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Deutscher Fernsehpreis kehrt ins TV zurück

Barbara Schöneberger wird auch den Fernsehpreis 2017 moderieren.
UPDATE: Die Gewinner haben wir als Nachtrag am Ende des Textes ergänzt.




Am 2. Februar 2017 wird der Deutsche Fernsehpreis nach seiner Grundrenovierung zum zweiten Mal in den Düsseldorfer Rheinterrassen verliehen. Die Preisgala wird wie auch im Vorjahr von Barbara Schöneberger moderiert. Das ZDF, das turnusgemäß mit der Ausrichtung der Veranstaltung betraut ist, hat sich entschieden, die Veranstaltung der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Zumindest die Höhepunkte werden am selben Abend um 23.15 Uhr in einem "Leute heute"- Spezial im ZDF zu sehen sein.

Anfang des Jahres 2015 hatten die Stifter beschlossen, die Verleihung des Preises nicht in ihrer bisherigen Form fortzusetzen, sondern die besten und erfolgreichsten Produktionen bzw. Leistungen des zurückliegenden Fernsehjahres im Rahmen eines Branchentreffens zu würdigen, das nicht mehr im Fernsehen übertragen wird. Unter dem Fernsehsender RTL, der 2016 den Vorsitz der Stifter innehat, beschloss man über die Preis neu nachzudenken, um die Freiräume, die der Wegfall der TV-Inszenierung bietet, konsequent für einen Neuanfang zu nutzen.

ZDF-Intendant Thomas Bellut, in diesem Jahr der Vorsitzende der vier Stifter (Träger sind RTL, ProsiebenSat.1, WDR, ZDF) betont, wie sehr er sich auf einen Abend freue, "an dem es ausschließlich um die Qualität unserer Programme gehen wird und an dem die Exzellenz unserer Macherinnen und Macher, denen wir diese Programme verdanken, im Vordergrund steht."

Die Verantwortung für die Gala liegt bei ZDF-Unterhaltungschef Oliver Heidemann, mit der Durchführung der Veranstaltung wurde erneut Kimmig Entertainment beauftragt.

Weil beim Deutschen Fernsehpreis zuletzt zahlreiche Werkkategorien weggefallen waren, hob die Deutsche Akademie für Fernsehen vor vier Jahren einfach ihren eigenen Fernsehpreis aus der Taufe und verlieh diesen am 12. November 2016 im Filmforum NRW des Kölner Museums Ludwig. Wie üblich hatten wir im BAF-Blog alle Gewinner in der erweiterten Ansicht am 17. November 2016 aufgelistet.

Fernsehpreis: ARD 18 Mal nominiert.                                
Unter den Nominierten für den Deutschen Fernsehpreis ist die ARD 18 Mal vertreten. Als bester Fernsehfilm gehen u.a. "Auf kurze Distanz", "Terror – Ihr Urteil" und "Das weiße Kaninchen" ins Rennen.

Als bester Mehrteiler" treten "Der Fall Barschel" und "Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter/Die Opfer/Die Ermittler" an.

Jutta Hoffmann ("Ein Teil von uns"), Anna Maria Mühe ("Mitten in Deutschland: NSU – Heute ist nicht alle Tage: Die Täter") und Katharina Marie Schubert ("Wellness für Paare" und "Wer aufgibt ist tot") können als beste Schauspielerin ausgezeichnet werden.

Die Nominierungen in der Information.
Ausgewählt wurden das "auslandsjournal" (ZDF), "Die Story im Ersten: Panama Papers – Im Schattenreich der Offshorefirmen" (ARD/NDR/WDR) sowie die Sendung "scobel" (3sat/ZDF), die sich ihren Themen vielschichtig und interdisziplinär widmet und "Harald Lesch" (ZDF) überzeugte mit seiner profilierten Wissensvermittlung im ZDF in der Rubrik »Beste Moderation Information«.

Beste Dokumentation / Reportage.
Die Sendeplätze für klassische Dokumentarfilme werden seltener, die Qualität der Beiträge bleibt nichtsdestoweniger enorm, weshalb sich die Jury für die fünf folgenden Kandidaten entschieden hat: Neben "Erstickt im LKW – Das Ende einer Flucht" (ARD/NDR/WDR), "Der lange Arm des IS – Wie der Terror nach Europa kommt" (ARD/WDR/NDR) und "Putins geheimes Netzwerk – Wie Russland den Westen spaltet" (ZDF) nominierte das Gremium "Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland" (ZDF/ITV/PBS/ITN Productions) sowie "Schöne Neue Welt" (ZDF/Eco Media TV-Produktion).

Bestes Factual Entertainment.
Nominiert sind "Bares für Rares" (ZDF/Warner Bros. Germany), "Die Höhle der Löwen" (VOX/Sony Pictures) und "Kitchen Impossible" (VOX/Endemol Shine Germany).

Darüber hinaus sind weitere Rubriken wie »Beste Sportsendung«, »Beste Comedy / Kabarett« oder »Beste Unterhaltung« und weiteres aufgeführt.
Nachtrag: Der TV-Satiriker Jan Böhmermann gewann erneut in der Kategorie «Beste Unterhaltung Late Night» (ZDF Neo)

Link: www.deutscher-fernsehpreis.de
Quellen: Blickpunkt:Film | ARD
Alle Gewinner wurden nachträglich in der erweiterten Ansicht aufgelistet.

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