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12. Deutsches Fernsehkrimi-Festival in Wiesbaden

Zehn Kandidaten stehen derzeit auf der Caligari-Filmbühne in Wiesbaden um die beliebten Fernsehkrimi-Preise.



Bis zum 13. März 2016 dient die Caligari-Filmbühne in Wiesbaden erneut als Heimstätte des mittlerweile 12. Deutschen Fernsehkrimi-Festivals, das vom Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden vom 8.-13.03.2016 veranstaltet wird. Im Rahmen der mehrteiligen Veranstaltung, bei der sich alles um den anspruchsvollen Fernsehkrimi dreht, wird am Abend des 11. März 2016 der Deutsche Fernsehkrimi Preis vergeben. Um den flüssigen Hauptpreis, seit jeher aus 1000 Litern reinen Weins bestehend, wetteiferte in diesem Jahr ein besonders vielschichtiges Teilnehmerfeld.

Darunter auch der Berliner Schauspieler Tom Schilling, der mit Thriller "Auf kurze Distanz" in Wiesbaden vertreten war. Der WDR-Krimi unter der Regie von Philipp Kadelbach, bei dem es um Sportwetten der serbischen Wettmafia geht, lief am 2. März 2016 im Ersten zur Prime-Time in der ARD-Reihe "Film am Mittwoch". Darin ging es nicht nur um Wetten im großen Stil, Betrug und Kapitalverbrechen, sondern auch um Erpressung, Nötigung, schwere Körperverletzung und Auftragsmorde. Kurz: um organisierte Kriminalität, bei der am Ende auch Tom Schilling, als verdeckt arbeitender Kripobeamter sterben musste. Hier der Teaser:



Krimi gucken im Schulunterricht und Filmpatenklasse werden!
Die Filmstadt Wiesbaden ist mit einer ganzen Reihe von Filmfestivals gesegnet. Gleich mehrere davon haben seit Jahren besondere Schulfilmangebote, die in der Regel durch das Medienzentrum Wiesbaden betreut werden. Seit 2005 werden ca. zwei Vorstellungen am Vormittag für Schüler/innen im Rahmen des Fernsehkrimi-Festivals angeboten. Dabei achtet die Jury darauf, hierfür Krimis auszuwählen, in denen jugendaffine Themen, Darsteller oder auch eine innovative filmische Umsetzung des Stoffs das junge Publikum anspricht. Besonderes Highlight sind die Gäste, die zumeist zahlreich anreisen und auch im Anschluss an die Schulvorführungen für Gespräche, Hintergrundinformationen und Anekdoten zur Verfügung stehen. So besuchte auch Goldene Kamera-Gewinner Edin Hasanovic das Festival, um mit Schülern über den Wettbewerbsbeitrag "Auf kurze Distanz" zu diskutieren, in dem er den Neffen eines Mafiapaten spielt. Der Eintritt bei den FernsehKrimi-Veranstaltungen ist frei.
(UPDATE: Der Schauspieler Edin Hasanovic wurde für seine Leistung in dem Film "Auf kurze Distanz" zum »Besten Darsteller« gekürt).

Erstmals bietet das Medienzentrum in Kooperation mit dem Deutschen Fernsehkrimi-Festival Schulklassen die Möglichkeit eine Filmpatenschaft zu übernehmen; diese beinhaltete das Sichten eines Films bevor er im Kino läuft, anschließend werden Fragen formuliert, die dann während einer Extra-Audienz mit den anwesenden Filmgästen diskutiert werden können.

Eröffnet wurde das Festival am 8. März 2016 mit der ZDF-Produktion „Vertraue mir“ von Franziska Meletzky. Darin spielt August Zirner an der Seite von Julia Koschitz und Jürgen Vogel in einem hintergründigen Beziehungsdrama um Verrat, Geld und Liebe, in dem keiner der Beteiligten die Kontrolle verlieren will: Die Investmentbankerin Elena Wagner (Julia Koschitz), der Shooting Star des Bankhauses Ahrends & Oppermann, wird von einem Tag auf den anderen aus allen Meetings ausgeschlossen. Auch ihr Chef, Dr. Ahrends (August Zirner), ist nicht mehr für sie zu sprechen. Gemeinsam mit dem EDV-Chef Marc (Jürgen Vogel) sucht sie nach den Gründen. Ihr bleibt nur eine Nacht, um mit Hilfe von Ex-Freund Marc ihre Existenz zu retten. "Vertraue mir" von der Rowboat Film- und Fernsehproduktion wird voraussichtlich erst im Herbst im Zweiten ausgestrahlt.

Der HR steuert den "Tatort – Wer bin ich?" und der NDR den "Tatort: Verbrannt" bei.
(UPDATE: Petra Schmidt-Schaller, die in dem Krimi "Verbrannt" als Kommissarin Katharina Lorenz an der Seite von Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) den Tod eines vermeintlichen Schleusers in Polizeigewahrsam aufklärt, erhielt für ihr Spiel den Preis als »Beste Darstellerin«).

Von Sat.1 kommt "Die Ungehorsame" sowie "Mordkommission Berlin 1", dem Publikumspreisgewinner des Fernsehfilmfestivals Baden-Baden. Auch der BR ist zweimal vertreten mit "Polizeiruf 110 – Kreise" und in Koproduktion der Degeto Film GmbH mit "Operation Zucker. Jagdgesellschaft". Der SWR zeigt "Trash Detective", das Debüt von Maximilian Buck, das zuvor schon im Kino ausgewertet worden war.

Österreichischer Gast: der Landkrimi "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist"
Der Blick reichte auch über die Grenzen zu den österreichischen Nachbarn, deren erfolgreiche Landkrimireihe mit Andreas Prochaskas "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" mit von der Partie ist, eine Koproduktion zwischen ORF und Arte. Hier der Trailer:



Insgesamt wurden 58 Filme eingereicht. 10 davon sind für den Wettbewerb ausgewählt. Der Jury gehörten u.a. die Schauspieler Rainer Ewerrien, Jenny Schily und Aglaia Szyszkowitz an.

Das Team um Festivalleiterin Cathrin Ehrlich hat auch ein umfassendes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Unter der Prämisse "Fernsehkrimis auf der Suche nach neuen Formen" wird erstmalig mit der Dramaturgen-Organisation TOP Talente ein Branchentreff für TV- und Filmschaffende veranstaltet. Zu 45 Jahren "Polizeiruf" gibt es eine Retrospektive und Arte präsentiert die Doku "Krimis und das dritte Reich". Darüber hinaus feiert das Freiburger "Tatort"-Special mit Heike Makatsch seine Premiere.

Das Festival endet mit der Langen FernsehKrimi-Nacht am 12./13. März 2016.

Link: www.fernsehkrimifestival.de
Quellen: Medienzentrum Wiesbaden | Blickpunkt:Film

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