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Projekt-A: Berliner Filmpremiere in der Volksbühne

"PROJEKT A - EINE REISE ZU ANARCHISTISCHEN PROJEKTEN IN EUROPA"



Eine kürzlich veröffentlichte Meldung, dass die Rote Armee Fraktion (RAF) zurückgekehrt sei, verschreckte viele Bürger. Doch Anarchie, um die es im aufklärerischen Filmprojekt-A geht, hat im wörtlichen Sinne weder mit linksextremistischen noch rechtsextremistischen, terroristischen Vereinigungen wie der NSU zu tun. Somit sei erstmal Entwarnung gegeben. Vielmehr hat der Dokumentarfilm von Marcel Seehuber & Moritz Springer den Publikumspreis 2015 auf dem Filmfest München erhalten.

Landläufig wird Anarchie auch mit einem durch die Abwesenheit von Staat und institutioneller Gewalt bedingten Zustand gesellschaftlicher Unordnung, Gewaltherrschaft und Gesetzlosigkeit beschrieben. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs in der Antike hat philosophische und humanwissenschaftliche Hintergründe und muss auch als freiheitlicher Gegenpol zu Monarchie, Diktatur und beschränkter Demokratie verstanden werden. Den Anarchisten in dieser Dokumentation geht es um eine konstruktive, weitestgehend vom Staat emanzipierte Weiterentwicklung gesellschaftlichen Miteinanders. Hier der Trailer:



"Projekt A ist ein Insider-Film. Marcel Seehuber und Moritz Springer gewähren Einblicke in die faszinierende Gegenwelt anarchistischer Projekte. Dabei wird nicht nur die Geschichte der Anarchie erzählt, die beiden schaffen vielmehr eine Perspektive aus dem Inneren der Bewegung. Das Kamerateam muss sich selbst unter Planen vor Polizei-Hubschraubern verstecken, wenn es darum geht, einen Castor-Transport aufzuhalten. Bei einem Gang durch das Athener Stadtviertel Exarchia werden wir Zeuge, wie ein Mercedes ausbrennt, und, als die Feuerwehr eintrifft, um den Brand löschen zu helfen, geht bald auch das Feuerwehrauto in Flammen auf. Die Gewaltfrage schwelt in dem Film von der ersten Minute an und hat dennoch wenig mit Steine werfenden Punks gemeinsam.

Die Reise führt von einem von Anwohnern wild angelegten Garten in Athen über Castor-Proteste in Deutschland bis nach Barcelona, in den kurzen Sommer der Anarchie 1936, der vom Spanischen Bürgerkrieg brutal erstickt wird. Die größte anarchosyndikalistische Gewerkschaft heute (über 60.000 Mitglieder) ist die CGT. Sie verfolgt die Ideale der Anarchisten: Netzwerke, horizontale Strukturen, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung, autonome Organisationen ohne Hierarchien. Die Anarchisten wollen sich selbst und die Welt verändern und kämpfen gegen die Übermacht des Staates an, seine Organisationen, den Klerus, alles zentralistisch Verwaltete. Als die Senioren der Stillen Straße in Pankow gegen die Schließung ihrer Begegnungsstätte protestieren, macht ihnen die Aktivistin Hanna, die sich vorher an die Bahngleise gekettet hat, Mut für ihren Kampf gegen die staatlichen Machtstrukturen. Dieser Kampf hört niemals auf. Widerstand ist zweckfrei."

Nach der Filmpremiere am 2. Februar 2016 in der Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz startet der Dokumentarfilm "Projekt A" am 4. Februar 2016 bundesweit in den Kinos. In Berlin werden die Filmemacher Marcel Seehuber und Moritz Springer ihren Dokumentarfilm über die politische Idee der Anarchie und ihre konkrete Umsetzung in sehr unterschiedlichen Projekten noch einmal am 8. Februar 2016 im Lichtblick-Kino in der Kastanienallee 77 in 10435 Berlin-Prenzlauer Berg persönlich vorstellen.

Berliner Filmpremiere am Dienstag, 2. Februar 2016 um 20:30 Uhr in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. In Anwesenheit der Regisseure Moritz Springer und Marcel Seehuber.
Karten sind über ticket.volksbuehne-berlin.de erhältlich.

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