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"Einer von uns" gewann den Max Ophüls Preis 2016

Österreichisches Jugenddrama ist der Gewinner in Saarbrücken.



Das österreichische Jugenddrama "EINER VON UNS" des Regisseurs Stephan Richter hat den Max Ophüls Preis 2016 gewonnen. Richter erhielt am Samstag, den 23.01.2016, in Saarbrücken den mit 36.000 Euro dotierten Preis für seinen auf einer wahren Begebenheit basierenden Spielfilm. Hier der Trailer:



Bereits mehrmals in Folge wurde ein Jugenddrama zum Gewinner des 37. Filmfestivals Max Ophüls Preis in Saarbrücken gekürt und auch diesmal entschied die Jury wieder einstimmig. Der Regisseur Stephan Richter zeigt uns in seinem Drama eindrucksvoll die Perspektivlosigkeit von Menschen, die sich tagtäglich in einem Niemandsland, zwischen prall gefüllten Supermarkt-Regalen und der trostlosen Leere drumherum wieder finden. Als der 14-jährigen Julian (Jack Hofer) zusammen mit dem gerade aus dem Jugendgefängnis entlassenen Marko (Simon Morzé) in die bunte Warenwelt einbricht, endet das Abenteuer für ihn tödlich. Basierend auf einer wahren Begebenheit, die in Österreich Aufsehen erregte, erschafft sein genauer und wertfreier Blick auf die Protagonisten, eine Innen- und Außenwelt, die die Jury gänzlich zu faszinieren vermochte.

Der Fritz-Raff-Drehbuchpreis wurde an "FERIEN" verliehen. Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde Odine Johne für ihre Rolle der "AGNES" im gleichnamigen Film ausgezeichnet. Ben Münchow erhielt den Nachwuchsdarstellepreis für seine Rolle in "ROCKABILLY REQUIEM". Der Publikumspreis für den besten Langfilm ging an "SCHROTTEN!" von Max Zähle.

Den Filmpreis der saarländischen Ministerpräsidentin erhielt die portugiesisch-deutsche Koproduktion "FADO" von Jonas Rothlaender. Das optisch wie inszenatorisch beeindruckende filmische Ereignis erzählt ein Beziehungs-Drama. In den Gassen Lissabons finden und verlieren sich die Figuren, zerbricht schließlich ihre Verbindung am stetig nagenden Rost der Eifersucht.

Der Preis für den gesellschaftlich relevanten Film ging an "HEIMATLAND" aus der Schweiz. Insgesamt zehn Regisseure meistern mit Bravour die schwierige Aufgabe, einen kohärenten Film aus zehn verschiedenen persönlichen Perspektiven zu werfen. Sie beschreiben die Situation in einem Land in einer fiktiven Extrem-Situation.

Gewinner des Mittellangen Films wurde Alex Schaad mit "INVENTION OF TRUST". Bester Kurzfilm wurde "PITTER PATTER GOES MY HEART" von Christoph Rainer.

Der Preis der Jugendjury und der Preis der ökumenischen Jury gingen an "DER NACHTMAHR" von Achim Bornhak, der unter dem Pseudonym AKIZ drehte. Der Film handelt vom Umgang mit Ängsten. Der Regisseur findet dafür einen außergewöhnlichen künstlerischen Ausdruck, herausfordernd, irritierend – und überzeugend. Musik, Bassfrequenzen und binaurale Töne in Verbindung mit Licht und Montage schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Hier der Trailer:



Der Dokumentarfilmpreis ging an das deutsch-österreichische Werk "GIRLS DON’T FLY" von Monika Grassl. Begründung der Jury: „Wenn Du träumst, träume groß!“ Dieses Lied singt Lydia, das behinderte afrikanische Mädchen, das davon träumt, Pilotin zu werden.

Link: www.max-ophuels-preis.de
Quelle: dpa | ARD | Max Ophüls Preis

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