeiten der Andere hat, um die vielen existierenden Formate unproblematisch abspielen zu können. Ein VHS Mitschnitt ist für Firmen inzwischen genauso veraltet, wie ein Fax Gerät für Privatpersonen. Einen Internetanschluss und eine e-Mail Adresse hat dagegen inzwischen fast jeder.

Mir ist mein lieb gewordener alter S-VHS Recorder dieser Tage kaputt gegangen. Die Befürchtung meine vielen archivierten Filme irgendwann nicht mehr abspielen zu können, hatte ich schon lange. Deshalb wollte ich zumindest Belegexemplare meiner Arbeiten noch rechtzeitig auf DVD brennen. Meist fehlt die Zeit dazu oder man scheut die Mühe. Glücklicherweise gibt es Kombi Recorder mit einem VHS Laufwerk und einem eingebauten DVD Brenner. Doch spielen Sie auch S-VHS ab? Wäre es nicht sogar noch einfacher mit einem zusätzlich eingebauten HDD Laufwerk die Filme erst auf Festplatte zu kopieren, um nur die wichtigen Teile anschließend auf DVD zu brennen? Sozusagen einen Rohschnitt vornehmen, bevor der Feinschnitt und evtl. ein zugefügter Titel am Computer erfolgt! Doch ganz so einfach ist es nicht. Wie sich herausstellte erlauben viele Kombigerät nur eine direkte Kopie auf DVD. Der Zwischenschritt über die Festplatte ist bei den meisten Geräten nicht vorgesehen. Mehrfaches hin- und herkopieren soll unterbunden werden steht z.B. in der Bedienungsanleitung von Toshiba. Warum eigentlich? Am Computer ist es doch auch möglich.

Also würde ich mit Einzelnen Geräten vielleicht doch besser fahren, zumal Kombigeräte recht teuer sind und im Falle einer Reparatur einem plötzlich gar kein Gerät mehr zur Verfügung steht. Erstaunt war ich aber, dass VHS Recorder fast gänzlich von der Bildfläche verschwunden sind. Fast kein Markenhersteller führt sie noch im Programm. Vor Jahresfrist war das noch anders. Da gab es noch Geräte von Panasonic, die sogar S-VHS abspielen konnten. Bei Ebay wird man zwar vereinzelt noch fündig, doch wie verschlissen die gebrauchten Geräte sind, weiß man nie vorher. Als fast nie benutzt preist sie jeder an. Doch die Antriebsriemen in den Geräten altern auch ohne Benutzung. Sogar bei Festplatten, die lange still stehen, kann das Lager eintrocknen, so dass ein Crash vorprogrammiert ist.

Warum dann nicht auf VOD, der Festplatte im Internet ausweichen. Externe Anbieter garantieren die angeblich langjährige Zuverlässigkeit. Tägliche Backups sollen einen Datenverlust verhindern. Wir vom BAF haben jedoch andere Erfahrungen. Das komplette erste Jahr unseres Blogs war 2006 durch einen Crash beim Provider verlorengegangen.

Dennoch, die Zukunft gehört dem wahrscheinlich dem Netz. Wie sich in Gesprächen mit jungen Leuten, Studenten und Praktikanten herausstellte, ist für Sie das Fernsehen völlig unwichtig geworden. Kinos, Partys, iPods, SMS und das Web sind die wichtigen Informationsquellen der neuen Generation. Sogar die Tageszeitung ist verpönt. Die junge Spaßgesellschaft liebt die Mobilität und die simple Bedienung. Das alles bietet das Web zukünftig vermehrt auf mobilen Endgeräten. Da ist es nicht verwunderlich wenn auch ARD und ZDF ihre Zukunft im WEB sehen und nicht mehr im klassischen Sinn des öffentlich rechtlichen Rundfunks, der seine Programme nur zu einer bestimmten vorgegebenen Uhrzeit ausstrahlen darf. Informationen müssen jederzeit für jedermann abrufbar sein, das lehrt uns schon Google.

Tatsächlich ist besonders für die Privaten im Internet auch Geld zu verdienen. Der Spiegel online macht 15 mal mehr Umsatz im Web als das ZDF mit seiner VOD (Video On Demand) online Pattform. Die Öffentlich Rechtlichen dürfen nämlich keine extra Gebühren für Ihre Informationen im Netz erheben, während sich die Privaten jeden Abruf wie bei einem Telefonat bezahlen lassen können.


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