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Vorverkauf für die Berlinale Wettbewerbsfilme beginnt

18 Filme konkurrieren um Goldenen Bären



Drei Tage vor Beginn der diesjährigen 66. Berlinale 2016, die vom 11. Februar 2016 bis 21. Februar 2016 im Berlinale Palast am Potsdamer Platz und auch an anderen Orten Berlins stattfindet, startet der zentrale Vorverkauf in den Potsdamer Platz Arcaden am Montag, den 08.02.2016. Die Berlinale gehört weltweit zu den bedeutendsten Ereignisse in der Filmbranche. Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin werden jedes Jahr erfolgreiche Filme im Wettbewerb von einer Jury mit dem Goldenen und dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Insgesamt gehen 18 Filme im "Wettbewerb" ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Weitere Regiearbeiten werden außer Konkurrenz und in weiteren Festival-Reihen gezeigt wie den "Berlinale Shorts", "Panorama" "Forum" oder "Generation". Rund 300 000 Tickets werden jährlich an das Publikum verkauft.

WETTBEWERB:

• "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached (Deutschland), mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Johanna Gastdorf
• "Alone in Berlin" (dt. Titel "Jeder stirbt für sich allein" nach einem Roman von Hans Fallada aus dem Jahre 1947) von Vincent Perez (Schweiz), mit Daniel Brühl, Brendan Gleeson, Emma Thompson
• "Genius" von Michael Grandage (Großbritannien), mit Colin Firth, Jude Law, Nicole Kidman, Laura Linney
• "Midnight Special" von Jeff Nichols (USA), mit Kirsten Dunst
• "Zero Days" von Alex Gibney (USA)
• "Kollektivet" (dt. Titel "Die Kommune") von Thomas Vinterberg (Dänemark), mit Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen
• "Chang Jiang Tu" (engl. Titel "Crosscurrent") von Yang Chao (China)
• "Inhebbek Hedi" (engl. Titel "Hedi") von Mohamed Ben Attia (Tunesien)
• "Ejhdeha Vared Mishavad!" (engl. Titel "A Dragon Arrives!") von Mani Haghighi (Iran)
• "Soy Nero" von Rafi Pitts (Iran / Großbritannien / Frankreich)
• "L'avenir" (engl. Titel "Things to Come") von Mia Hansen-Löve (Frankreich), mit Isabelle Huppert
• "Quand on a 17 ans" (engl. Titel "Being 17") von Andre Techine (Frankreich), mit Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein
• "Fuocoammare" (engl. Titel "Fire at Sea") von Gianfranco Rosi (Italien)
• "Cartas da Guerra 2" (engl. Titel "Letters from War") von Ivo M. Ferreira (Portugal)
• "Hele Sa Hiwagang Hapis" (engl. Titel "A Lullaby to the Sorrowful Mystery") von Lav Diaz (Philippinen)
• "Smrt u Sarajevu/Mort a Sarajevo" (engl. Titel "Death in Sarajevo") von Danis Tanovic (Bosnien und Herzegowina)
• "Boris sans Beatrice" (übersetzt: Boris ohne Beatrice) von Denis Cote (Kanada)
• "Zjednoczone Stany Milosci" (engl. Titel "United States of Love") von Tomasz Wasilewski (Polen)

AUSSER KONKURRENZ:

• "Hail, Caesar!" (Eröffnungsfilm) von Joel und Ethan Coen (USA), mit George Clooney, Josh Brolin, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton, Channing Tatum
• "Chi-Raq" von Spike Lee (USA), mit Wesley Snipes, Jennifer Hudson, Angela Bassett, John Cusack, Samuel L. Jackson
• "Des nouvelles de la planete Mars" (engl. Titel "News from planet Mars") von Dominik Moll (Frankreich)
• "Mahana" (engl. Titel "The Patriarch") von Lee Tamahori (Neuseeland)
• "Saint Amour" von Benoit Delepine (Frankreich), mit Gerard Depardieu, Benoit Poelvoorde, Vincent Lacoste, Celine Sallette

