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14. Polnisches Filmfestival - filmPOLSKA in Berlin

filmPOLSKA ist das größte polnische Filmfestival außerhalb Polens.

Zum 14. Mal laden filmPOLSKA und das Polnische Institut das Berliner Publikum zu einem spannenden Einblick in die polnische Gesellschaft und zu einem lebendigen Dialog mit den Festival-Gästen ein.

Vom 24. April - 1. Mai 2019 zeigt filmPOLSKA, wie Filmemacher*Innen aus Polen die Welt, in der sie leben, betrachten.

Festivalstätten sind diesmal neben dem Kino Babylon in Berlin Mitte, das Arsenal Kino, das Bundesplatz-Kino in Wilmersdorf, das fsk in Kreuzberg, das Wolf Kino in Neukölln, der Filmclub K18 in Friedrichshain sowie für eine Sonderveranstaltung mit Filmvorführung das Auditorium der Gedenkstätte »Topographie des Terrors«. Eintrittskarten für die Filmvorstellungen können ausschließlich in den jeweiligen Kinos reserviert und gekauft werden.

Zur Festivaleröffnung am Mittwoch, den 24. April 2019, um 19:30 Uhr im Kino Babylon | Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin wird die Berlinpremiere des Spielfilms „7 Uczuć / 7 Gefühle / 7 Emotions“ von Marek Koterski (PL 2018) gezeigt. Der Produzent Włodzimierz Niderhaus, der Hauptdarsteller Robert Więckiewicz und der Komponist Arkadiusz Grochowski werden persönlich anwesend sein.

Gewürdigt wird auch die Filmkritikerin und Journalistin Margarete Wach für ihr besonderes Engagement für das polnische Kino und die deutsch-polnische Filmvermittlung. Die Begrüßung erfolgt durch Małgorzata Bochwic-Ivanovska (Direktorin des Polnischen Instituts Berlin) & Kirsten Niehuus (Geschäftsführerin der Filmförderung im Medienboard Berlin-Brandenburg).

Im Rahmen der Eröffnungsgala werden die Jury-Mitglieder Bernadette Paassen, Patrick Wellinski und Dorothee Wenner vorgestellt. Anschließender Empfang im Foyer des Babylon.

Regisseur Marek Koterski (geb. 1942) ist kein Unbekannter. Als langjähriges Mitglied des legendären Dokumentar- und Spielfilmstudio WFDiF in Warschau gilt er bereits als Klassiker des polnischen Kinos und ebenso seine Kult-Kunstfigur Adaś Miauczyński. Nach sieben Jahren lässt Koterski seinen Vollzeit-Neurotiker in "7 Uczuć / 7 Gefühle / 7 Emotions" wieder auf die Leinwand zurückkehren.

Nachfolgend der Original Trailer: (Eine Kopie des Trailers mit engl. Untertiteln kann hier abgerufen werden.)

Synopsis:

Adaś Miauczyński erfährt von seiner Psychologin, dass er als Kind nicht gelernt habe, mit den sieben grundlegenden Gefühlen umzugehen: Angst, Wut, Trauer, Freude, Ekel, Eifersucht und Scham. Es beginnt eine Gedankenreise in Miauczyńskis Jugend, die sich zu einem Ritt durch die Gefühlswelten präpubertärer Kinder entwickelt. Die Geschichte bekommt den Koterski-typischen surrealistischen Einschlag jedoch erst dadurch, dass alle Kinder-Rollen mit Erwachsenen besetzt sind.

Mehr als 30 Filme im Programm von filmPOLSKA.

Mit über dreißig Filmen zeigt das größte polnische Filmfestival außerhalb Polens, was die zeitgenössische polnische Filmkunst zu bieten hat. Im Fokus des Wettbewerbs stehen 7 Werke des polnischen Regienachwuchses, darunter „Werewolf“ (Regie: Adrian Panek), der 2018 in der offiziellen Auswahl des Tallinn Black Night Film Festivals lief und zwei Auszeichnungen erhielt.

Hier der Trailer:

Synopsis:

Ein Film über eine Gruppe Kinder und Jugendlicher, die den Nazis vermeintlich entkommen konnten, nun aber auf der Flucht von abgerichteten KZ-Hunden gejagt werden, die führerlos durch die Wälder streifen und nach allem schnappen, was nach Fleisch riecht.

