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Vom wilden Kurdistan ins heutige Duhok

6. Kurdisches Filmfestival - wichtiger Treffpunkt für kurdische Filmemacher aus aller Welt.



Letzten Freitag startete das 6. Kurdische Filmfestival und wird uns noch fast eine Woche lang in kurdische Lebenswelten eintauchen lassen. Zwischen dem 12. und 17. Dezember 2011 wird das Festival dieses Jahr zum ersten Mal auch im kurdischen Duhok veranstaltet und schlägt somit eine Brücke zwischen Berlin und Kurdistan. Es handelt sich um die erste kulturelle Zusammenarbeit dieser Art zwischen Irakisch Kurdistan und Deutschland. Allein in Berlin leben ca. 300.000 Kurden. Grund genug, sich intensiver mit deren politischer Situation, deren Traditionen und Alltagsleben zu beschäftigen, wie der YouTube Trailer zeigt.



Eröffnet wurde das Festival am 11.11.2011 im Cineplex Neukölln, dem ehemaligen Kino Karli mit dem Film „Oğul – Der Sohn“ von Regisseur Atilla Cengiz. Dieser erste türkische Film auf Kirmancki (Zaza-Kurdisch) stellt eine klare Friedensbotschaft an Türken und Kurden dar. Mit den jüngsten Ereignissen in der Grenzregion zwischen Türkei und Irak gewinnt dieses Thema noch einmal zusätzlich an Tagesaktualität. Zur Eröffnung war der Kulturminister des Kurdistan Regional Government Dr. Kawa Mahmoud Shakir anwesend.

Neben 52 Filmen, darunter 45 Kurzfilme sowie Dokumentationen und Spielfilme präsentiert das 6. Kurdische Filmfestival ein eindrucksvolles Rahmenprogramm. Dazu gehört die Fotoausstellung „Amed-Qers / Ben u Sen“ von Ute Langkafel (Berlin) und Savaş Boyraz (Istanbul) in der Galerie Maifoto. Die Ausstellung beleuchtet die kurdische Region im Osten der Türkei aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Ab 12.11.2011 präsentiert der Fotograf Murat Yazar darüber hinaus die Ausstellung „Gesichter Mesopotamiens“ im Sprachenatelier Berlin. Ausdrucksstarke Fotografien zeigen unter anderem mit traditionellen Tattoos verzierte Gesichter und Körper.

In diesem Jahr wurde versucht, vor allem Regisseurinnen zu berücksichtigen und so dem weiblichen Blick auf das kurdische Kino Raum zu geben. Aus Deutschland werden Ayse Polat und Soleen Yusif Sabri, aus Belgien Binevsa Berivan, aus Kanada Zayne Akyol und aus Kurdistan Bakur Tulin Dag mit ihren Filmen Gäste des Kurdischen Filmfestivals sein.

Das Kurdische Filmfestival, das erneut unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin steht, wird in diesem Jahr mit der Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und des Ministeriums für Bildung und Jugend der Regionalregierung Kurdistan-Irak realisiert. Viele Filmemacher aus dem freien Kurdistan werden ihre neuesten Filme in Berlin präsentieren.

Ausklingen wird das Festival am 18.11.2011 ab 22:00 Uhr mit einer rauschenden Abschlussparty im Statthaus Böcklerpark (Prinzenstr. 1, 10969 Berlin) mit Livemusik von Hani, Latcho Nash Nash, weiteren Überraschungsgästen und im Anschluss DJ Baris.

Die Filmvorführungen finden im Kino Eiszeit sowie im Cineplex Neukölln, in der dritten Etage der Neukölln Arcaden statt. Das Multiplex-Kino verfügt über 9 Säle mit 2.553 Plätzen.

6. Kurdisches Filmfestival
11.-18. November 2011
Kino Eiszeit
Zeughofstr. 20, 10997 Berlin
Cineplex Neukölln
Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin in den Neukölln Arkaden
Sprachenatelier Berlin
Frankfurter Allee 40, 10247 Berlin

Link: www.kurd-filmfestival.com


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