"Besondere Kinderfilme" in der Sektion Generation Kplus.
Der von der Initiative "Der besondere Kinderfilm" geförderte Spielfilm "ENTE GUT!" ist für den Berlinale-Wettbewerb Generation Kplus ausgewählt worden. Darüber hinaus wird ein zweiter "besonderer Kinderfilm" im Rahmen der 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin gezeigt. Die Sektion »Generation« bei der Berlinale ist herausragenden Kinder- und Jugendfilmen gewidmet, um die "Vielfalt gegenwärtiger Kinokultur auf Augenhöhe junger Menschen" zu präsentieren; im Wettbewerb Generation Kplus treten die Filme für Kinder an. Eine elfköpfige Kinderjury im Alter zwischen elf und 14 Jahren wird über die Vergabe des Gläsernen Bären entscheiden. Eine internationale Jury, bestehend aus drei Filmschaffenden, wird zudem einen mit 7.500 EUR dotierten und vom Deutschen Kinderhilfswerk gestifteten Preis für den besten Film im Wettbewerb vergeben.

"ENTE GUT!" erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen der elfjährigen Pauline und den vietnamesischen Schwestern Linh und Tien. Als Linhs Mutter nach Vietnam reisen muss, um sich um die kranke Oma zu kümmern, sind Linh und ihre kleine Schwester Tien auf sich allein gestellt. Die selbsternannte "Spionin" Pauline aus der Nachbarschaft entdeckt das Geheimnis und droht, die beiden Mädchen zu verraten, wenn sie sie nicht an ihrem unabhängigen Leben ohne Erwachsene teilnehmen lassen. Aus der anfänglichen Erpressung entwickelt sich eine innige Freundschaft, die immer wieder auf die Probe gestellt wird.

Das Mädchenabenteuer "ENTE GUT!" von Norbert Lechner ist neben "WINNETOUS SOHN" von André Erkau (kinderfilm GmbH Erfurt) Gewinner der ersten Ausschreibungsrunde der Initiative "Der besondere Kinderfilm", die das Ziel hat, Originalstoffen im deutschen Kinderfilm mehr Präsenz und ein stärkeres Gewicht zu verleihen. "ENTE GUT!" ist eine Koproduktion der KEVIN LEE Film GmbH München mit dem MDR (Federführung), BR und KiKA und wird gefördert von FFF Bayern, MDM, FFA, BKM, DFFF. Das Drehbuch der Autorinnen Katrin Milhahn und Antonia Rothe-Liermann war bereits für den Deutschen Drehbuchpreis 2015 nominiert.

Der Film, der gerade erst auch für den Wettbewerb des Montreal International Children´s Film Festival (FIFEM) ausgewählt wurde, das gleich nach der Berlinale vom 27. Februar bis 6. März 2016 stattfindet, wird am 26. Mai 2016 in die deutschen Kinos kommen. Ein Clip steht noch nicht zur Verfügung, wohl aber ein Trailer von "WINNETOUS SOHN", dem zweiten Preisträger, der nach einem Originalstoff von Anja Kömmerling/Thomas Brinx entstanden ist und ausgegrenzte Kinder trotz körperlicher Benachteiligung, zu mehr Mut und Ehrgeiz anspornen will.



Generation 14plus mit Cross-Section Werk aus dem Panorama.
Ganz besonders stark ist in diesem Jahr die Sektion Generation 14plus mit zahlreichen Weltpremieren oder Internationalen Premieren vertreten. Darunter befindet sich nicht nur leichte, musikalische Hip-Hop Kost wie "Born to Dance" aus Neuseeland, um eine Liebesgeschichte zwischen rivalisierenden Gangs, der mit dem Internationalen Titel "We Love to Dance" in die Kinos kommen soll, sondern mit "Las Plantas" aus Chile auch ein Werk, das erst ab 16 Jahren empfohlen wird. Es ist die bedrückende und dennoch streckenweise auch wieder aufmunternd komische Geschichte von der 17-jährigen Florencia, die sich einen Sommer lang liebevoll allein um ihren Bruder kümmert, der in einem Wachkoma gefangen ist, heißt es in der Filmbeschreibung.

