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"Homevideo" preisgekrönter Film in der ARD

ARD zeigt fernsehpreisgekrönter Film über "Cyber-Mobbing"



Am Mittwoch, 19. Oktober um 20.15 Uhr zeigt «Das Erste» mit "Homevideo" einen preisgekrönten Fernsehfilm, der sich mit dem brisanten Thema "Cyber-Mobbing" auseinandersetzt. Die Hauptrollen in dieser Berliner TeamWorx-Produktion aus dem Jahr 2010 spielen Jonas Nay, Wotan Wilke Möhring und Nicole Marischka. Im unmittelbaren Anschluss an die Ausstrahlung von "Homevideo" im Ersten diskutiert Anne Will um 21.45 Uhr das Thema mit ihren Gästen. Parallel findet ein Live-Video-Chat statt.

"Homevideo" wurde Anfang Oktober mit dem Deutschen Fernsehpreis als «Bester Fernsehfilm» ausgezeichnet. Außerdem erhielt der jugendliche Hauptdarsteller Jonas Nay den Förderpreis «Bester junger Schauspieler». Der mittlerweile 21jährige Hauptdarsteller spielt überzeugend den im Fernsehfilm noch recht jung aussehenden 15-jährigen Jakob, schrieben wir im BAF-Blog vom 4. Oktober 2011 anlässlich unseres Berichtes zu Deutschen Fernsehpreisverleihung.


Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat sich den Film bereits angesehen und empfiehlt ihn ausdrücklich den deutschen Zuschauerinnen und Zuschauern mit folgender Begründung:
"Der Film geht unter die Haut. Er zeigt eindrücklich, welche schrecklichen Folgen Cyber-Mobbing haben kann - von psychischen Schädigungen über brutalste Gewalt bis hin zum Suizid. Deshalb ist es elementar wichtig, dass wir Kindern und Jugendlichen helfen, ein Überschreiten von Grenzen zu erkennen. Medienkompetenz heißt nicht nur, die neueste Technik bedienen zu können, sondern auch Wissen und Verantwortungsgefühl dafür zu haben, welche Folgen das für sich selbst und andere haben kann! Freunde, Eltern und Schulen sind in gleichem Maß gefragt aktiv zu werden und zu sagen: Stopp, hier schadest du deinen Mitmenschen! Zur Hilfe und Orientierung habe ich unter www.bmfsfj.de/cybermobbing eine Internetseite einrichten lassen, die Jugendlichen, Eltern und Schulen ganz konkrete Tipps an die Hand gibt, wie Opfer sich wehren, Attacken dokumentieren und Anzeigen bei der Polizei erstatten können", so Kristina Schröder.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen ergänzt: "Die wachsende Gefahr des ,Cyber-Mobbings' unter Jugendlichen ist ein ernstzunehmendes Problem, dem wir deshalb einen kleinen Thementag am Mittwochabend widmen. Ein Programm gerade für Familien und jüngere Zuschauer, denn hier geht es nicht nur um ein wichtiges Thema, sondern vor allem zeigen wir mit 'Homevideo' einen hervorragenden Fernsehfilm. Ein Film, der nie belehrend wirkt, und doch in seiner bestürzenden Realitätsnähe lehrreich ist. Bestes öffentlich-rechtliches Fernsehen also zur besten Sendezeit im Ersten."

I N H A L T:

Jakob ist ein verschlossener, sensibler 15-Jähriger, der nicht nur mit seiner Pubertät zu kämpfen hat, sondern auch extrem unter der Trennung seiner Eltern leidet. Er macht gerne ungewöhnliche Fotos, betrachtet die Dinge ganz genau und filmt mit seiner Videokamera, was ihn gerade bewegt. Seine Eltern Claas und Irina wissen wenig über ihn, zu sehr sind sie mit sich selbst beschäftigt, stecken in einer Ehekrise - beinahe täglich wird Jakob Zeuge eines Streits. Als Jakobs Mutter ihm eröffnet, dass sie sich von Claas trennen und mit seiner kleinen Schwester Amelie ausziehen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Auch in der Schule hat Jakob Probleme, doch eigentlich ist ihm das alles egal, denn er hat derzeit nur Augen für Hannah, in die er sehr verliebt ist.

Als er gerade beginnt, mit Hannah Kontakt zu knüpfen und ihr näher zu kommen, gerät ein selbstgedrehtes, kompromittierendes Video von ihm durch einen dummen Zufall in die Hände seiner Mitschüler. Noch bevor Jakob sich das peinliche Video zurückholen kann, stellt ein Mitschüler es ins Internet, und in kürzester Zeit wird es gegen seinen Willen in der ganzen Schule weiterverbreitet. Von allen Seiten wird Jakob daraufhin ausgelacht und gemobbt, übers Internet erhält er im Chat dutzende Hassbotschaften. Auch Hannah bricht den Kontakt ab. Jakob ist beschämt und verzweifelt, seine Eltern versuchen ihm zu helfen, ohne die Tragweite seines Unglücks wirklich zu erkennen. Kann Jakob einen Ausweg aus seiner Situation finden und Hannah zurückgewinnen?

"Homevideo" setzt sich mit der Medialisierung aller Lebensbereiche auseinander und zeigt, welch drastische Konsequenzen diese für Jugendliche haben kann. Der Film ist inspiriert von den zum Teil extremen Entwicklungen in sozialen Netzwerken im Internet und verstärkt auftretenden Fällen von sogenanntem "Cyber-Bullying", Mobbing im Internet.

"Homevideo" ist nach "Riekes Leben" (2001) Kilian Riedhofs zweiter Fernsehfilm. Zudem drehte der Regisseur für Serien wie "Ein Fall für Zwei" (2000), mit der er seine Karriere begann, "18 - Allein unter Mädchen" (2004), "Bloch" (2005-2007) und "Tatort" (2008). "Homevideo" ist eine Koproduktion von NDR und BR in Zusammenarbeit mit ARTE, hergestellt von der TeamWorx Television & Film GmbH. Produzenten: Benjamin Benedict und Christian Granderath. Regie führte Kilian Riedhof; das Drehbuch schrieb Jan Braren. Die Redaktion hatten die in diesem Jahr verstorbene Jeanette Würl (NDR) sowie Claudia Simionescu (BR) und Andreas Schreitmüller (ARTE).

Arte, 19.08.2011, 20:15 (90 Min.) Erstausstrahlung
ARD, 19.10.2011, 20:15 Uhr - Wiederholung
Eins Festival, 22.10.2011, 20:15 Uhr Wiederholung
3sat, 17.11.2011, 20:15 Uhr Wiederholung


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