Ebenso sind „Nina“ (Regie: Olga Chajdas) und „Fugue“ (Regie: Agnieszka Smoczyńska) sehenswert. Letzterer, ein Psycho-Kammerspiel, der das zerrissene Innere seiner Hauptfigur auch visuell entblättert, lief 2018 in Cannes in der Reihe »Semaine de la Critique«.

Hier der Trailer:

Die ausgewählten Filme der Reihe Neues Polnisches Kino zeichnen sich durch ein herausragendes Handwerk und einen frischen Blick aus. Im Fokus stehen Werke, deren progressive sowie kritische Ausdruckskraft das Potential haben, das zukünftige polnische Kino maßgeblich zu prägen und mitzugestalten.

Im diesjährigen Kurzfilmprogramm wird mit einer Auswahl an Kurzfilmen unterschiedlicher Formate und Genres das Produktionsstudio Munk aus Warschau vorgestellt, das als Schmiede junger Talente große Anerkennung erlangt hat.

Die Retrospektive ist KRZYSZTOF ZANUSSI gewidmet.

In diesem Jahr feiert der Grandseigneur des polnischen und europäischen Kinos seinen 80. Geburtstag. Das Festival widmet KRZYSZTOF ZANUSSI eine Werkschau mit Filmen aus den Siebzigerjahren.

Nach dem Danziger Aufstand im Dezember 1970 muss die poststalinistische, kommunistische Regierung unter Władysław Gomułka zurücktreten. Polen schmiedet die Hoffnung auf eine neue, schönere Welt – auf den Sozialismus mit „menschlichen Antlitz“. Auf den Straßen rollen – neben Lada und Trabant – jetzt auch Fiat und Berliet und in den Kinos sind vereinzelt US-amerikanische Filme zu sehen.

In diesem Tauwetter kommen Zanussis erste abendfüllende Spielfilme in die Kinos. Aber sie sind keine Kinofeuerwerke der neuen Zeit. Zanussis Helden sind verunsichert, schon am Anfang ihres Weges. Sie vertrauen nicht dem gesellschaftlichen Status Quo, hinterfragen Gegebenheiten und Parolen. Zanussis Filme spannen eine philosophische Welt auf und widmen sich den großen Fragen der Aufklärung und Menschheit: Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was kann ich wissen? Und – was ist der Mensch?

Wenig später schnellen mit der ersten Ölkrise die polnischen Staatschulden in die Höhe und die Arbeiter streiken erneut. In dieser Zeit zunehmender Verzweiflung und ideologischer Enttäuschung – ereignet sich etwas Sonderbares. Die Filme von Krzysztof Kieslowski, Agnieszka Holland, Barbara Sass, Janusz Kijowski und Feliks Falk kommen in die Filmtheater und prägen maßgeblich das „Kino der moralischen Unruhe“. Ohne Zanussis Wirken ist es schwer vorstellbar, dass diese jungen Filmemacher*innen sich so mutig hätten artikulieren können und gegen Doppelmoral und Zynismus vorgegangen wären.

Diesjährige Spezialprogramme.

Der Fokus Kamerakunst ist JULIAN A. CH. KERNBACH gewidmet und eine Hommage ehrt in einer Zwischenbilanz den satirischen Leinwandkünstler WOJCIECH SMARZOWSKI nach sieben seiner Werke.

Darüber hinaus wird am Dienstag, 30. April 2019, um 19.00 Uhr im Auditorium der Stiftung »Topographie des Terrors«, Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg der Dokumentarfilm "Unter einem stillen Himmel" von Anna Konik bei freiem Eintritt gezeigt.

Für ihren 89 Minuten (OmdU) langen Film "Obłoki płyną nad nami" kehrt Anna Konik in ihren Geburtsort Dobrodzień (Guttentag) in Oberschlesien zurück und begibt sich auf eine Reise in dessen komplexe Vergangenheit.

Nach dem Film stehen unter der Moderation von Ulrich Tempel die Regisseurin Anna Konik sowie die Historikerin und Ausstellungsmacherin Dr. Juliane Haubold-Stolle für Fragen zur Verfügung.

Link: filmpolska.de

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