Insgesamt sind 13 Langfilme aus 13 Produktions- und 13 Co-Produktionsländern in die Wettbewerbe Kplus und Generation 14plus eingeladen.

Für besondere Beachtung dürfte auch "Valderrama" sorgen. Das Drama um einen noch nicht ganz volljährigen iranischen Flüchtlingsjungen, der mit seinem Lockenkopf wie ein ehemaliger kolumbianischer Fußballstar aussieht. Doch hier zunächst der Trailer von "Born to Dance".



Weitere Aufmerksamkeit erfährt die Sektion Generation durch den US-Film "Little Men" von Ira Sachs, der sektionsübergreifend auch im Panorama läuft, womit der Film nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsenen ansprechen will. Das Berlinale Publikum kann sich somit aussuchen, ob sie den Film am Nachmittag zur Jugendvorstellung im HKW oder am späteren Abend beim Panorama im Cinemaxx ansehen will. Zwei 13-jährige aus dem berüchtigten Brooklyn wollen zu einer renommierten High School wechseln. Schnell geraten sie zwischen die Fronten familiärer und moralischer Konflikte. In dem Werk entwickelt der Independent Filmemacher ein interessantes Gefühl für emotionale Tiefen in der Gesellschaft.

Cross-Sektion-Filme werden gern gezeigt. Sie tragen dazu bei dass die Medien nicht nur ihren Blick auf den Wettbewerb werfen, sondern auch die anderen nicht minder bedeutenden Sektionen berücksichtigen. Jüngstes Beispiel war vor zwei Jahren im Wettbewerb der 64. Berlinale das Sozialdrama "Jack" von Edward Berger mit Ivo Pietzcker als 10-Jähriger Junge, der sich nicht nur um seine psychisch kranke Mutter kümmert, sondern auch allein Haushalt schmeißt und seinen jüngeren Bruder zudem täglich allein in den Kindergarten bringt. Hier zur Erinnerung nochmals der Trailer.



In diesem Jahr wird der mittlerweile drei Jahre älter gewordenen Berliner Knabe wieder auf der Leinwand zu sehen sein. Ivo Pietzcker spielt in dem Kriegsdrama "Nebel im August" den 14-jährigen Zigeunersohn Ernst Lossa, der von den Nazis umgebracht wurde, sich vorher aber - angesichts seines nahen Todes - für seine Mithäftlinge schlitzohrig, mutig und mit großem Herzen einsetzte. Das Werk von Regisseur Kai Wessel, erzählt nach einer wahren Lebensgeschichte des gleichnamigen Tatsachenromans von Robert Domes, ist aber erst in der Endbearbeitung bei der Collina Filmproduktion München und wird somit noch nicht auf der Berlinale zu sehen sein. Der Film kommt am 6. Oktober 2016 in die deutschen Kinos. Wir sind gespannt für welches Festival er vorgeschlagen wird.

Bleiben wir am Anfang unserer Berichterstattung zur Berlinale, die in den nächsten Tagen fortgesetzt wird, bei den Kindern. Sie sind die am meisten Leidtragenden der Flüchtlingswelle. Sowohl die transmediale, die erst heute Abend, Sonntag den 07.02.2016 zu Ende geht, wie auch die Berlinale greifen das Thema Flüchtlinge in ihren Programmsektionen als ein wichtiges Thema des diesjährigen Jahres auf. In den »Generation Shorts« hat mit "Refugees Blues" dazu ein Dokumentarfilm-Gedicht seine Weltpremiere. Inspiriert von der Lyrik des englischen Dichters W.H. Auden entstand ein Werk, das die derzeitige Situation nicht besser ausdrücken könnte. Hier der Trailer:



Weitere sechs Filme kreisen um die Themenkomplexe Ankunft und Abschied, Heimat und Fremde im offiziellen Wettbewerbsprogramm Programm der Berlinale Shorts, denn Berlinale Direktor Dieter Kosslick will klarmachen, in welchen Zeiten wir leben.

Links: www.berlinale.de | place4refugees.de
Quellen: rbb | ots - news aktuell von dpa | filmecho | Berlinale

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