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33. Unabhängiges Filmfest Osnabrück beginnt heute - Shorts Attack! in Berlin feiern Jubiläum

33. Unabhängiges FilmFest Osnabrück stark im Bereich Musikfilm vertreten.

Mit neuem Logo geht das FilmFest Osnabrück (ehem. Tage des Unabhängigen Films) in diesem Jahr vom 17. - 21.10.2018 in seine 33. Runde. Als eines der ältesten und traditionsreichsten Filmfestivals in Niedersachsen, findet es alljährlich an fünf Tagen im Oktober statt. Das Festival wird vom gemeinnützigen Osnabrücker FilmForum e.V. unter der Leitung von Julia Scheck ausgerichtet. Hinter dem FilmFest Osnabrück steht der Gedanke, dass engagiertes Kino die Welt verändern kann.

Das Augenmerk der Auswahlkommissionen gilt dabei Filmländern, die sonst in den deutschen Kinos kaum zum Zuge kommen. So wird in der Festivalsektion »Focus on Europe« unabhängiges Arthaus-Kino präsentiert, das grenzüberschreitende Fragestellungen der heutigen Gesellschaften in Europa in den Mittelpunkt rückt.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden traditionell Musikfilme - von Punk bis Oper, vom eindringlichen Musikerporträt bis zum Konzertmitschnitt. Noch vor seiner offiziellen Kinopremiere erlebt die inszenierte Doku "Wo bist du, João Gilberto?", eine Recherche auf den Spuren des Bossa-Nova-Begründers, ihre Premiere. Hier der Trailer:

Bei einer Presse Vorabaufführung hat uns die Musik so begeistert, dass wir sofort zwei neu aufgelegte Vinylscheiben beim JPC/Wom Schallplattenversand bestellt haben. Allerdings warten wir auf die Lieferung der Kleinstauflage, die offensichtlich direkt aus Übersee kommt, seit über sechs Wochen. Natürlich gibt es auch CDs anderer Künstler mit Liedern wie Liedern wie „Girl from Ipanema“, „Chega de Saudade“ und „Corcovado“, die aber nicht an das Original aus dem Jahre 1959 heranreichen. Kinostart bei uns ist übrigens erst am 22. November 2018.

Neben dem Film über den 87-jährigen brasilianischen Künstler wird mit „Gurrumul“ auch die bewegende Filmbiografie des letztjährig verstorbenen Aborigine-Musikers Geoffrey Gurrumul Yunupingu (Dr G Yunupingu) in Osnabrück gezeigt, der zuerst mit der Weltmusikformation Yothu Yindi bekannt wurde und später als Solist Weltruhm erlangte.

Die Festivalsektion »Vistas Latinas« bietet Einblicke in die Gesellschaften Lateinamerikas. Erzählt wird von einer Chauffeurin, die eine neue Welt entdeckt; einem Shamanen, den die Moderne trifft wie ein Pfeil; einem versteckt lebenden Musiker; einer ungewöhnlichen Freundschaft unter Funkern und einem ungewollten Leben.

Im Wettbewerb um den Friedensfilmpreis Osnabrück laufen zudem acht spannende Beiträge, die sich auf unterschiedliche Weise für den gewaltfreien Umgang miteinander stark machen.

Ganz das Gegenteil davon ist die Sektion »FilmFest Extrem« die vier Beiträge des internationalen Genre-Kinos zeigt. Unter anderem zu sehen: Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman und Hollywood-Shootingstar Elle Fanning.

Als Regisseur steuert auch der renommierte argentinischen Genre-Experte Gaspar Noé mit "Climax" einen Thriller bei, der harmlos als Tanzfilm anfängt, aber dann in einen Drogenexzess mündet. Der Höllentrip, der beim Festival de Cannes 2018 den „Art Cinema Award“ gewann, erinnert ein wenig an den im Jahre 2016 auf dem Festival del Film Locarno gezeigten deutschen Beitrag "Der Nachtmahr" von Akiz, schlachtet das Drogenthema aber noch brutaler aus. Offizieller deutscher Kinostart ist erst am 6. Dezember 2018. Hier der Trailer:

Im Kurzfilmbereich werden nicht nur wie in den Langfilmsektionen Osnabrücker Premieren und Deutschlandpremieren gezeigt, sondern auch zahlreiche Uraufführungen.

Die gesellschaftlich engagierte Ausrichtung des FilmFest-Programms und das Bestreben, vor allem unabhängig produzierten Kinofilmen – häufig von Nachwuchstalenten – eine Plattform zu bieten, verleiht dem renommierten FilmFest Osnabrück ein Alleinstellungsmerkmal unter den bundesdeutschen Festivals, sodass es durch sein einzigartiges Profil auch im Ausland sorgt für Aufsehen sorgt.

Auf dem FilmFest Osnabrück werden fünf Preise mit einem Wert von insgesamt 16.500 Euro vergeben. Dazu gehört auch der Filmpreis für Kinderrechte (Children's Rights Award), bei dem ein Spiel- oder Dokumentarfilm ausgezeichnet wird, der sich überzeugend mit der Situation der Kinder und ihrer Rechte in der Welt auseinandersetzt. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird von der Stadt Osnabrück gestiftet.

Link: filmfest-osnabrueck.de

Quellen: evapla | Filmfest Osnabrück

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Zeitgleich mit der Eröffnung in Osnabrück feiert Interfilm in Berlin eine Jubiläumsfeier am Mittwoch, 17. Oktober 2018, im Acud Kino mit der 200sten Ausgabe der Shorts Attack!

Anlässlich des Jubiläums blickt interfilm mit einem bunten Programm altehrwürdiger Highlights im 35mm-Format zurück auf die Anfangszeit. Underground-Klassiker hauen hier genauso auf den Putz wie das Frühwerk späterer Stars:

„Roof Sex“ war einer der ersten Filme, die bei YouTube viral gingen, „Romeo and Juliet“ wurde mit nur 30 Sekunden Länge ein Star der Shakespeare-Erzählung, „Verzaubert“ hat es fast, aber nicht ganz, auf die Oscar®-Shortlist geschafft und Bill Plympton kreiert bis heute schräge Hundeanimationen. - 12 Filme in 80 Minuten.

Acud Kino:

20:30 Uhr - Umtrunk - 200 Schnäpse!

21:00 Uhr - Filmprogramm mit Gästen

22:30 Uhr - Party im Max Fish im Acud mit DJ Leone Peperone & H1

Das nächste internationale Kurzfilmfestival von interfilm Berlin findet übrigens vom 20. – 25. November 2018 zum 34. Mal in Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz statt.

Links: acudkino.de | www.shortsattack.com | interfilm.de

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